Anpassungsqualifizierung für Lehrkräfte mit ausländischer Berufsqualifikation

Ausländische Lehrkräfte mit anerkannten Lehramtsabschlüssen können am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung eine Anpassungsqualifizierung (APQ) oder eine Eignungsprüfung absolvieren, um die vollständige Gleichwertigkeit ihres Berufsabschlusses zu erreichen.
Die Qualifizierungsmaßnahme beginnt jeweils am 1. August und 1. Februar eines jeden Jahres.

Anpassungsqualifizierung in Hamburg

 

Rechtlicher Rahmen:

Hamburgisches Gesetz über die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen(HmbABQG) mit dem Hamburgischen Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen (Hamburgisches Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz - HmbBQFG), Verordnung zur Ausführung des Hamburgischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes und des Gesetzes zur Umsetzung des Hamburgischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes für Lehramtsbefähigungen (HmbBQFG-VO-Lehramt).

Ich bin Lehrerin in Hamburg und komme aus einem anderen Land:

In diesem 5-minütigen Filmausschnitt kommen ehemalige Absolventinnen und eine Mentorin der APQ zu Wort und schildern ihre Erfahrungen und persönliche Erlebnisse aus der Schulpraxis

Informationen zur Bewerbung:

Informationen zum Verfahrensablauf Ihrer Bewerbung erhalten Sie auf der folgenden Seite der BSB
(vgl. http://www.hamburg.de/bsb/bewerbungen/3625164/auslaend-lehramt-anpassungslehrgang.html)

Ziele des Anpassungslehrganges:

Die ausländischen Lehrkräfte lernen während der Anpassungsqualifizierung das deutsche Schulsystem kennen und erwerben die fehlenden Qualifikationen, die notwendig sind, damit sie sich nach Abschluss der Maßnahme in völliger Gleichberechtigung mit deutschen Lehrkräften um eine Stelle an einer Schule in Hamburg oder in einem anderen Bundesland erfolgreich bewerben können. Ausdrücklich geht es dabei  nicht um den Erwerb einer professionellen Grundlagenqualifikation wie im Vorbereitungsdienst.

Struktur der Anpassungsmaßnahme:

Vertragsbedingungen: Die Teilnehmenden erhalten einen Angestelltenvertrag mit 6-monatiger Probezeit für in der Regel 18 Monate. Sie erhalten die gleiche Vergütung wie Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst der entsprechenden Schulform. Nebentätigkeiten sind im Umfang von 20% zulässig. 

Schulpraxis: Die Teilnehmenden unterrichten für die Dauer ihrer Anpassungsqualifizierung an einer Schule ihres Lehramts in ihren Fächern durchgängig als verantwortliche Lehrkraft im Umfang einer halben Stelle (12 Wochenstunden). Dies gilt auch, wenn die APQ nur mit einem Fach absolviert wird. Erfahrene Mentorinnen und Mentoren begleiten die Einarbeitung in die schulischen Tätigkeiten und erhalten dafür wir im Vorbereitungsdienst eine Zeitvergütung.

Praxisbegleitende Seminare: Die schulische Praxis wird an zwei Nachmittagen durch das (allgemeinpädagogische) Kernseminar der APQ und pro Fach durch ein (fachdidaktisches) Fachseminar begleitet (ca. 6 Wochenstunden).

Abschluss:

Am Ende der Anpassungsqualifizierung steht keine Prüfung (denn die Teilnehmenden haben bereits einen anerkannten Berufsabschluss). Stattdessen wird ein Abschlussbericht erstellt, der begründet, dass der/die Teilnehmende die Anpassungsqualifizierung mit/ohne Erfolg absolviert hat. Dieser Abschlussbericht dient der Behörde für Schule und Berufsbildung als Grundlage für den Gleichstellungsbescheid.

Informationen:

Ihre  Fragen zu Gestaltung und Organisation der Maßnahme richten Sie bitte an die jeweilige  Verantwortliche  der Anpassungsmaßnahme

Informationsveranstaltung für Mentorinnen und Mentoren, die die Begleitungin der APQ aufnehmen, finden jeweils auf Einladung der Seminarleiterinnen am Landesinstitut statt.

„Förderung berufsbezogener sprachlicher und interkultureller Kompetenz“

Ab 2015 ist ein von Drittmitteln finanziertes Projekt in die Anpassungsqualifizierung integriert. Dadurch wird es möglich, die Teilnehmenden zusätzlich in drei Bereichen zu trainieren:

  • berufsbezogene Sprachkompetenz (Deutsch und ggf. Englisch)
  • Medienkompetenz und
  • interkulturelle Kompetenz

Diese Fördermaßnahmen sind ein Angebot des IQ Netzwerk Hamburg – NOBI.
Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, Erwachsene mit Migrationshintergrund, Zuwanderer und Flüchtlinge in den Hamburger Arbeitsmarkt zu integrieren.Unter dem Dach des bundesweiten Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ bieten das Netzwerk verschiedene Angebote rund um Beratung, Qualifizierung und Schulungen.

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.

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