Unterrichtsentwicklung für den Chemieunterricht

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Themen Schulinternes Curriculum, Gestaltung von Unterrichtsvorhaben, Individuelles Lernen und Wettbewerbe  

Chemie, Unterrichtsentwicklung, LI Hamburg


SCHULINTERNES CURRICULUM

vergrößern Verschränkte Hände (Bild: @ contrastwerkstatt - fotolia.com) Gegenwärtig besteht zwar noch keine verbindliche Vorgabe, ein schulinternes Curriculum zu erarbeiten, dennoch haben viele Schulen die Arbeit daran aufgenommen, weil - es der Verständigung der Lehrkräfte untereinander dient und - einen gemeinsam getragenen Standard für die Gestaltung des Unterrichts schafft.

Ein schulinternes Curriculum beantwortet die Frage: Was wird wann und in welcher Weise unterrichtet? Es beschreibt, mit welchen Inhalten und mit welchen Methoden der Lernprozess von den Lehrkräften organisiert werden soll.
Keine Schule fängt bei Null an, viele Kolleginnen und Kollegen verfügen bereits über einen breiten Fundus an erprobtem und bewährtem Unterricht, was ein Ausgangspunkt für die Entwicklung eines schulinternen Curriculums darstellen kann.
Weitere Informationen finden sie


GESTALTUNG VON UNTERRICHTSVORHABEN

Unterrichtsvorhaben stellen die zentralen Bausteine der schulinternen Fachcurricula dar. Der Unterricht in einer Jahrgangsstufe wird idealerweise in einer Abfolge von Unterrichtsvorhaben gestaltet. Diese sind in unterschiedliche Phasen und methodische Lernarrangements untergliedert und sollten einen geordneten Fundus von Arbeitsmaterialien, Medien, Lehrerinformationen usw. enthalten.

  
Leitfragen zur Gestaltung eines Unterrichtsvorhabens

  1. Was können Schülerinnen und Schüler nach diesem Unterrichtsvorhaben mehr oder besser als vorher?
  2. Welche Kompetenzen werden gefördert bzw. entwickelt?
  3. Welche Fragestellung/Problemstellung steht im Mittelpunkt?
  4. Inwieweit können Schülerinnen und Schüler bei der Formulierung der Fragestellung/Problemstellung beteiligt werden?
  5. Welche Besonderheiten müssen bei der Planung des Unterrichtsvorhabens berücksichtigt werden?
  6. Wie kann die Fragestellung/Problemstellung für die Schülerinnen und Schüler bedeutungsvoll werden?
  7. Wie erwerben die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen?
  8. Wie lässt sich feststellen, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen erworben haben?
  9. Wie kann man Schülerinnen und Schüler unterstützen, die die Anforderungen nicht erreicht haben?
  10. Wie kann man Schülerinnen und Schüler fördern, um die Kompetenzen zu erweitern?

Hier finden Sie eine grafische Übersicht zu den Aspekten eines Unterrichtsvorhabens.

Dokumentation eines Unterrichtsvorhabens

Zur Kurzdokumentation eines Unterrichtsvorhabens hat das Referat Naturwissenschaften in Anlehnung an die Kontextprogramme BIK, CHIK, PIKO und NIKO eine Matrix erarbeitet, das den Fachgruppen als Hilfe dienen kann.
>> Vorlage Unterrichtsvorhaben (Word-doc; 40 KB)
>> Vorlage Unterrichtsvorhaben (PDF; 10 KB)

Weitere Darstellungsformen finden sie in der vom Landesinstitut entwickelten Handreichung „Auf dem Weg zum schulinternen Curriculum – ein Leitfaden“.


INDIVIDUELLES LERNEN

Die Schule hat die Aufgabe, das Lernen jeder Schülerin und jedes Schülers zu fördern und jede Einzelne und jeden Einzelnen darin zu unterstützen, Verantwortung für den individuellen Lernprozess und die Gestaltung des individuellen Bildungsweges zu übernehmen.
Der traditionelle Frontalunterricht ist dazu nur bedingt geeignet, da er sich zu sehr am Durchschnitt der Schülerschaft orientiert und zu wenig die Verschiedenheit der Köpfe im Blick hat. Moderne Unterrichtskonzepte berücksichtigen unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten, Lernstile und Interessen und fördern selbstständiges Lernen. Durch Rückmeldungen zu den individuellen Lernständen und Lernfortschritten erhalten die Schülerinnen und Schüler zudem Orientierungshilfen und Grundlagen zur Planung der jeweils nächsten Lernschritte.

Hilfreiche Elemente für den Unterricht stellen u. a.

  • Kompetenzraster
  • Checklisten
  • Advance Organizer
  • Portfolios
  • Logbücher
  • differenzierte Aufgaben (z. B. bei Lernstationen oder Wochenplanarbeiten)
  • Beobachtungsbögen dar.

Einige Beispiele aus den naturwissenschaftlichen Fächern finden sie in der vom Landesinstitut entwickelten Handreichung „Naturwissenschaftliches Lernen in der Sek. I“ (PDF, 7,2 MB).


WETTBEWERBE

Wettbewerbe sind eine wertvolle Ergänzung des Unterrichts. Sie helfen, individuelle Begabungen und Talente der Schülerinnen und Schüler zu fördern und bieten den Schulen die Möglichkeit, ihr pädagogisches Profil zu schärfen. Das Angebot an Wettbewerben im naturwissenschaftlichen Bereich ist sehr groß. Eine Übersicht finden Sie auf der Internetseite des MINTforums Hamburg.

Exemplarisch sollen an dieser Stelle für die Chemie folgende Wettbewerbe genannt werden: