Thementage 2011 - Rückblick

Die Thementage 2011 des Landesinstituts orientierten sich an den Schwerpunkten der Schulpolitik der aktuellen Legislaturperiode. In Vorträgen  informierten und diskutierten kompetente und bekannte Referentinnen und Referenten zur Unterrichtsentwicklung, zur Inklusion und zur Stadtteilschule.

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vergrößern Thementage 2011 (Bild: © Frank Böttner) Die Schwerpunkte der Schulpolitik in dieser Legislaturperiode lauten: Inklusion umsetzen, Ganztagsschule ausbauen, den Übergang zwischen Schule und Beruf neu gestalten, die Stadtteilschule stärken und die Unterrichtsqualität verbessern. Die Thementage 2011 orientierten sich inhaltlich an diesen Schwerpunkten mit Vorträgen von Prof. Dr. Tenorth, Dr. Wilhelm, Dr. Beutel und Frau Pannier.

Erfahren Sie mehr zu den Inhalten der jeweiligen Vorträge in der Vortragsdokumentation:

Kompetenzorientierter Unterricht - Tautologie oder innovative Zäsur?
Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt-Universität zu Berlin) 

Inhalt: Vor dem Hintergrund des Versuchs, die Begriffe „Kompetenz“ und „kompetenzorientierter Unterricht“ zu klären und zu präzisieren, wird im Vortrag diskutiert, welche didaktischen, methodischen und operativen Konsequenzen mit diesem Konzept sinnvoller Weise zu verbinden sind, wieweit sich solche Konzepte von bekannten Konzepten und Praktiken zumal des gymnasialen Lernens unterscheiden, wo sie Verwirrung stiften und wo sie neue Anstrengungen inspirieren und ermutigen.
Die leitende These ist, dass damit weniger das Leitbild gymnasialer Arbeit problematisiert oder umfassend produktiv erneuert wird, als dass eine Didaktik kritisiert wird, die dem Gedanken domänenspezifischer und an der Idee der Wissenschaftspropädeutik orientierter Arbeit fern stand und steht.

Inklusion - wie geht das?
Dr. Marianne Wilhelm (Pädagogische Hochschule Wien)

Inhalt: Auf der Grundlage der UN-Konvention der Rechte der Menschen mit Behinderung werden weltweit Mittel und Wege zu deren Umsetzung gesucht. In Europa sind nun viele Bildungssysteme gefordert, die bestehende schulische Integration in schulische und gesellschaftliche Inklusion weiter zu entwickeln. Große Bedeutung kommt dabei den Schulentwicklungsinitiativen an den einzelnen Schulen zu – doch worauf kommt es an?
Es gibt kein Rezept, aber es gibt Schlüsselfragen, deren Bearbeitung Schulteams in kleinen Schritten der Vision Inklusion näher bringen können – diese sollen im Vortrag  vorgestellt werden.

Mehr als Noten: Leistungsbeurteilung als Lernbegleitung und Förderung
Prof. Dr. Silvia-Iris Beutel (Technische Universität Dortmund)

Inhalt: Leistungsbeurteilung ist mehr als Notengebung. Pädagogische Leistungsbeurteilung in der Schule sollte ein dialogisches Verhältnis mit den Lernenden begründen, sie an der Reflexion der Prozesse des Lernens sowie der Dokumentation und Einschätzung beteiligen. Hierfür spielen die während des Lernens genutzten Rückmeldungsverfahren und Zeugnisformen sowie deren Vergabe selbst eine wichtige Rolle. In dem Vortrag werden Beispiele von Best Practice an Schulen des Deutschen Schulpreises aufgegriffen und im Kontext des Aufbaus einer demokratieförderlichen Schul- und Unterrichtskultur diskutiert.

Was Jugendliche brauchen - und wie Schule ihre Entwicklung fördern kann.
Valeska Pannier (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung)

Inhalt: Wie geht es den Jugendlichen in Deutschland und wie ist ihr Verhältnis zur Schule? Was beschäftigt sie, und was tun sie am liebsten? Und wie hängen diese Vorlieben mit einer gesunden, positiven Entwicklung zusammen? Der Vortag greift diese Fragen auf und möchte einen Einblick in die Lebens- und Erfahrungswelt von Jugendlichen geben. Dabei werden wissenschaftliche Ergebnisse mit der Praxissicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verknüpft. Zum einen besteht so die Gelegenheit, die Perspektive der Schülerinnen und Schüler genauer kennenzulernen – und auch Gemeinsamkeiten mit der eigenen Jugendzeit (wieder) zu entdecken. Zum anderen werden konkrete Anregungen entwickelt, wie Schulen eine positive Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler unterstützen können.

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