Ausbildung für schulisches Führungspersonal

Referat Führungsnachwuchskräfte, Landesinstitut für Lehrerbildung, Hamburg

An der Grundausbildung „Neu im Amt“ nehmen alle neu bestellten Schulleiterinnen und Schulleiter, stellvertretende Schulleiterinnen und Schulleiter, Abteilungsleitungen und didaktische Leitungen teil.
Die Ausbildung umfasst über einen Zeitraum von drei Jahren das Portfoliogespräch, 11 zwei- bis dreitägige Module und fakultativ: die kollegiale Fallberatung.

Portfoliogespräch: Wie werden Sie über die Ausbildung informiert?

Das Referat Personalentwicklung lädt Sie nach der Entscheidung der Deputation über die Neubesetzung einer schulischen Leitungsfunktion und Mitteilung der BSB zu einem Portfoliogespräch ein.
Bei diesem Termin wird auf Grundlage des Fortbildungsportfolios (Erfahrungen und Qualifizierungen) eine individuelle Vereinbarung über den Umfang der Ausbildung getroffen.
Dieser Vorschlag wird dann von der zuständigen Schulaufsicht geprüft und ggf. genehmigt. Jede neue Leitungskraft verfügt von daher nach Abschluss dieses Verfahrens über einen individuellen Ausbildungsplan mit allen Terminen.

>> Hier finden Sie die Termine für 2017 & 2018 (TIS)

Ausbildungsplan und Ausbildungsmodule: Neu im Amt

  • Portfoliogespräch zur individuellen Qualifizierungsplanung
  • Fakultativ: Kollegiale Fallberatung (5 Sitzungen à 3 Stunden mit einem Coach)
  • Schulmanagement (3-5 Tage; Einführung in alle relevanten Themenbereiche durch die zuständigen Verantwortlichen aus der öffentlichen Verwaltung)
  • Neu in der Führungsrolle (2 Tage; Erarbeitung eines eigenen Führungsverständnisses, Klärung der eigenen Führungsrolle auf die neue Funktion und Schule bezogen)
  • Gesprächsführung (2 Tage; Kommunikationspsychologie, Leitfaden für die Gesprächsführung)
  • Konfliktmanagement (3 Tage; das eigene „Konfliktprogramm“, Konflikte mit eigener Beteiligung, Konfliktmoderation)
  • Projektmanagement (1,5 Tage; systematische Vorgehensweise bei der Projektplanung; Arbeit an einem schulischen Projekt; digitale Instrumente)
  • Schulentwicklung (2 Tage; strategische Sicht der Schulentwicklung; Rolle von Schulleitung und Steuergruppe, Arbeit an einem schulischen Entwicklungsvorhaben, Instrumente)
  • Personalentwicklung (2 Tage; Übersicht über Instrumente der PE, Gesundheitsmanagement, Qualifizierungsplanung)
  • Informations- und Kommunikationsmanagement (2 Tage; Analyse der schulischen Informations- und Kommunikationskultur, effektive Besprechungsmoderation, Methoden der Konferenzplanung und Konferenzdurchführung)
  • Unterrichtsentwicklung (2 ½ Tage mit Hospitation; Rolle der Schulleitung in der UE; Analyse des schulischen Entwicklungsstandes, Arbeit an schulischer Entwicklungsfrage)
  • Erziehung als Führungsaufgabe (2 Tage; Erziehungspartnerschaft, Beratungskonzept, Zusammenarbeit mit externen Unterstützern)
  • Öffentlichkeitsarbeit (2 Tage; Analyse der Print- und Webprodukte der Schule, Zusammenarbeit mit Medien, Medienrecht, mediengerechtes Auftreten)

Die Ausbildung schließt mit einer Zertifikatsvergabe ab.

Organisatorische und inhaltlich-methodische Gestaltung der Ausbildung

Die Ausbildungsmodule sind heterogen zusammengesetzt: Alle Schulformen und alle Schulleitungsfunktionen sind vertreten, um in der Ausbildung die Komplexität des Hamburger Schulwesens abzubilden und den Teilnehmenden schulformübergreifende Kontakte zu ermöglichen. Durch Binnendifferenzierung werden die unterschiedlichen Perspektiven, Fragestellungen und Bedürfnisse der Teilnehmenden aufgegriffen; daneben gibt es Arbeitsformen, die Schulformgruppen oder Funktionsgruppen zusammenführen.

Ziele und Inhalte der Ausbildungsmodule sind festgelegt, innerhalb des gesetzten Rahmens gibt es jedoch Wahlmöglichkeiten und Gelegenheiten, besondere Anliegen zu artikulieren.
Im Portfoliogespräch erhalten die Teilnehmenden eine Terminübersicht mit allen Veranstaltungen der Schulleiterausbildung des jeweiligen Kalenderjahres. Sie können sich dann die Ausbildungsmodule nach den passenden Terminen aussuchen und sich bei TIS anmelden. In jedem Herbst erhalten die Teilnehmenden automatisch die Termine des folgenden Kalenderjahres zugeschickt. Für das Absolvieren der Ausbildung haben die Teilnehmenden insgesamt 3 Jahre Zeit.

Kollegiale Fallberatung

Die Kollegiale Fallberatung ist im Rahmen der Ausbildung „Neu im Amt“ ein fakultatives supervisorisches Angebot. In kleinen Gruppen von ca. 10 – 12 Teilnehmer/innen werden unter Anleitung einer Leitungskraft mit Coaching- oder Supervisonsausbildung eventuell auftretende Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen u.ä. beraten und mit der Methode der Kollegialen Fallberatung bearbeitet. Die Gruppen treffen sich 5 Mal á drei Stunden. Zum ersten Termin laden wir die Teilnehmer/innen zentral ins Landesinstitut ein, danach entscheidet die Gruppe, in welchen Zeitintervallen und an welchem Ort die verbleibenden 4 Sitzungen stattfinden.