Häufige Fragen zu dem Programm Umweltschule

Häufige Fragen zu dem Programm Umweltschule

1. Was ist „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“?

„Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ ist ein Programm der Internationalen Stiftung für Umwelterziehung (FEE – Foundation for Environmental Education), das weltweit durchgeführt wird. In Deutschland beteiligen sich acht Bundesländer. Die Koordination des Programms in Deutschland hat die „Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) übernommen.

2. Welche Gründe sprechen dafür Umweltschule zu werden?

Die Umweltschutz und damit Umwelterziehung werden für die globale Entwicklung zunehmend wichtig, Schülerinnen und Schüler müssen daher im Umfeld der Schule in diesem Bereich ausgebildet werden. Die Auszeichnung zur Umweltschule belohnt erfolgreich umgesetzte Projekte und damit die vorbildliche Arbeit der Schülerinnen und Schüler sowie der Kolleginnen und Kollegen.
Umweltschulen werden in der Öffentlichkeit, insbesondere von Eltern, positiv wahrgenommen.
Unterrichtsinhalte aus den Rahmenplänen der Fächer können für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreich gestaltet werden, wenn sie mit der Umwelterziehung verknüpft werden.

3. Was sind die Unterschiede zwischen einer Umweltschule und einer Klimaschule?

Die Projekte der Umweltschule beziehen sich auf den großen Rahmen der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Die Maßnahmen der Klimaschulen sind speziell auf den Klimaschutz ausgerichtet.
Umweltschulen führen zwei Projekte im Zeitrahmen von zwei Jahren durch.
Klimaschulen erstellen einen schulinternen Klimaschutzplan, der durchschnittlich 40 Klimaschutz-Maßnahmen enthält. Die Maßnahmen sind terminiert im Zeitraum bis 2020 und eine für die Umsetzung verantwortliche Person ist festgelegt. Die Schule will mit den Maßnahmen nicht nur die „Klimakompetenzen“ der Schulgemeinschaft fördern, sondern auch die realen CO2-Emissionen der Schule reduzieren.

4. Welches Programm sollte unsere Schule wählen, Umweltschule oder Klimaschule?

Das Programm der Umweltschulen ist für den Einstieg einer Schule in das Themengebiet gut geeignet. Die Vielfalt der möglichen Projektthemen ist deutlich größer und eine Weiterführung eines angefangenen Themas nicht notwendig. Die Kriterien für die Auszeichnung sind leichter zu erfüllen und die Anzahl der involvierten Personen in der Schule in der Regel relativ klein.
Das Programm der Klimaschulen ist anspruchsvoller als das der Umweltschulen. Eine kontinuierliche Arbeit und Evaluation von Klimaschutzmaßnahmen ist erwünscht, die Kriterien für die Auszeichnung und Wiederauszeichnung sind schwieriger zu erfüllen und in der Regel soll die Schulgemeinschaft an der Erstellung und Umsetzung des Klimaschutzplanes beteiligt werden.
Für eine individuelle Beratung zur Auswahl des Programms Umweltschule oder Klimaschule, wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Referat „Umwelterziehung und Klimaschutz“.
In Hamburg gibt es eine Reihe von Schulen, die an beiden Programmen teilnehmen.

5. Was muss man tun, um Umweltschule zu werden?

Die Schule muss sich fristgerecht anmelden, zwei Projekte durchführen, die den Auszeichnungskriterien entsprechen und die Abschlussdokumentation einreichen.

6. Kostet die Teilnahme am Programm der Umweltschulen etwas?

Ja. Die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU), die das Programm der Umweltschulen bundesweit betreut, erhebt pro Schule einen Kostenbeitrag von 55,- Euro.

7. Bekommen Umweltschulen  eine finanzielle Förderung für die Umsetzung von Projekten?

Bei der Hamburger Schulbehörde können keine finanziellen Mittel für die Umsetzung von Projekten beantragt werden.
Tipp: Nutzen Sie die fifty/fifty-Prämie Ihrer Schule oder bewerben Sie sich mit bereits durchgeführten und guten Projekten an einem der Hamburger oder bundesweiten Wettbewerbe. Teilweise gibt es erhebliche Preisgelder zu gewinnen.

8. Bekommen Umweltschulen eine Zuweisung von Funktionsstunden?

Nein, die Entlastung der beteiligten Kolleginnen und Kollegen muss intern erfolgen.

9. Sind die Projektthemen frei wählbar?

Ja. Es werden allerdings jedes Jahr drei Themen für Handlungsfelder von der DGU (z.B. Nachhaltige Mobilität oder Natur erleben) vorgeschlagen, die auch genutzt werden können.

10. Kommt ein Umweltberatungslehrer auch für Unterrichtssequenzen an die Schule?

Nein, in der Regel nicht. Das LI bietet aber Beratung zu diesem Thema an oder vermittelt (externe) Experten und Unterrichtsangebote. Spezielle Schülerkurse werden z.B. in der Energiewerkstatt des Zentrums für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) oder dem Gut Karlshöhe angeboten. Es ist aber möglich, dass ein Umweltberatungslehrer die Schulen besucht und die Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu der Arbeit an ihren Handlungsfeldern berät.

11. Welche Informationsangebote gibt es neben der Internetseite noch?

Interessierte Kolleginnen und Kollegen können sich in den E-Mail-Verteiler für den „Newsletter Umwelt & Klima“ aufnehmen lassen. Außerdem kommen Vertreter der Umweltschulen zweimal jährlich zu einem Netzwerktreffen zusammen. Interessierte Kolleginnen und Kollegen von Nicht-Umweltschulen sind zu diesen Treffen herzlich eingeladen.