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Klimaschutz als Schlüsselthema einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Bildungskonzept, das Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermittelt.“
www.bne-portal.de

 

Das Projekt „Klimaschutz an Schulen“ ist Bestandteil der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ und wird vom Hamburger Senat als besonders vorbildliches Vorhaben im Hamburger Aktionsplan eingestuft.

Der Grundgedanke der nachhaltigen Entwicklung stammt aus der Forstwirtschaft und verfolgt das Anliegen, dass zukünftige Generationen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben sollen wie wir. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sowohl ökologische, ökonomische als auch soziale Kriterien in Einklang zu bringen.

Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) berücksichtigt das Projekt „Klimaschutz an Schulen“

  • die ökologische Perspektive durch die Anleitung der Schulen zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen. Schulen leisten so einen konkreten und unmittelbaren Beitrag zum Klimaschutz.
  • die ökonomische Perspektive durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Schulen zu planerischem Denken und Handeln (kurz-, mittel- und langfristig), zur konkreten Einsparung von Energiekosten, Erstellung von Kosten-Nutzen-Analysen für Klima­schutz­maßnahmen, Berücksichtigung des fifty-fifty-Programms (Rückfluss der Hälfte der eingesparten Energiekosten an die Schulen als Prämie).
  • die soziale Perspektive durch das Anstoßen schulinterner Diskussions-, Bewußtseins- und Bildungsprozesse unter Einbezug der gesamten Schulgemeinschaft (Schulleitung, Lehrerkollegium, Schülerschaft, Eltern, Verwaltungs- und technisches Schulpersonal, Dritte wie z.B. Reinigungskräfte). Ein besonderer Fokus liegt auf der partizipativen Einbindung aller Schülerinnen und Schüler in den schuleigenen Veränderungs­- und Innovationsprozess (u.a. durch die Ausbildung von Klimadetektiven, Einbindung in  die Klima-AG, aktive Mitwirkung in die Ziel- und Maßnahmenentwicklung sowie deren Umsetzung).


Aus pädagogischer Sicht erhalten Schulen umfangreiche Beratung und Anleitung, die Themen Klimaschutz und Umwelterziehung allgemein in Schulcurricula sowie in den Unterricht und das Schulleben zu integrieren. Dies erfolgt unter Berücksichtigung des Konzepts der Gestaltungskompetenz nach de Haan (2002). Dazu gehören u.a. die Teilkompetenzen vorausschauend denken und handeln, gemeinsam mit anderen planen und handeln können, an Entscheidungs­prozessen partizipieren können, sich und andere motivieren können, aktiv zu werden
(Quelle: de Haan, G.: Was ist Bildung für Nachhaltigkeit? in Brickwedde, F.; Peters, U.: Umweltkommunikation. Vom Wissen zum Handeln, Berlin, 2002, S. 259-267.)

 

Im Februar 2011 wurde das Projekt „Klimaschutz an Schulen“ als offizielles Projekt der Weltdekade 2011/2012 von den Vereinten Nationen ausgezeichnet. Mehr Informationen zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung erhalten Sie unter www.bne-portal.de.