Mädchen

 

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Fachinformationen und Studien


Leitlinien für Mädchenpädagogik

Cover der Leitlinien für die Mädchenarbeit Eine der Maßnahmen des Gleichstellungspolitischen Rahmenplanes sind die Leitlinien für die Mädchenarbeit und -pädagogik. Mit ihnen wird der Blick auf die Stärken, Interessen und Talente von Mädchen gelenkt, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Mit den Leitlinien stellt die Behörde allen pädagogischen Fach- und Lehrkräften Anregungen für geschlechterbewusste Arbeit zur Verfügung. Neben einer Einführung, in der Ziele und Aufgaben geschlechtergerechter Mädchenpädagogik und Mädchenarbeit genannt werden, beinhalten die Leitlinien nach Altersstufen eingeteilte Themenvorschläge für die Handlungsfelder Kindertagesbetreuung, offene Kinder- und Jugendarbeit und Schule.
Leitlinien Mädchenpädagogik

KMK Leitlinien Chancengleichheit

Die Kultusministerkonferenz (KMK) beschloss am 06.10.2016 „Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtersensible schulische Bildung und Erziehung“. Schulen bieten die Chance, geschlechterbezogene Benachteiligungen mittels verschiedener Bildungsangebote zu vermeiden bzw. aufzulösen. Ein möglicher Lösungsansatz besteht darin, Kernelemente zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Ebenen der Schule zu entwickeln und zu verankern. Unterrichtsangebote sind, im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags, mit Offenheit für verschiedene Wertvorstellungen zur Gestaltung der gesellschaftlichen Rollen von Frauen und Männern, zu gestalten. Dies gilt insbesondere, da sich unsere Gesellschaft sowohl kulturell als auch ethnisch zunehmend heterogener entwickelt.
KMK Leitlinien Chancengleichheit

Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm der Stadt Hamburg

Im März 2013 hat der Senat das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm der Stadt Hamburg veröffentlicht. Es benennt unter den Aspekten Selbstbestimmung und gerechte Teilhabe die wesentlichen gleichstellungspolitischen Herausforderungen der  Freien und Hansestadt Hamburg für die Jahre 2013 bis 2015 in Bezug auf die Gleichstellung von Frauen und Männern.
Hamburger gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm.pdf

Das Rahmenprogramm wurde evaluiert.
Evaluationsbericht Hamburg 2013-2015.pdf (2016)

Der Hamburger Senat hat im Dezember 2017 die Fortschreibung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms (GPR) verabschiedet. Ziel des Programms ist es, Männern und Frauen eine gerechte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.
Fortschreibung des Rahmenprogramms 2017-2019 (pdf)


Unterricht

 

IZI – Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen

Umgeben von Medien mit ihrer Werbung und ihren Bildern wissen Kinder und Jugendliche meist nicht, wie diese zustande kommen und ihre Wirkung entfalten können. Die Internetseite „IZI – Medienpädagogik“ erklärt die Herstellung von Werbung und Serien wie z.B. „Germanys next Topmodel“ und bietet Materialien zur Erweiterung der Medienkompetenz von Mädchen und Jungen. izi/deutsch/Publikation/Televizion

Eine vom IZI entwickelte Unterrichtsstunde zu GNTM (Germanys next Topmodel) finden Sie unter folgendem Link: jugend/izi/GNTM_TV_Profiler.pdf

Sexismus

Auf der Seite FUMA der Fachstelle Gender NRW namens befindet sich ein Video, in dem  auf gut verständliche Weise sowohl mit Worten als auch mittels Bildern der Begriff „Sexismus“ erklärt wird. Der Kurzfilm kann sowohl auf der Internetseite von FUMA www.gender-nrw.de als auch auf Youtube www.youtube.com/Sexismus angesehen werden.

Mädchen und Frauen wird durch Werbung und Medien ein festgelegtes und begrenzendes Bild von Weiblichkeit vermittelt. Pinkstinks e.V. möchte diesen Normen entgegensteuern. pinkstinks.de/sexismus-in-der-werbung

Schönheitswahn und Gender-Marketing

Zu den Themen Schönheitswahn, Gender-Marketing und Mobbing bietet Pinkstinks e.V. Projekttage- und -wochen in Schulen an. Gruppenarbeitsphasen, Rollenspiele oder der Besuch eines Museums sensibilisieren die Schülerinnen für kulturelle Konstruktionen von Geschlechterrollen. Durch die Möglichkeit, ein Theaterstück selbst zu konzipieren und aufzuführen, setzen sich die Schülerinnen aktiv mit ihrer eigenen Rolle auseinander.

Unter dem Motto „Vielfalt ist Schönheit“ konzipierte Pinkstinks e.V. ein 45 minütiges Theaterstück für Schülerinnen ab der 7. Jahrgangsstufe, das von zwei Pädagoginnen aufgeführt wird. In dem Stück wird der Zusammenhang zwischen Werbung und Körperbild behandelt. Pinkstinks/Theaterarbeit-an-Schulen

Aktuelle Filmhinweise für den Unterricht

„SUFFRAGETTE – Taten statt Worte“ (GB, 2016, FSK 12, Altersempfehlung 14 J.)
Der Spielfilm Suffragette (GB, 2016) thematisiert die Anfänge der Frauenbewegung in Großbritannien um 1912. Die "Women's Social and Political Union" machte in den Jahren nach Gründung (1903) sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam. Der Film zeigt die Geschichte mutiger Frauen, die um vieles kämpften, was heute selbstverständlich ist, wie z.B. das Wahlrecht. Im Vordergrund stehen Würde und Selbstbestimmung sowie gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Ausleihbar bei http://li.hamburg.de/medienverleih/. Filmpädagogisches Begleitmaterial unter https://www.kinofenster.de/download/suffragette-taten-statt-worte-fh1-pdf

DIE GÖTTLICHE ORDNUNG (Schweiz, 2017, FSK 6, Altersempfehlung 14 J.)
Das Drama Die Göttliche Ordnung handelt von der jungen Hausfrau und Mutter Nora, die mit ihrer Familie in einem kleinen Schweizer Dorf lebt. In dieser Schweizer Idylle ist Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre nur sehr wenig von den sozialen Umwälzungen auf der Welt zu spüren, die sich seit der 68er-Bewegung ereignete. Vielmehr ist man dort der festen Auffassung, Emanzipation sei ein Fluch, eine Sünde der Natur und schlichtweg gegen die göttliche Ordnung. Noras Widerstand erwacht, als ihr Wunsch wieder zu arbeiten, von ihrem Mann verweigert wurde. Sie beginnt feministische Literatur zu lesen, ihr äußeres Erscheinungsbild zu ändern und besucht mit anderen Dorffrauen einen Workshop über den eigenen Körper. Als sie sich, öffentlich und kämpferisch, für das Stimmrecht der Frauen in der Schweiz einsetzt und zu einem Streik aufruft, gerät der Dorf- und Familienfrieden stark ins Wanken. Auszuleihen beim Medienverleih des LI http://li.hamburg.de/medienverleih/ Unterrichtsmaterial zum Film finden Sie hier: https://allemand.discip.ac-caen.fr/IMG/pdf/kks_die_goettliche_ordnung_inhalt.pdf


Berufsorientierung und Schule

 

LogoGirls` Day 2016

Der Girls' Day  – Zukunftstag

findet einmal jährlich bundesweite statt und ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Als gemeinsame Initiative von Bund, Gewerkschaftsbund und den unterschiedlichen Arbeitgebern in Industrie, Wissenschaft  und Handwerk wurde er 2001 ins Leben gerufen.

An diesem Tag können sich Mädchen über Arbeitsfelder informieren,  die sie bei der Berufswahl häufig nicht in Betracht ziehen, da sie als typische Männerberufe gelten. Es gibt z. B. in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften vielfältige Tätigkeiten, die auch Mädchen ausüben können.
Der nächste Girls‘ Day findet am 28. März 2019 statt.
Weitere Informationen (u.a. regionalspezifische Informationen und Unterrichtsmaterial) bzw. Literaturhinweise
Info unter: www.girls-day-hh.de und www.girls-day.de

Equal Pay Day

Kurzfilm
Der seit  10 Jahren stattfindende  „Equal Pay Day 2017“ bot Anlass für den Kurzfilm über Chancengleichheit und gleiches Gehalt für Frauen. Kommentare von Arbeitnehmerinnen und Politikerinnen beschreiben die Situation und die noch anzustrebenden Ziele, zu denen auch die Berufswahl von Mädchen gehört. Zu finden unter www.girls-day.de Dies ist der Link zur Internetseite des Equal Pay Day www.equalpayday.de

Mädchenwirtschaft – eine Berufsrallye in Hamburg

Die Mädchenwirtschaft ist eine mehrtägige Aktionsveranstaltung zur Berufsorientierung von Schülerinnen der Stadtteilschulen aus den Jahrgängen 7 und 8. Ziel dieses Angebotes ist die Erweiterung des Berufswahlspektrums der Mädchen. Mit Kapazitäten für mehr als 1000 Schülerinnen werden hier über 30 Berufe aus dem Handwerk anschaulich präsentiert und praktisch erprobt. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung der Handwerkskammer Hamburg, der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Hamburg,  den Dollen Deerns e.V., dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt Nordkirche, sowie verschiedener Innungen, Betriebe und Institutionen. Interessierten Lehrkräften ist die frühzeitige Anmeldung dringend angeraten. Die nächste Mädchenwirtschaft ist für Ende März 2019 terminiert. Für weitere Informationen: https://www.hwk-hamburg.de/presse-und-medien/ansicht/datum/2018/04/12/25-maedchenwirtschaft-eine-berufe-rallye.html?cHash=57bfc883892930770ee0732d20e9a502

 

MINT für Mädchen

Mädchen Mint Fächer 2

Bildungsserver

Unter diesem Link des Bildungsservers sind die MINT – Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aufgeführt und differenziert beschrieben. http://bildungsserver.hamburg.de/mint/

Komm mach MINT

Der „Nationale Pakt für Frauen“ ist eine Netzwerkinitiative, um Mädchen und junge Frauen für ein Studium in MINT – Berufen zu gewinnen. http://www.komm-mach-mint.de/

 

Angebote der Bundesagentur für Arbeit

Die BA veröffentlicht das Magazin “MINT for you”, welches sich an Mädchen kurz vor dem Schulabschluss wendet. Planet-Beruf/PDF/Hefte/MINT.pdf

Auf der dazugehörigen Seite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie Broschüren, Podcasts und MINT interaktiv. Dort können interessierte Mädchen u. a. einen „MINT-Test“ absolvieren. http://www.mint.arbeitsagentur.de/

MINTplattform für Mädchen

CyberMentor ist ein wissenschaftlich fundiertes E-Mentoring-Programm, mit dem Ziel, das Interesse und die Beteiligung von Mädchen am MINT-Bereich zu steigern. Bis zu 800 Schülerinnen der Jahrgänge 5-12 werden ein Jahr lang von einer persönlichen Mentorin begleitet. Die Mentees erhalten eine persönliche, beruflich in MINT tätige oder sich im Studium befindende, Mentorin, mit der sie sich regelmäßig über Informationen zu wissenschaftlichen Inhalten, Karrierechancen, geeigneten Online-Ressourcen u.a. austauschen. Eine Internet-Community bietet den Teilnehmerinnen Gelegenheit, ein Netzwerk mit anderen MINT-interessierten Mädchen und Frauen aufzubauen. Weitere Infos gibt es unter https://www.cybermentor.de/ und hier geht es zur Anmeldung für Schülerinnen: https://www.cybermentor.de/index.php/anmeldung-me

MINTforum

Das MINTforum Hamburg bündelt über 50 Hamburger MINT-Initiativen, Projekte und außerschulische Lernorte und vernetzt die Akteure aus Schule, Hochschule, Behörden, Unternehmen und Stiftungen. Unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterrollen zielt es darauf, die MINT-Angebote in Hamburg bekannt zu machen, das Lernen in den MINT-Fächern zu fördern und die Schülerinnen und Schüler ab Kita-Alter bis zur Studien- und Berufswahl für  Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Infos unter http://mintforum.de/

mint: pink

Die Hamburger Initiative für Naturwissenschaft und Technik NAT möchte den Anteil von jungen Frauen in MINT-Studiengängen und Berufen erhöhen. Dazu wurde 2013 das Programm mint:pink entwickelt. Das Projekt begleitet Mädchen von der Mittelstufe bis zum Abitur und wird mit über 50 Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Schule und Forschung umgesetzt. Für weitere Informationen: http://www.mintpink.de/

 

Bedeutende Frauen als Vorbilder

Die Mütter des Grundgesetzes

Vier Frauen haben 1949 entscheidend zur Entstehung des deutschen Grundgesetzes und zur Gleichstellung der Frauen in der Verfassung beigetragen. Ihre Arbeit im Parlamentarischen Rat, der die Gesetzesartikel des neuen Grundgesetzes ausarbeiten und formulieren sollte, führte zu Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes, in dem es heißt: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“. In dieser Broschüre  werden die Lebensbilder der Politikerinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel gezeigt. Die zur Broschüre gehörende Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, die an die Gemeinden der Preisträgerinnen des Helene-Weber-Preises und andere Interessierte ausgeliehen wird.
Broschüre "Mütter des Grundgesetzes"

Bedeutende Hamburgerinnen

Interessierte finden unter http://www.hamburg.de/frauenbiografien/  eine Bandbreite an bedeutenden Frauenfiguren, die zu Lebzeiten in der Hansestadt gewirkt bzw. gewohnt und Spuren hinterlassen haben. Seit kurzem gibt es zu dem Link eine passende  App (unter „Hamburger Frauenbiografien“) der Landeszentrale für politische Bildung mit der man anhand von Namen, Straßen oder Stadtteilen auf Spurensuche gehen kann. Präsentiert werden außerdem Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

 

Unterstützungsangebote und Weiterführendes

Projekt Mädchenarbeit

Das Projekt Maedchenarbeit.de von socialnet.de richtet sich an weibliche Jugendliche und weist auf seiner Internetseite auf die unterschiedlichen Aspekte der Mädchenarbeit hin. Pädagog_innen können über ihre Praxiserfahrungen berichten, sich jedoch auch methodische Anregungen holen. Außerdem wird ein Überblick über die wichtigste Literatur gegeben.
Maedchenarbeit.de

LandesArbeitsGemeinschaft Mädchenpolitik Hamburg e.V.

Die LAG ist ein Zusammenschluss von Fachfrauen, Einrichtungen, Projekten und regionalen Arbeitskreisen zur Arbeit mit Mädchen. Ziel der LAG ist es, Interessen von Mädchen und jungen Frauen in den Feldern der Jugendhilfe, Schule, Ausbildung und Arbeit sowie in Kultur und Gesellschaft zu vertreten. In den bezirklichen Jugendhilfeausschüssen und vielen Vernetzung- und Kooperationsgremien wird mädchenpolitische Gremien- und Lobbyarbeit durch Vertretungen geleistet. LAG Mädchenpolitik-Hamburg

Dolle Deerns

Der im Jahr 1983 gegründete Verein zur Förderung feministischer Mädchenarbeit - Dolle Deerns e.V. - setzt sich für die Förderung und Unterstützung von Mädchen ein, um deren Benachteiligung entgegenzuwirken.
www.dolledeerns.de