01.04.2011: Nachhaltigkeit statt Trends und Moden

Nachhaltigkeit statt Trends und Moden - Arbeitsauftakt des neuen LI-Direktors

Überdauernde institutionelle Formen für Bildung kreieren und kurzlebige Trends und Moden vermeiden, mit dieser programmatischen Aussage begrüßte am 31. März der neue Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), Prof. Dr. Josef Keuffer seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Senator der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), Ties Rabe, hieß den neuen LI-Chef ebenfalls in einer Rede willkommen. Mit Staatsrat Dr. Michael Voges und Amtsleiter Norbert Rosenboom überreichten weitere Behördenvertreter Glückwünsche für die neue Leitungstätigkeit.

Bildungssenator Ties Rabe und LI-Direktor Prof. Dr. Josef Keuffer"Lehrerbildung und Schulentwicklung lassen sich nicht ohne eine normative Bestimmung von Bildung gestalten", sagte Prof. Dr. Keuffer in seiner Begrüßungsrede in der mit 250 Gästen vollbesetzten Aula des Landesinstituts. Und weiter führte er aus: "In Fragen von Bildung und Erziehung sind für mich die Begriffe Gerechtigkeit, Achtsamkeit und Anerkennung zentral."

LI-Struktur- und Entwicklungsplan 2012-2020

Aus dieser Grundorientierung und den politischen Schwerpunkten der neuen Senats, die Senator Ties Rabe in seinem Willkommensgruß erläutert hatte, leitete Prof. Keuffer die von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Spannung erwarteten "konkreten Schritte zur Weiterentwicklung des LI" ab.

Weil er überdauernde institutionelle Formen für Bildung kreieren und kurzlebige Trends und Moden vermeiden wolle, möchte Prof. Dr. Keuffer für das Landesinstitut "einen langfristig angelegten Struktur- und Entwicklungsplan für einen Zeitraum von 2012 bis 2020" entwickeln. Die Basis dafür solle ein Peer-Review-Verfahren bilden, das bereits in diesem Jahr starten soll. Dazu werden verschiedene angesehene Experten das LI besuchen und begutachten.

Darüber hinaus möchte er die Zusammenarbeit mit den "Nachbarinstitutionen" des LI wie dem Institut für Bildungsmonitoring (IfBM) und den Hochschulen verbessern. Denn: "Heterogenität und Bildung, Gesundheit – Widerstandsfähigkeit und Veränderung sowie kognitive Entwicklungsneurowissenschaft, dies sind Schwerpunkte der universitären Forschung in Hamburg. Diese Themenbereiche sollten auch in die Arbeit des Landesinstituts eingehen."
"Man soll die Feste feiern wie sie fallen", schloss Prof. Keuffer und verabschiedete seine Gäste mit Live-Musik der Schülercombo der Julius-Leber-Schule "Heiße Hörner" in Richtung Buffet.  

Autor: