9.11.2015: Zeitzeugen berichten im LI

09.11.2015 - 77 Jahre nach dem Novemberpogrom
200 Schülerinnen und Schüler aus neun Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen trafen in der Aula des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung auf Zeitzeugen der Novemberpogromnacht 1938. Die Begegnung mit Frau von der Walde und Frau Weiß war für Schüler und Lehrer nicht nur ein Rückblick, sondern auch Anlass für eine Diskussion um aktuelle politische Fragen.

9.11.2015: Zeitzeugen berichten im LI

vergrößern Zeitzeugen berichten Auf dem Podium (v.r.): Frau von der Walde, Frau Kerth, Frau Weiß (Bild: Helge Schröder) Am 9. November 2015 kamen mehr als 200 Schülerinnen und Schüler aus neun Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen in der Aula des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung zusammen.

Genau 77 Jahre nach dem Novemberpogrom vom 9.11.1938 hörten Schüler und Lehrer mit Frau von der Walde und Frau Weiß zwei Zeitzeugen zu, die von der Geschichte ihrer Familien, des jüdischen Lebens und der langen Geschichte der Roma und Sinti erzählten und unermüdlich und offen viele Fragen beantworteten. Erstmals wurde gemeinsam der Verfolgung jüdischer Bürger und der Sinti und Roma gedacht.

Der Blick richtete sich dabei nicht nur auf die Jahre der nationalsozialistischen Verbrechen, sondern reichte über das Leben in Deutschland nach 1945 bis in die Gegenwart. Hier standen Fragen zu Menschen- und Minderheitenrechten, Flucht und Asyl sowie politischer Radikalisierung im Mittelpunkt.   


Kontakt:

Dr. Helge Schröder
Arbeitsbereich Gesellschaftswissenschaften, Geschichte und PGW
Tel. 428842-565
E-Mail: helge.schroeder@li-hamburg.de