272 neue Referendare starten in den Schuldienst

Für Hamburgs neue Referendarinnen und Referendare beginnt der "Ernst des Lebens" - wieder einmal: 272 Nachwuchspädagoginnen und -Pädagogen treten am 1. Februar ihren Dienst an. Die Lehrkräfte in der Ausbildung - so die offizielle Bezeichnung - werden in den kommenden 18 Monaten im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und in den Schulen ausgebildet.

272 neue Referendare starten in den Schuldienst

Referendare im LandesinstitutBesonders hoch lag diesmal die Bewerberzahl für das Lehramt an Sonderschulen: Diese stieg von 89 im Vorjahr auf 120 Bewerber, von denen ein Drittel eingestellt werden konnte.

Auch insgesamt ist die Anzahl der Bewerbungen deutlich angestiegen, denn in Hamburg bewerben sich zahlreiche Lehramtsstudenten aus dem ganzen Bundesgebiet. Hatten sich zum 1. August 2013 noch 1.542 junge Menschen für den Schuldienst in der Hansestadt beworben, waren es zum 1. Februar 2014 bereits 1.711.

Die neuen Lehrkräfte werden in allen Schulformen im Einsatz sein: In der Primarstufe und Sekundarstufe I sind es 91, an Gymnasien 77, an beruflichen Schulen 64, weitere 40 starten ins Lehramt Sonderschulen/Sonderpädagogik.

In drei Jahren 1100 zusätzliche Stellen

Hamburg hat in den letzten Jahren enorm viele Lehrkräfte eingestellt. Zum 1. August 2013 wurden an den staatlichen allgemeinen und berufsbildenden Schulen 15.245 Lehrerstellen zugewiesen, das sind rund 1.100 Stellen mehr als noch drei Jahre zuvor (2010: 14.159). Der Personalzuwachs von 7,7 Prozent seit 2010 kommt vor allem dem Ausbau der Ganztagsschulen, der Verbesserung der Inklusion, der Förderung des Übergangs Schule-Beruf sowie der Verkleinerung der Schulklassen zugute. Auch das Schüler-Lehrer-Verhältnis hat sich deutlich verbessert: Insgesamt haben die allgemeinen Schulen rechnerisch auf 11,7 Schüler einen Pädagogen (12,6:1 im Jahr 2010).

Am meisten haben die Grund- und Stadtteilschulen von der Personalaufstockung profitiert. An den Grundschulen ist das Zahlenverhältnis zwischen Schülern und Lehrern von 13,4:1 (2010) auf 11,8:1 (2013) gesunken, an den Stadtteilschulen von 12,4:1 (2010) auf 11,1:1 (2013). Im Vergleich zum Schuljahr 2010 ist das - bezogen auf dieselbe Schülerzahl - ein Personalzuwachs von 13 Prozent an den Grundschulen und 11,5 Prozent an den Stadtteilschulen.