Modellprojekt Begabungspiloten

Modellprojekt schulische Begabtenförderung, Beratungsstelle besondere Begabungen, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Das Projekt „Begabungspiloten“ startet in seine erste Phase!

12 Hamburger Schulen starteten am 1. November 2017 mit einer Auftaktveranstaltung am Landesinstitut in die erste Phase eines Modellprojekts, das insgesamt auf 10 Jahre angelegt ist.

Die sechs Grundschulen sowie jeweils drei Stadtteilschulen und Gymnasien setzen damit die bundesweite Initiative „Förderung leistungsstarker und potentiell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ für Hamburg um. Sie entwickeln das Leitbild einer leistungs- und begabungsförderlichen Schulkultur weiter, fördern besonders begabte Schülerinnen und Schüler individuell im Unterricht und verbessern kontinuierlich ihr schulinternes Beratungsangebot. Das Projekt startet zunächst mit der Einrichtung besonderer außerunterrichtlicher Enrichmentangebote an den teilnehmenden Schulen. Mit Unterstützung der Claussen-Simon-Stiftung konnten außerschulische Experten gewonnen werden, die mit Schülerinnen und Schülern in fächerübergreifenden, vertiefenden Projekten arbeiten werden. Die Angebote greifen unter anderem Themen wie Architektur & Raumgestaltung, Fotografie & Biologie, Physik & Bionik, Tanzplatz der Wörter und Journalistisches Arbeiten auf.

Bei der Umsetzung des Projektes werden die Schulen von der Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB), der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) sowie durch einen bundesweit tätigen Forschungsverbund unterstützt. Die Schulen wurden nach einem intensiven Auswahlprozess aus 41 Bewerbern ausgewählt. Sie sollen langfristig als Kompetenzzentren umliegenden Hamburger Schulen beratend zur Verfügung stehen und ihre Expertise weitergeben können.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung hielt Frau Dr. Silvia Greiten von der Universität Wuppertal einen Einführungsvortrag zum Thema „Das Drehtürmodell in der schulischen Begabtenförderung“. Der Vortag veranschaulichte unterschiedliche Möglichkeiten, Enrichmentangebote schulspezifisch umzusetzen, z.B. durch doppeltes Sprachenlernen oder eigenständiges Forschen. Frau Dr. Greiten ermutigte die Lehrkräfte, bei der Auswahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nicht nur die Leistungsspitze zu berücksichtigen, da sich besondere Begabungen und Interessen nicht immer in guten Schulnoten widerspiegelten. Insbesondere für Underachiever seien außerunterrichtliche Lernsettings eine motivierende Chance.

Zudem gründete sich in der Auftaktveranstaltung eine Projektgruppe mit jeweils einer Fachkraft für Begabtenförderung bzw. Multiplikatorin für Begabtenförderung pro teilnehmende Schule, welche die Umsetzung des Projekts „Begabungspiloten“ begleiten und mitgestalten werden. Die anwesenden Schulleitungen und Lehrkräfte nutzten die Auftaktveranstaltung auch, um erste Kontakte zu knüpfen und sich über bestehende Angebote an den einzelnen Schulen auszutauschen.

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» Anlage zur Presseerklärung

Bei Fragen zum Bewerbungsverfahren
Dr. Mark Hamprecht
Behörde für Schule und Berufsbildung, B5 - G2
Tel. 040-42863-3375
mark.hamprecht@bsb.hamburg.de

Bei inhaltlichen Fragen zu dem Projekt
Angela Kling
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, LIF 26
Beratungsstelle besondere Begabungen
Tel. 428 842 207
Angela.Kling@li-hamburg.de

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