Hamburgs beste Schulsanitäter kommen aus Eppendorf

30.06.2015 - Beim 9. Hamburger Wettbewerb der Schulsanitätsdienste gewinnen das Gymnasium Eppendorf und Stadtteilschule Winterhude den ersten Preis. "Schule muss ein sicherer Ort sein, damit Schülerinnen und Schüler dort gut lernen können. Dazu tragen die Schulsanitätsdienste bei", sagte Beate Proll, Leiterin der Abteilung "Beratung - Vielfalt, Gesundheit und Prävention" am LI bei der Preisverleihung.


Hamburgs beste Schulsanitäter - Wettbewerb 2015

vergrößern Hamburgs beste Schulsanitäter vom Gymnasium_Eppendorf - Gruppenbild Fred Babel, Präventionsexperte für Schulen bei der Unfallkasse  Nord (links) mit den preisgekrönten Schulsanitäterinnen und -Sanitätern vom Gymnasium Eppendorf und LI-Abteilungsleiterin Beate Proll (ganz rechts) (Bild: Unfallkasse Nord, Lilian Meyer) Der Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Eppendorf hilft verletzten Mitschülern am besten. Für ihre kompetente und schnelle Erste Hilfe in der Schule wurde das fünf-köpfige Schülerteam heute mit dem ersten Preis im Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste (SSD) ausgezeichnet. Bestes Team an den Stadtteilschulen wurden die Juniorsanitäter der Stadtteilschule Winterhude. Beide Mannschaften freuen sich über 300 Euro Preisgeld, die sie in ihren Sanitätsdienst investieren.

Den 2. Platz gewannen das Gymnasium Meiendorf und die Wichern-Schule bei den Stadtteilschulen. Beide erhielten 200 Euro für die Teamkasse. Je zwei 3. Plätze (100 Euro) gingen an die Sophie-Barat-Schule (Gymnasium) und die Stadtteilschule Lohbrügge.


Täuschend echt geschminkte Verletzte

Beim 9. Hamburger Wettbewerb der Schulsanitätsdienste traten Teams aus 26 weiterführenden Schulen gegeneinander an. An zwölf Stationen mussten die jungen Sanitäter täuschend echt geschminkte Verletzte versorgen. Darunter eine Schülerin mit einer Schnittwunde am Hals, drei Opfer mit Tränengasreizung und ein Schüler mit einem gebrochenen Unterschenkel. Alle Unfälle sind tatsächlich an Schulen passiert.

Die Nachwuchs-Sanitäter wurden von Beate Proll, Leiterin der Abteilung "Beratung - Vielfalt, Gesundheit und Prävention" am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
der Behörde für Schule und Berufsbildung, und Fred Babel, Präventionsexperte für Schulen bei der Unfallkasse (UK) Nord mit Urkunden ausgezeichnet. "Schule muss ein sicherer Ort
sein, damit Schülerinnen und Schüler dort gut lernen können. Dazu tragen die Schulsanitätsdienste bei", sagte Beate Proll bei der Preisverleihung. Fred Babel lobte die jungen Sanitätskräfte: "Die Schulsanitäter leisten einen wertvollen Beitrag zur
Rettungskette. Durch ihre kompetente Erstversorgung wird manche gravierende Unfallfolge gemildert."


Jeder Schulunfall muss angezeigt werden

2014 verunglückten rund 24.000 Hamburger Schülerinnen und Schüler beim Schulbesuch. Ganz gleich, ob ein Schüler in der Sportstunde mit dem Fuß umknickt, sich beim Kunstunterricht in den Finger schneidet oder beim "Kippeln" mit dem Stuhl umfällt: Die Schule muss jeden Schulunfall, bei dem ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wurde, der UK Nord anzeigen. Hier sind die 250.000 Hamburger Schülerinnen und Schüler gesetzlich versichert.

Schulsanitätsdienste gibt es an knapp 60 Hamburger Schulen. Sie versorgen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei Unfällen in der Schule, auf dem Pausenhof, bei Schul- und Sportfesten. Die UK Nord unterstützt die Einrichtung von Schulsanitätsdiensten mit einer Anschubfinanzierung von 150 Euro, die Ausbildung übernehmen die Hilfeleistungsorganisationen.

Der Wettbewerb Hamburger Schulsanitätsdienste wird vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, der UK Nord, der Johanniter-Jugend, dem Arbeiter-Samariter-Bund,
der Malteser Jugend und dem Jugendrotkreuz ausgerichtet.

Pressekontakt
Lilian Meyer
Unfallkasse Nord, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
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