Gelingende Integration durch Bildung: Schulen bekommen Unterrichtsmaterial und Fortbildungen

Schulsenator Rabe dankt Schulleitungen, Lehrkräften, pädagogischem und nicht pädagogischem Personal für ihr großes Engagement

02.03.2016 - Unter der Überschrift „Miteinander leben – Grundrechte vertreten – Gesellschaft gestalten“ hat die Schulbehörde Materialien entwickeln lassen, um Schulen, Lehrkräfte und alle Interessierten beim Unterricht von geflüchteten Kindern und Jugendlichen gezielt zu unterstützen. Mit konkreten Beispielen für die tägliche Unterrichtspraxis werden das Zusammenleben und das gesellschaftliche Miteinander unseres Landes erlern- und erlebbar gemacht. Entsprechende Materialordner werden nach den Frühjahrsferien allen Schulen zugehen. Bereits jetzt stehen die ersten Materialien zum Download für den Unterricht zur Verfügung.

Landesinstitut, Hamburger Umweltschulen, Preisverleihung, Auszeichnung international

vergrößern Cover des Materialordners Wertebildung: Miteinander leben – Grundrechte vertreten – Gesellschaft gestalten (Bild: LI Hamburg, fotolia.com,Trueffelpix) Schulsenator Ties Rabe in einem heute an alle Schulen versandten Senatorenbrief: "In Hamburg wie in ganz Deutschland stehen wir derzeit vor großen Herausforderungen. Sehr viele Menschen fliehen aus Krisengebieten und suchen Schutz in Europa. Mittlerweile leben weit über 30.000 Flüchtlinge dauerhaft in Hamburg. Auch in diesem Jahr müssen wir nach bisherigen Erkenntnissen von Flüchtlingszahlen in gleicher Größenordnung ausgehen. Schlüssel zur Integration der Flüchtlinge in unserer Gesellschaft sind Sprache und Bildung. Ich freue mich sehr darüber, mit welchem großen Engagement Schulleitungen, Lehrkräfte, pädagogisches und nicht pädagogisches Personal an den Schulen diese wichtige Aufgabe der Integration durch Bildung angenommen haben. Bei zahlreichen Schulbesuchen habe ich einen sehr persönlichen Eindruck von dieser Arbeit bekommen. Ich bin sicher: Das ist der richtige Weg zur Integration."

Hamburgs Schulen können sich dabei auf ihre guten Erfahrungen und Kompetenzen stützen: Fast die Hälfte unserer Schülerinnen und Schüler hat Migrationshintergrund, mehr als in jedem anderen Bundesland. Und gerade unter diesen besonderen Rahmenbedingungen gelingt es den Schulgemeinschaften jeden Tag, gute Bildung und soziales Miteinander in den Schulen zu verbinden und jungen Menschen den Weg in Studium, Beruf und Leben zu ebnen.

Vermittlung gesellschaftlicher Orientierung und Werte im Fokus

Senator Rabe: „Die Schulbehörde unterstützt die Lehrkräfte bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe. Mehrere Hundert Lehrkräfte und Sozialpädagogen sind bislang eingestellt worden, um Kinder und Jugendliche aus den Flüchtlingsunterkünften gut zu unterrichten, weitere werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Fachleute aus dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) haben vielfältige Unterrichtsmaterialien und Fortbildungsmodule entwickelt. Dabei geht es in erster Linie um Sprachunterricht und Lebensorientierung. Beides gehört untrennbar zusammen, wenn Integration gelingen soll. Unsere Gesellschaft gründet auf der Gleichberechtigung von Mann und Frau, auf religiöser Toleranz, auf Glaubens- und Meinungsfreiheit, auf Solidarität, Gewaltlosigkeit und dem politischen Diskurs einer gelebten Demokratie. Die Vermittlung gesellschaftlicher Orientierung und Werte ist Teil eines gelungenen Integrationsprozesses.“

Unter der Überschrift „Miteinander leben – Grundrechte vertreten – Gesellschaft gestalten“ hat das Landesinstitut deshalb ein Konzept mit Materialien entwickelt, um Schulen, Lehrkräfte und alle Interessierten beim Unterricht von geflüchteten Kindern und Jugendlichen gezielt zu unterstützen. Die Materialordner werden nach den Frühjahrsferien allen Schulen zugehen, bereits jetzt stehen die ersten Materialien unter www.li.hamburg.de/wertebildung für den Unterricht zur Verfügung.

Senator Rabe: "Die Schulen, die Kollegien und alle an Schule Beteiligten haben sich in den letzten Monaten mit großem Engagement der Aufgabe angenommen, die zu uns geflüchteten Kinder und Jugendlichen aufzunehmen und ihnen Bildungswege und damit Wege zur Integration in unsere Gesellschaft zu eröffnen. Dafür möchte ich den Schulen meine ausdrückliche Anerkennung und meinen Dank aussprechen. Gleichzeitig möchte ich die Schulgemeinschaften bitten, in diesen Anstrengungen nicht nachzulassen und die zur Verfügung gestellten Materialien zur Sprachvermittlung und zur Lebensorientierung in Ihren Unterricht einzubeziehen."

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