Natur im Glas: Schüler fotografieren den Klimawandel

650 Schüler machten mit, 500 Beiträge zur Auswahl – die besten wurden prämiert: Ausstellung in der Umweltbehörde geplant

Wildblumen gibt es nur noch im Glas im Museum zu sehen, Eisbären versinken im Wasser, bunte Fische verwandeln sich in verbeulte Getränkedosen: So sehen Hamburger Schülerinnen und Schüler die Folgen des Klimawandels im Jahr 2050. Und das haben die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen eines vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) durchgeführten Fotowettbewerbes künstlerisch ausgesprochen spannend und vielfältig umgesetzt. Heute hat der Schirmherr des Fotowettbewerbes Fotoklima, Umweltsenator Jens Kerstan, in der Aula des LI die besten Arbeiten mit Bildungspreisen auszeichnet.


Natur im Glas: Hamburger Schülerinnen und Schüler fotografieren den Klimawandel

vergrößern Gewinnerfoto: Die letzten ihrer Art - Pflanzen im Glas (Bild: Thomas Wotzka, Nick Buckhorn) Vielen Bildern sieht man die Sorgen der Schülerinnen und Schüler um die Folgen der globale Erderwärmung , aber auch die Freude und das Engagement, das die Schülerinnen und Schüler bei der Recherche – und Fotoarbeit hatten, schon auf den ersten Blick an.

Umweltsenator Jens Kerstan: „Gut, dass etliche junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich formuliert haben, wie interessant und spannend sie diese Art der kreativen Befassung mit dem Klimawandel fanden. Wenn Klimaschutz zu etwas wird, das aufrüttelt und zum Handeln einlädt, dann ist schon sehr viel erreicht: Denn für die Aufgaben, die uns im Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels bevor stehen, brauchen wir viele motivierte junge Menschen ...“

Auch André Lützen, renommierter Hamburger Fotograf von den Deichtorhallen und Sprecher der Jury, ist begeistert von den eingereichten Fotos: „Ich bin von der großen Themenvielfalt der eingereichten Beiträge zum Klimawandel überrascht und beeindruckt. Es sind technisch und konzeptionell sehr gute und originelle Arbeiten darunter.“

Bildergalerie Preisträger Fotoklima 2016

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Die Jury hat sich für zwei erste Preise entschieden: Melina Hagen (18), Kl. 12 von der Stadtteilschule Blankenese überzeugte mit ihrem Beitrag „Die Welt ist kein Spielplatz“ und das Schülerteam Thomas Wotzka (16) und Nick Buckhorn (17), Kl. 10 vom Goethe Gymnasium mit „Die letzten ihrer Art“. Melina erklärt zu ihrer prämierten Fotoserie „Ich überlegte mir eine zentrale Aussage, die sich, wie in einer Kampagne, beispielhaft durch eine Fotoserie ziehen sollte. Der Klimawandel zeigt sich in der Form der globalen Erwärmung mit ihren Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen. In jedem Kampagnenbild sollte ein Tier durch die veränderte Landschaft zu Schaden kommen.“

Wettbewerb mit pädagogischem und künstlerischem Programm

Im Herbst 2016 hatte das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) Hamburgs Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, sich in einem Fotowettbewerb mit den Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit auseinanderzusetzen. Prof. Keuffer, Direktor des LI, „Wir wollten jungen Menschen einen Impuls geben, sich mit dem Klimawandel zu beschäftigen und ihre Erkenntnisse, Meinungen und Haltungen in eine Bildbotschaft zu bringen. So steckt hinter allen Fotobeiträgen ein weitreichender Bildungsprozess. Veränderung im Handeln beginnt zunächst in der Erkenntnis ihrer Notwendigkeit, d.h. durch Wissen und Bildung.“


Begleitet und beraten wurden die interessierten Schulen durch das LI mit Beratung, Unterrichtsmaterialien, Lehrerfortbildung und Schülerworkshops zur Klimagerechtigkeit, zum Klimaschutz, Klimawandel und zur Fotografie.

Die Resonanz war überwältigend: Rund 650 Schülerinnen und Schüler haben sich beteiligt und fast 500 Wettbewerbsbeiträge eingereicht.
Auf die Gewinnerinnen und Gewinner warten wertvolle gestiftete Bildungspreise, wie mehrtägige Fotoexkursionen an die Nordsee mit Klima- und Fotoexperten (gestiftet von der
Hanns R. Neumann-Stiftung) und Fotoworkshops in Hamburg (gestiftet von der Hamburger Klimaschutzstiftung und der GLS Bank Hamburg). Als Sonderpreise werden die
Multivisionshow „ReDuse“ (eine davon gestiftet von der Stadtreinigung Hamburg) und eine Windradbegehung (Hamburg Energie) vergeben.


Zur Jury gehörten: André Lützen (Deichtorhallen, Fotograf/Juryvorsitz), Frank Böttcher (Institut für Wetter- und Klima-kommunikation), Jörg Gensel (LI, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation), Andreas Giese (LI, Abteilungsleitung Fortbildung), Gerd Gröschner (Hanns R. Neumann Stiftung, Vorstandsmitglied), Holger Lange (Stadtreinigung Hamburg,
Geschäftsführung), Cordula Vieth (LI, Referatsleitung Umwelterziehung und Klimaschutz).
Gefördert: mit Mitteln aus dem Masterplan Klimaschutz, Behörde für Umwelt und Energie Partner: Hamburger Klimaschutzstiftung, Deichtorhallen Hamburg, Klimabotschafter e. V: Förderer der Bildungspreise: Hanns R. Neumann-Stiftung, Hamburger Klimaschutzstiftung,
Stadtreinigung Hamburg, Hamburg ENERGIE, GLS Bank, IPS – Fototechnik


Die Siegerfotos dürfen nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung für die Preisverleihung abgedruckt werden. Die beiden ersten Preise finden Sie hier zum Download sowie eine Übersicht aller Preisträgerinnen und Preisträger.

Pressekontakt

Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung,
Referatsleitung Umwelterziehung Klimaschutz
Cordula Vieth, Tel. (040) 428842-340
E-Mail: cordula.vieth@li-hamburg.de

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