Hamburger Fachtag zur interkulturellen Öffnung von Schule

Vielfalt in Zeiten von Flucht und Migration

Fachtag, Interkulturelle Erziehung, LI Hamburg


26. September 2016. Zum Auftakt der dritten Staffel der Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination kamen auf Einladung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. am vergangenen Freitag rund 200 Lehrkräfte und schulische Multiplikatoren zum Fachtag „Ankommen und Teilhaben – Interkulturelle Öffnung von Schule in Zeiten von Flucht und Migration“.

2016 Fachtag Interkulturelle Öffnung an SchulenDieser bildete gleichzeitig den festlichen Rahmen anlässlich des
zehnjährigen Bestehens der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung (BIE).
Rainer Schulz, Geschäftsführer des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung, begrüßte im Namen des Schulsenators die Gäste.
„Geflüchtete Kinder und Jugendliche gut zu unterrichten, war schon
eine anspruchsvolle Aufgabe, als die Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung vor zehn Jahren gegründet worden ist. Heute in Zeiten enormer Flüchtlingsbewegungen auf der ganzen Welt sind die Herausforderungen nicht kleiner geworden“, erklärte Schulz. „An vielen Schulen engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, das Schulpersonal bis hin zu den Schulleitungen in beispielhafter
Weise für diese Aufgabe und setzen damit gemeinsam ein Zeichen für die Weltoffenheit und Integrationskraft unserer Stadt“, lobte er das Engagement zur interkulturellen Öffnung.

Die Stadt Hamburg habe im vergangenen Schuljahr die Anzahl der Schulplätze für Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund mit 7.861 mehr als verdoppelt.
Eine erfolgreiche Maßnahme zur Integration von neuzugewanderten Kindern und Jugendlichen ist die Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination. Sie versetzt Lehrkräfte in die Lage, ihre Schule in interkulturellen Fragen zu beraten und gleichzeitig Prozesse für mehr Bildungsgerechtigkeit zu initiieren.

„Die bisher ausgebildeten Interkulturellen Koordinationen haben die Elternkooperation ihrer Schule verbessert, die Vernetzung im Stadtteil ausgebaut und Unterrichtsmaterialien auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet“, so Regine Hartung, Leiterin der BIE, anlässlich des Starts
der dritten Qualifizierungsstaffel. „Wer mit interkultureller Kompetenz eine vertrauensvolle Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern aufbauen kann und ihre Potenziale sieht, fördert Lernprozesse in Schulklassen mit Geflüchteten“, ergänzte Dr. Rita Panesar, Referentin der KWB e. V./BQM Beratung Qualifizierung Migration, die gemeinsam mit Hartung die Qualifizierungsmaßnahme leitet.

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