Roma und Sinti: Bildungsberater an Hamburger Schulen

22.04.2015 - 2011 wurden in einem eigens entwickelten Fortbildungsangebot 14 Hamburger Roma und Sinti im Landesinstitut zu „Bildungsberaterinnen und Bildungsberatern“ qualifiziert. Die 32-seitige Publikation bildet eine Bestandsaufnahme der Arbeit an zurzeit 16 Schulen aus Sicht der Bildungsberaterinnen und Bildungsberater sowie der Schulleitungen.

Roma und Sinti: Bildungsberater an Hamburger Schulen - eine Bestandsaufnahme

vergrößern Titelbild Broschüre Sinti und Roma - Bestandsaufnahme (Bild: Landesinstitut, Carsten Thun) 1980 gingen noch wie selbstverständlich 82% der Roma- und Sintikinder auf Förderschulen, und auch die anderen erreichten meist keinen Schulabschluss. Dies wurde als "Naturgesetz“ hingenommen.
Inzwischen erreichen Roma- und Sintimädchen wie -jungen in großer Zahl Regelschulabschlüsse. Auch beim Absentismus
hat es deutliche Verbesserungen gegeben: Schulleitungen der Schulen, an denen Bildungsberaterinnen und Bildungsberater arbeiten, erklären, Absentismus von Roma- und Sintikindern sei kein besonderes Problem mehr.

Was 1993 mit einem Rom in Hamburg begann, sind heute insgesamt 13 Roma- und Sinti-Bildungsberater und -beraterinnen an zurzeit 16 Hamburger Schulen und weiteren Roma und Sinti, die in beratenden Einrichtungen für Familien, Kinder und Jugendliche unterstützend tätig sind.


Die Kluft überbrücken

Der Gedanke, dass die emotionale und informatorische Kluft zwischen Schule und Roma und Sinti nur durch den personellen Einbezug von Roma und Sinti in die Schule überbrückt werden kann, ist in Hamburg auf fruchtbaren Boden gefallen. Die damalige Senatorin der Bildungsbehörde hatte diese Idee aufgegriffen und erste Anstellungen an Schulen ermöglicht. Die konsequente Weiterentwicklung führte dann 2011 zur Qualifizierung weiterer Bildungsberaterinnen und Bildungsberater, die heute beratend, begleitend und lehrend eine Brücke zwischen den Familien und den Schulen gebaut haben.
Um zu überprüfen, inwieweit die Arbeit der Bildungsberaterinnen und Bildungsberater in den Schulen Früchte trägt, entstand diese erste Bestandsaufnahme.

Weitere Informationen, Heftbestellung
Dr. Mareile Krause
E-Mail: mareile.krause@li-hamburg.de

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