Gewässermonitoring der Unterelbe


Handreichung Gewässermonitoring für die Oberstufe

Die Tideelbe ist der 148 Kilometer lange Elbabschnitt vor der Mündung in die Nordsee. Sie be­ginnt an der Staustufe in Geesthacht, durchfließt die Metropolregion Hamburg und mündet bei Cuxhaven ins Meer. Das Besondere: Durch den großen Mündungstrichter und den relativ starken Süßwasserzustrom hat sich im Wechsel von Ebbe und Flut ein einzigartiger Naturraum gebildet. Er bietet eine Heimat für viele Pflanzen und Tiere – Schierlings-Wasserfenchel und Wiebels Schmiele kommen weltweit nur hier vor.

vergrößern Gewässermonitoring (Bild: Institut für Hygiene und Umwelt) Zugleich ist die Tideelbe eine wichtige Wirtschaftsader für einen prosperierenden Kultur- und Wirtschaftsraum. In einem jahrhundertelangen Wechselspiel haben Landschaft, Strom und Mensch sich ge­genseitig geprägt. Eindeichungen, Sperrwerke, Hafenausbauten oder Flussvertiefungen haben die Tidedynamik der Unterelbe verändert. Besonders deutlich wird es am Tidenhub: In den letzten 100 Jahren ist er in Hamburg um etwa eineinhalb Meter angestiegen.


Bedrohter Lebensraum

Die Sedimentdynamik führt zur Verlandung von Seitenbereichen und zur Ablagerung von Sedimen­ten in der Schifffahrtsrinne der Tideelbe. Dies stellt nicht nur den Hamburger Hafen immer wieder vor auch finanzielle Herausforderungen. Auch die Lebensräume von Tieren und Pflanzen sind bedroht: Infolge der ufernahen Deichführung und massiver Ufersicherungsanlagen steht vielerorts nicht ausreichend Raum zur Verfügung, um Stand­ortdynamik zuzulassen. Sie wäre aber notwendig, um die Entwicklung von elbtypischen Arten und Lebensräumen zu fördern.

Weite Flächen sind dem Einfluss der Elbe entzogen und werden nicht mehr überflutet. Der Anteil der Flachwasserzonen - sauerstoffreiche Laich- und Rückzugsgebiete für Fische - ist stark zurückge­gangen.
Eine Trendumkehr erfordert einen Werte- und Bewusstseinswandel.

Die 70-seitige Handreichung bietet Unterrichtsmaterial für Gewässeruntersuchungen. Diese können für Exkursionen an die Elbe, an andere Hamburger Fließgewässer oder im Oberstufenunterricht in der Schule verwendet werden.
Darüber hinaus gibt die Handreichung einen Einblick in die Methoden des modernen Gewässermonitorings.

Thematisch lässt sich die Publikation dem Themenbereich „Ökologie und Nachhaltigkeit“ des aktuellen Rahmenplans der gymnasialen Oberstufe zuordnen.

Das Heft erhalten Sie im Rahmen einer Fortbildung im Landesinstitut. Sie können es aber auch direkt bestellen.


Weitere Informationen:

Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung – ZSU
Hemmingstedter Weg 142
22609 Hamburg
Telefon: 040 82 31 42 - 0
Markus Gruber
E-Mail: markus.gruber@li-hamburg.de

Offizielles Projekt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung

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