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Qualitätssiegel

 

Qualitätssiegel

Qualitätssiegel des ZSW

(LI Hamburg)

Das Qualitätssiegel „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ ist ein Zertifikat für allgemein bildende Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern.

Das Siegel wird seit 2004 verliehen, inzwischen sind 47 Hamburger Schulen ausgezeichnet worden, 39 Schulen dürfen das Siegel nach erfolgreicher Rezertifizierung weiterhin tragen.

Das Zertifizierungsverfahren beinhaltet eine schriftliche Dokumentation und ein Audit an der Schule, das durch ein Jurorenteam durchgeführt wird. Eine zertifizierte Schule muss, wenn sie das Siegel weiter führen will, nach 3 Jahren an einem Rezertifizierungsverfahren teilnehmen. Dabei geht es um die Veränderungen und Entwicklungen, die sich seit der Siegelverleihung an der Schule ergeben haben. Die Unterlagen zur Zertifizierung finden Sie unter Bewerbung.

Das Qualitätssiegel "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung" wird von einer Gemeinschaftsinitiative vergeben, der die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, die Behörde für Schule und Berufsbildung und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration angehören. 

Das Zentrum Schule & Wirtschaft am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ist geschäftsführend für die Gemeinschaftsinitiative tätig und Mitglied im Netzwerk-Berufswahlsiegel der BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT SCHULEWIRTSCHAFT.

 

Das Qualitätssiegel "Schule mir vorbildlicher Berufsorientierung" ist ein Zertifikat für Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern. Es wurde in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt und in verschiedenen Städten erprobt. In Hamburg wird das Siegel erstmals zum Sommer 2004 verliehen.Schulen entscheiden, ob sie eine Zertifizierung anstreben und eine Bewerbung abgeben wollen.
Die Verleihung geschieht durch eine Gemeinschaftsinitiative, der die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, die Behörde für Schule und Berufsbildung sowie die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration angehören. Für die Jury konnten engagierte Fachleute gewonnen werden: Vertreter der in der Gemeinschaftsinitiative zusammengeschlossenen Institutionen und Unternehmen, Eltern und Lehrkräfte.

Was soll das Siegel bewirken?Das Siegel ist ein sichtbarer Ausweis für Qualität im Feld der Berufsorientierung. Schulen, denen es zuerkannt wurde, dürfen es drei Jahre lang führen. Das kann auf den offiziellen Briefbögen der Schule, auf der schuleigenen Homepage und als Plakette an einem geeigneten schulöffentlichen Ort sein. Die Qualitätskriterien definieren Standards, die über das durch Rahmenpläne der Behörde für Bildung und Sport geforderte Niveau hinausreichen. Mit dem Siegel ausgezeichnete Schulen wirken als gutes Beispiel. Für andere Schulen können sie Anregung und Aufforderung zur Nachahmung sein. Für die Schulgemeinde beweist das Siegel die gute Arbeit des Lehrerkollegiums. Damit wirkt das Siegel imagefördernd nach außen und motivierend nach innen.

Was wird gefordert?
Die schulischen Angebote in ökonomischer Bildung und Berufsorientierung und der Aspekt der Nachhaltigkeit sollen dargestellt werden. Die Form der Darstellung ist strukturell vorgegeben und nimmt Bezug auf Qualitätskriterien, die von der Gemeinschaftsinitiative unter Beteiligung der Agentur für Arbeit Hamburg entwickelt wurden. Die Schulen bearbeiten einen Fragebogen, der sich in sechs Themenbereiche gliedert:

1. Ökonomische Bildung
Schulen beschreiben, welche ökonomischen Themen sie anbieten, ob es ein Schülerunternehmen gibt und ob eine Gruppe an einem ökonomisch orientierten Schülerwettbewerb teilnimmt. Wie in anderen Bereichen kann die Einbeziehung außerschulischer Partner eine besondere Qualität darstellen.

2. Klärung von Interessen, Stärken und Kompetenzen
In dieser Fragekategorie stellen die Schulen dar, wie die Jugendlichen darin unterstützt werden, Interessen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln, zu beobachten und zu reflektieren.
Welche Verfahren zur Kompetenzfeststellung werden eingesetzt? Wie finden Rückmeldung und Gespräch zu dem beobachteten Kompetenzprofil statt? Welche Aktivitäten vereinbaren Schule und Schüler/in, um Kompetenzen zu entwickeln und Ziele zu erreichen?

3. Praktika, Lerngelegenheiten und Bewährungssituationen außerhalb der Schule
Betriebspraktika sind „Standard“ an Hamburger Schulen. Entsprechend geht es an dieser Stelle vor allem um die Vielfalt des Angebots an einer Schule, um besondere Formen und Inhalte von Praktika im Sinne von Lernen an außerschulischen Lernorten und um bestimmte Aspekte der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung.

4. Berufserkundungen und Lebensplanung 
In Mittelpunkt stehen Fragen nach didaktisierten Lernräumen, in denen Berufe sowie Berufs- und Lebenswelten erkundet werden: Wie und wo werden berufliche Informationen gesammelt? Wie lernen die Jugendlichen unterschiedliche Berufsfelder kennen?

5. Berufswahlprozess und Übergangsplanung
Die einzelnen Angebote mit ökonomischen oder berufsorientierenden Inhalten und Methoden sind Teil eines schulischen Gesamtkonzepts „Ökonomische Bildung und Berufsorientierung“. Mit der Bewerbung soll der Zusammenhang der einzelnen Angebote dargestellt und Auskunft darüber gegeben werden, wie diese den Berufswahlprozess der Jugendlichen unterstützen.

6. Nachhaltigkeit
Es soll erkennbar werden, wie verbindlich Ökonomische Bildung und Berufsorientierung in der Schule verankert sind, wie das Erreichen angestrebter Ziele schulischen Handelns überprüft wird und welche Konsequenzen aus dieser Überprüfung gezogen werden.

Wie werden die Aussagen der Schulen bewertet?
Die Bewertung erfolgt durch ein Punktesystem. 200 Punkte sind maximal erreichbar. Sie werden nach vorgegebenen Feingewichtungen und Merkmalen vergeben. Erreicht eine Schule nach Bewertung der schriftlichen Aussagen mindestens 125 Punkte, findet eine Auditierung durch eine Jury vor Ort statt. Die abschließende Bewertung erfolgt durch die Juroren. Schulen, die mindestens 135 Punkte erreichen, erhalten das Siegel.

Auf welches Verfahren lassen sich die Schulen ein?
Wenn sich eine Schule für eine Bewerbung entscheidet, ist folgender Ablauf geplant:

  • Innerhalb des Kollegiums werden die Qualitätskriterien und die Positionierung der eigenen Schule diskutiert.
  • Die Bewerbungsunterlagen werden elektronisch bearbeitet und dem Zentrum Schule & Wirtschaft (ZSW) per Mail übersandt.
  • Das ZSW bearbeitet geschäftsführend für die Gemeinschaftsinitiative die Bewerbung.
  • Schulen mit chancenreicher Bewertung (mind. 125 Punkte) vereinbaren mit der Jury einen Termin in der Schule. Jurymitglieder befragen die Schulleitung, einzelne Lehrkräfte und Schüler zu den gemachten Aussagen.
  • Die Jury nimmt die abschließende Bewertung vor.
  • Die Siegelverleihung erfolgt in feierlichem Rahmen.
  • Nach der Zertifizierung führen Jury und ZSW ein Feedbackgespräch mit der Schule.
  • Das Siegel wird für 3 Jahre vergeben, anschließend bewerben sich die Schulen um eine Rezertifizierung.

Wer ist die Jury?
Für die Jury konnten engagierte Fachleute gewonnen werden: Vertreter der in der Gemeinschaftsinitiative zusammengeschlossenen Institutionen und Unternehmen, Eltern und Lehrkräfte. Angestrebt wird die regelmäßige Beteiligung eines Medienvertreters, um Öffentlichkeit herzustellen.

Warum sollten Schulen sich beteiligen?
Die Bewerbung um das Siegel bietet der gesamten Schulgemeinde Anlass zur Standortbestimmung. Wird der Auftrag des Schulgesetzes bestmöglich umgesetzt, berufliche Orientierung und Einführung in die Berufs- und Arbeitswelt zu leisten? Arbeitet das gesamte Kollegium fächerübergreifend und abgestimmt nach einem Konzept, das den Berufsorientierungsprozess strukturiert? Werden die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern einbezogen? Verfügt die Schule über externe Partner, die Zugänge zur Arbeitswelt vermitteln? Gibt es Zielvereinbarungen? Nicht alle Ziele sind gleichzeitig an einer Schule und von einem Lehrerkollegium erreichbar. Aber eine Schule, die sich auf den Weg macht, im Interesse der Jugendlichen Qualitätsentwicklung zu betreiben, kann nur gewinnen!

Wie ist die Perspektive?
Schulen, die das Siegel erhalten haben, können die Auszeichnung drei Jahre führen. Danach können sie sich erneut bewerben.

 

Bewerbung zur Erstzertifizierung für das  Qualitätssiegel Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung

Die Unterlagen zur Bewerbung und Bewertung können Sie mit den nachfolgenden Links herunterladen:

| Bewerbung für das Qualitätssiegel Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung 2012 - 2015

| Hinweise zum Bewerbungsverfahren 2012

Rezertifizierung
Ausgezeichnete Schulen bewerben sich nach 3 Jahren um eine Rezertifizierung, damit sie das Siegel weiterhin tragen dürfen. Für die Rezertifizierung dokumentiert die Schule ihre Entwicklungen und Veränderungen.

Die Bewerbungsunterlagen für die Rezertifizierung werden vom ZSW direkt an die Schulen geschickt.

 

Siegelverleihung 2011
Präsentationen der ausgezeichneten Schulen

Zertifizierte Schulen 2011
Stadtteilschule Winterhude
Rezertifizierte Schulen 2011Stadtteilschule Benzenbergweg
Stadtteilschule Lohbrügge
Julius-Leber-Schule
Albert-Schweitzer-Gymnasium
Rerezertifizierte Schulen 2011Stadtteilschule Eppendorf
Stadtteilschule Niendorf
Albrecht-Thaer-Gymnasium
Heisenberg-Gymnasium

Dokumentation der Zertifizierungsrunden 2004-2011
Einschließlich des Zertifizierungsverfahrens 2011 wurden 48 Schulen mit dem Siegel Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung ausgezeichnet. 39 Schulen tragen nach erfolgreicher Zertifizierung und Rezertifizierung weiterhin das Siegel.

Bewerbung um die Rezertifizierung
2007 15 Bewerbungen der in 2004 ausgezeichneten Schulen -> Siegel bleibt in allen Fällen erhalten

2008 4 Bewerbungen der in 2005 ausgezeichneten Schulen -> Siegel bleibt in allen Fällen erhalten

2009 8 Bewerbungen der in 2006 ausgezeichneten Schulen -> Siegel bleibt in allen Fällen erhalten

2010 2 Bewerbungen der in 2007 ausgezeichneten Schulen-> Siegel bleibt in allen Fällen erhalten
         12 Bewerbungen der in 2004 ausgezeichneten und in 2007 rezertifizierten Schulen > Siegel bleibt in allen Fällen erhalten

2011 4 Bewerbungen der in 2008 ausgezeichneten Schulen > Siegel bleibt in allen Fällen erhalten
         4 Bewerbungen der in 2005 ausgezeichneten und in 2008 rezertifizierten Schulen > Siegel bleibt in allen Fällen erhalten

Zertifizierte Schulen 2004 - 2011

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