24.05.2016: Religiöse Identität im Dialog

Die interreligiös-dialogische Ausrichtung des Hamburger Religionsunterrichts fordert Lehrerinnen und Lehrer besonders heraus. Der Fachtag Religion bietet in fünf Workshops und dem Eröffnungsvortrag Anregungen zum Umgang mit religiöser Identität bei allen Beteiligten.

Fachtag Religion 2016 - Religiöse Identität im Dialog

vergrößern Titelbild des Programmheftes Fachtag Religion 2016 (Bild: Landesinstitut, unter Verwendung von https://tagul.com) Der Religionsunterricht eröffnet uns in der Schule Freiräume, mit Schülerinnen und Schülern über zentrale Fragen des Lebens nachzudenken: Was trägt mich im Leben? Was ängstigt mich? Worauf hoffe ich? Was soll ich tun? Und schließlich: Wer bin ich?

Die Identitätsfrage stellt sich im Religionsunterricht vielfach:
Wie entsteht religiöse Identität bei Schülerinnen und Schülern?
Wie können wir sie fördern – aber sollten wir das überhaupt?
Die interreligiös-dialogische Ausrichtung des Hamburger Religionsunterrichts fordert Lehrerinnen und Lehrer hier besonders heraus.


Religion interessiert

Kinder und Jugendliche haben oft ein hohes Interesse an Religion und religiösen Fragen; je nach Prägung und Einstellung sind sie an eine religiöse Tradition gebunden oder einfach nur allgemein „religiös interessiert“. Für viele Kinder und Jugendliche gehört „Religion“ einfach zu ihrem Leben dazu. Im Jugendalter sind manche Jugendliche auch von neuen oder fremden religiösen Traditionen fasziniert und probieren andere religiöse Riten und Praktiken aus.

Einige Jugendliche wiederum fühlen sich zu stark konservativen oder fundamentalistischen Richtungen einer Religion hingezogen. Hier zeigen sich dann sehr enge Konstruktionen von Identität, die nicht mehr offen für einen Dialog sind.


Die "Identitätsfrage" betrifft alle

Die Identitätsfrage betrifft auch uns als Lehrkräfte: Wie bringen
wir unsere individuelle religiöse Identität und unsere Religionszugehörigkeit in den Unterricht ein? Was bedeutet es, wenn wir demnächst mit anderen evangelischen, muslimischen, alevitischen und jüdischen Kolleginnen und Kollegen in Fachschaften gemeinsam arbeiten und jeder von seiner Religionsgemeinschaft per Vokation u.ä. beauftragt wird?

Die Identitätsfrage betrifft uns als Religionslehrkräfte unmittelbar und wird im Zuge der Weiterentwicklung des Religionsunterrichts in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. Um sie kommt keine und keiner mehr herum.

 

Hamburger Buchreihe „Interreligiös-dialogisches Lernen“

Identitätsfragen spielen in den vier bereits erschienenen Bänden der Hamburger Buchreihe „Interreligiös-dialogisches Lernen“ eine prominente Rolle. Wie diese Materialien und wie wir als Religionslehrkräfte uns in einen interreligiös-dialogischen Unterricht einbringen, ist Thema dieses Fachtags.
Getragen wird das Projekt von der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg (AWR), dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg (LI) und dem Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche (PTI). Ein Beirat aus Vertretern der Religionsgemeinschaften begleitet die Arbeit. Das interreligiöse Projekt wird gefördert von der Udo Keller Stiftung – Forum Humanum.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und wünschen Ihnen einen
interessanten Fachtag.
Mara Sommerhoff, Jochen Bauer
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Anmeldung Fachtag Religion

Bitte melden Sie sich unter der Veranstaltungs-Nr. 1614M1801 über unser TeilnehmerInformationsSystem TIS an.
Alle weiteren Informationen sowie die Online-Anmeldung finden Sie im TeilnehmerInformationsSystem TIS:

https://tis.li-hamburg.de/web/guest/catalog/detail?tspi=36799_


Anmeldeschluss ist Mittwoch, 17. Mai 2016.

Weitere Informationen zum Fachtag Religion

Bei organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an das
LI-Tagungsmanagement:
Sausan Gerke, Tel. 040/42 88 42 - 320
E-Mail: sausan.gerke@li-hamburg.de
Inhaltliche Informationen erhalten Sie von:
Mara Sommerhoff, Tel. 040/42 88 42 - 560
E-Mail: mara.sommerhoff@li-hamburg.de

Da die Teilnehmerzahlen für die Veranstaltungen begrenzt sind, werden die vorhandenen Plätze nach Eingangsdatum der Anmeldung vergeben.

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