15.08.2014 „Ich hätte nicht geglaubt, noch einmal hierher zu kommen“

Unterrichtshandreichung für Lehrkräfte ergänzt die im Hamburger Rathaus stattfindende Ausstellung zu den Schicksalen ehemaliger Zwangsarbeitender

Vom 21. August bis zum 13. September 2014 wird im Hamburger Rathaus eine Ausstellung zu den Schicksalen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und zum Hamburger Besuchsprogramm für 2001 bis 2013 gezeigt. Diese Ausstellung wurde im Auftrag des Senats und vom Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme entwickelt. Neben einem Begleitprogramm erscheint außerdem ein umfangreicher Katalog sowie die vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und der Landeszentrale für politische Bildung für Lehrerinnen und Lehrer herausgegebene Unterrichtshandreichung.

Begleitendes Material zur Ausstellung im Hamburger Rathaus

Mit der Handreichung sollen die Lehrkräfte ermuntert werden, mit ihren Schülerinnen und Schülern die Ausstellung und/oder einer der vielen Begleitveranstaltungen zu besuchen. Zur Vor- und Nachbereitung dient diese neue Publikation, die in einer Gesamtauflage von 4.000 Exemplaren erschienen ist, von denen 3.000 an Schulen in Hamburg verteilt werden.

Die Handreichung weist jedoch über den kurzen Zeithorizont der Ausstellung hinaus: Unabhängig von der konkreten Ausstellung eignet sie sich im besonderen Maße dazu, die Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit mit einem klaren Gegenwarts- und Regionalbezug zu ermöglichen. Nicht zuletzt stehen die Erlebnisse und Schicksale einzelner Menschen im Vordergrund. Dieser biographiegestützte Zugang erweist sich immer mehr als ein besonders wirksamer Weg für die Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen und jungen Menschen mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur.

Eine spezielle Fortbildung für Lehrkräfte ergänzt diesen Themenkreis:

  • am 01. September 2014, von 16.00 Uhr – 19.00 Uhr, findet das Seminar „Nahaufnahme zum Zentralabitur: Der Krieg im Osten, Zwangsarbeit in Hamburg und der Umgang nach 1945“ statt. 

Die Anmeldungen für Hamburger Lehrkräfte erfolgt über das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung unter der Nummer TIS 1414x2001. Für andere interessierte Lehrkräfte erfolgt die Anmeldung direkt per E-Mail an helge.schroeder@li-hamburg.de.

Außerdem gibt es zum Themenkreis „nationalsozialistische Diktatur im Allgemeinen und Zwangsarbeit im Speziellen“ ein breites Angebot an weiterführender Literatur im Informationsladen der Landeszentrale für politische Bildung und des Jugendinformationszentrums, Dammtorwall 1.

Der Infoladen ist geöffnet Mo bis Do von 12.30 Uhr bis 17.00 Uhr und Fr 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Telefon während der Öffnungszeiten: 040 / 4 28 23 48 02.

Sollten einzelne, weitere Exemplare der Handreichung benötiget werden, können diese per E-Mail unter helge.schroeder@li-hamburg.de angefordert werden.

Eine PDF-Fassung der Handreichung kann unter www.li.hamburg.de/geschichte/ und www.hamburg.de/politische-bildung unter „Downloads“ heruntergeladen werden.