Hamburger Klimaschulen 2012-2013

Schulsenator Ties Rabe zeichnete 26 Hamburger Schulen mit dem Gütesiegel „Klimaschule 2012-2013“ in der Gelehrtenschule des Johanneums aus.

Klimaschule, Klimaschutz, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Hamburg


„Klimaschutz in Hamburger Schulen ist nicht mehr nur vom Engagement Einzelner in der Schule abhängig. Mit einem eigenen Klimaschutzplan verändert sich die Schule auch strukturell und übernimmt dauerhaft Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen“, lobte Schulsenator Ties Rabe in seiner Ansprache an die 26 neuen Hamburger Klimaschulen. Am Montag, 13.02.2012 wurden die Klimaschulen in der Gelehrtenschule des Johanneums – ebenfalls frisch gekürte Klimaschule – ausgezeichnet.

Hamburger Modell "Klimaschule"

Das Modell der „Klimaschulen“ existiert seit 2009 und ist in dieser Form bundesweit einzigartig: Schulen entwickeln Klimaschutzpläne mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen und legen Maßnahmen fest, mit denen die Ziele erreicht werden. Dabei geht es in den Schulen sowohl um die Einsparung des schädlichen Klimagases CO2 als auch um einen pädagogischen Auftrag der Schule. Es beginnt vieles mit der Bewusstseinsbildung der Schülerinnen und Schüler und der Vorbildfunktion insbesondere von Lehrkräften und Eltern. Wem bewusst ist, dass allein durch einen fleischfreien Tag in der Woche Hamburg jedes Jahr für zwei Monate autofrei sein könnte, sieht den „Verzicht“ vermutlich mit anderen Augen. Und viele der Schulkantinen in den Klimaschulen reduzieren den Fleischanteil bereits durch gesunde „Veggi-Days“.

Fast 1.000 pädagogische und technische Maßnahmen planen die neuen Klimaschulen in diesem Jahr. Gemeinsam mit den Klimaschulen des Vorjahres wollen die 50 Schulen gut 2.500 Tonnen CO2 in 2012 einsparen. Das entspricht dem Ausstoß einer durchschnittlichen Hamburger Schule durch Strom und Heizenergie über acht Jahre hinweg. Das Projektteam „Klimaschutz an Schulen“ am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) unterstützt sie dabei noch bis Ende 2012. Danach soll das Modellvorhaben in die Behörden dauerhaft integriert werden.

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