Sicherheit

Sicherheit, Biologie, LI Hamburg

Richtlinie zur Sicherheit im Unterricht (RiSU)

 

Stopfpräparate

Stopfpräparate sind sinnvolle und wertvolle Lehrmittel. Die Bestände sollten in den schulischen Sammlungen unbedingt erhalten und zu unterrichtlichen Zwecken verwendet werden. 


Im Umgang mit Stopfpräparaten ist nach RiSU Folgendes zu beachten:

  • Die Aufbewahrung erfolgt in geschlossenen Schränken, um Belastungen durch Ausgasungen und Stäube zu vermeiden.
  • Ein direkter Schülerkontakt mit den Präparaten ist zu vermeiden (lediglich Anschauung).
  • Es dürfen nur einwandfrei desinfizierte Präparate verwendet werden, z. B. durch Bezug vom Fachhandel. Es ist davon auszugehen, dass Präparate, die zum Schädlingsbefall neigen, vorbeugend behandelt sind, früher gelegentlich mit Arsentrioxid, heute z. B. mit Insektiziden oder anderen Konservierungsmitteln.
  • Bei Tierpräparaten mit krebserzeugenden oder unbekannten Konservierungsmitteln sind diese gegen das Berühren zu sichern. Bei Tätigkeiten damit (z. B. Reinigung) sind folgende Schutzmaßnahmen einzuhalten: geeignete Schutzhandschuhe tragen, staubarm arbeiten, z. B. im Abzug.
  • Begasungen von Bälgen, Tierpräparaten und Insektensammlungen dürfen nur von einer zugelassenen Firma durchgeführt werden.
  • Als Alternative ist die Tiefkühlbehandlung von Präparaten oder Insektensammlungen zur Bekämpfung von Schädlingen (z. B. Museumskäfern oder Milben) empfehlenswert.
  • Ältere Stopfpräparate mit heute nicht mehr zulässigen Konservierungsmitteln (z. B. Arsenverbindungen) sollten ersetzt werden. Früher wurden die Häute der Tiere bei der Präparation gegen Schadinsekten von innen mit Arsen behandelt, die Federn von Vögeln leider auch von außen. Äußerlich aufgebrachtes Arsen rieselt mit der Zeit herunter auf die Sockel der Präparate. Somit sollten weder die Tiere selbst noch die Sockel ohne Handschuhe angefasst werden:


Flüssigpräparate  

Auch Flüssigpräparate stellen wertvolle Lehrmittel dar, die auch im digitalen Zeitalter noch zu unterrichtlichen Zwecken genutzt werden sollten. Im Umgang mit Flüssigpräparaten ist nach RiSU Folgendes zu beachten: 

  • Die Aufbewahrung erfolgt in geschlossenen Schränken.
  • Sie werden nur in besonderen Einzelfällen aus den Vitrinen genommen.
  • Es ist darauf zu achten, dass sie standsicher aufgestellt werden.
  • In unmittelbarer Nähe muss ein Notfallset (Aufsaugmaterial, Abfallbehälter, Schaufel, Besen) bereitgestellt werden.
  • Es muss eine Betriebsanweisung erstellt und bekannt gemacht werden.
  • Die Flüssigpräparate / Präparategläser sind regelmäßig auf Dichtigkeit zu prüfen,
  • Das Volumen der Flüssigpräparate zählt nicht zur maximal zulässigen Lagermenge von brennbaren Flüssigkeiten.


Entsorgung von Stopf- oder Flüssigpräparaten?

Falls Sie Stopf- oder Feuchtpräparate, Insektensammlungen oder andere Bestände haben, die im Unterricht nicht mehr genutzt werden und die sie auf Schulflohmärkten verkaufen (verboten) oder entsorgen (teuer) möchten, wenden Sie sich bitte an die folgende Adresse:

Lars.Janning@li-hamburg.de

040-428842550




Chemikalienverwaltung

Alle Gefahrstoffe müssen in einem Gefahrstoffverzeichnis geführt werden. Laut TRGS 400 „Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ sind im Gefahrstoffverzeichnis mindestens folgende Angaben erforderlich:

  • Bezeichnung des Gefahrstoffes
  • Einstufung des Gefahrstoffes
  • Menge des Gefahrstoffes
  • betroffene Arbeitsbereiche.

Die Angaben können in elektronischer Form (z. B. mit dem Programm D-GISS gespeichert werden. Das Verzeichnis ist bei wesentlichen Änderungen fortzuschreiben und einmal jährlich zu überprüfen.

 

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