Veranstaltungen

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Workshops

Freitag, 16. Mai 2025

Schiene 1 (2-01 bis 2-09, 16.15–17.15 Uhr)
Schiene 2 (4-01 bis 4-09, 18.00–19.00 Uhr)
 

2-01 / 4-01 | Begabten- und Begabungsförderung: Elemente aus dem Lerncoaching

Zielgruppe: alle Schulen

Der Workshop beschäftigt sich mit den Themenfeldern Lernstrategien und Ressourcenorientierung. Zunächst werden das Lerncoaching und der Bezug zur Begabungsförderung dargestellt. Daran schließt sich eine kategorische Übersicht von Lernstrategien an. Daraus lassen sich Fragen für die Praxis ableiten. Während die Lernstrategien vornehmlich auf der kognitiven Ebene ansetzen, dient der Ressourcenfokus zur Arbeit auf der emotional-motivationalen Ebene. Dazu werden Anregungen zum Auffinden von Ressourcen dargestellt. 

Torsten Nicolaisen, zertifizierter Coach und Trainer für pädagogisches Coaching; Arbeitsschwerpunkte: Konzeption und Durchführung von (Lern-)Coaching-Ausbildungen, Organisations- und Schulentwicklung, Selbstkompetenz-Trainings; Geschäftsführer von Nicolaisen & Partner; Buchautor

2-02 / 4-02 | Fehldiagnosen bei hochbegabten Kindern

Zielgruppe: alle Schulen

Besondere Entwicklungen und Merkmale führen bei hochbegabten Kindern häufiger zu psychischen Fehldiagnosen. Sie lösen Leid aus und falsche Maßnahmen werden ergriffen. Dies gilt es zu vermeiden. Anhand von drei Fallbeispielen (störendes Sozialverhalten, ADHS, Autismus-Spektrum) werden Gemeinsamkeiten und die Abgrenzung zur Hochbegabung dargelegt sowie Hinweise für den Unterricht gegeben. Geplant sind 40 Minuten für die Darstellung und 20 Minuten für Fragen und Anmerkungen.

Inga Liebert-Cop, Dipl.-Päd., Dipl.-Psych., Psychol. Psychotherapeutin, ICBF-Univ. Münster, (Hoch-)Begabungsdiagnostik, Beratung, Coaching, Psychotherapie

2-03 / 4-03 | Hochsensibel und besonders begabt! Ein Modephänomen? Eine wissenschaftliche Einordnung des Begriffs Hochsensibilität zur Gestaltung (potenzialorientierter) Lernumgebungen

Zielgruppe: alle Schulen

Im Kontext eines steigenden gesellschaftlichen Interesses wird einleitend der Ursprung des Begriffs Hochsensibilität beleuchtet. Neben einer Darstellung der Forschungsentwicklung wird der aktuelle wissenschaftliche Konsens über das Persönlichkeitsmerkmal in Abgrenzung zu bestehenden gesellschaftlichen Mythen abgegrenzt. Wir betrachten Studienergebnisse zu hochsensiblen Schülerinnen und Schülern, ordnen diese in den Begabungskontext ein und sprechen über Möglichkeiten der diagnostischen Kompetenz. Der Fokus des Workshops liegt auf der gemeinsamen Entwicklung eines Ideenfundus, der Vorschläge zur adaptiven sowie transformativen Gestaltung von Lernumgebungen bereithält. Diese Ansätze entstehen mit Blick auf den Rahmen institutioneller Möglichkeiten.

Malina Spieker, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin im Fach Pädagogik (Lehramt und Master of Arts) an der Universität Münster 

2-04 / 4-04 | Bei Underachievement beraten – mit der PSI-Theorie Potenziale freisetzen

Zielgruppe: alle Schulen

Der Workshop bietet Lehrkräften einen praxisnahen Einblick in die Anwendung der PSI-Theorie (Persönlichkeits-System-Interaktionen nach Kuhl) zur Beratung von Schülerinnen und Schülern mit Underachievement. Im Fokus stehen die Identifikation motivationaler Hemmnisse und die gezielte Förderung selbstregulativer Fähigkeiten zur Überwindung der Diskrepanz zwischen Potenzial und Leistung. Neben einem theoretischen Input zum Phänomen Underachievement und der PSI-Theorie werden die Teilnehmenden durch Fallbeispiele und Reflexionsübungen den Einsatz unterstützender Gesprächsstrukturen interaktiv erproben, um praxisnahe Lösungsansätze für den Schulalltag für sich zu entwickeln.

-------------------------------------------------------------------

Material zum Download:

-------------------------------------------------------------------

Jürgen Bock, schulfachlicher Koordinator für die Mittelstufe und inklusive Begabungsförderung am Otto-Hahn-Gymnasium in Springe, ECHA-Diplom und Systemischer Berater

2-05 / 4-05 | Professionelle pädagogische Haltung als innerer Kompass in herausfordernden Situationen des Schulalltags

Zielgruppe: alle Schulen

Lehrpersonen stehen im Zentrum der Gesellschaft und agieren als wahre Beziehungskünstler. Dabei bringen sie oft eine hohe berufliche Identifikation und die Motivation mit, ihren Schülerinnen und Schülern selbst unter herausfordernden Bedingungen eine förderliche Lernumgebung zu schaffen. In diesem anspruchsvollen Spannungsfeld gesund zu bleiben – sowohl psychisch als auch physisch – erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen persönlichen und pädagogischen Haltung.

Die professionelle pädagogische Haltung, obwohl empirisch noch nicht vollständig erforscht, wird als Schlüsselfaktor für das Denken, Handeln und Verhalten von Lehrpersonen betrachtet. Durch die Stärkung ihrer Selbstkompetenzen können Lehrpersonen eine authentische, selbstkongruente Haltung entwickeln, die ihnen hilft, auch in herausfordernden Situationen motiviert, gelassen und handlungsfähig zu bleiben.

In diesem Workshop setzen wir uns intensiv mit der Frage nach der eigenen pädagogischen Haltung auseinander. Sie lernen ein innovatives Trainingsprogramm kennen, das durch die Verbindung von Wissen, Erleben, Reflexion und praktischen Übungen im Schulalltag dabei unterstützt, eine kohärente und belastbare Haltung zu entwickeln.

Dr. Hedwig Michalski, Dozentin an der Universität zu Köln, der Internationalen Hochschule und der Europäischen Fachhochschule im Bereich Pädagogik sowie ehemalige Schulleiterin eines Grundschulverbundes in NRW

2-06 / 4-06 | Twice Exceptional – Hochbegabung und Autismus in der Schule

Zielgruppe: alle Schulen

In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie hochbegabte Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung (sogenannte Twice Exceptionals) besser verstehen und unterstützen können. Neben einer Einführung in die besonderen Merkmale dieser Schülerinnen und Schüler erhalten Sie praktische Strategien für den Unterricht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihre Stärken fördern, typische Herausforderungen bewältigen und soziale sowie emotionale Entwicklung gezielt unterstützen können. Ein Fallbeispiel aus der Praxis rundet den Workshop ab und bietet Raum für Erfahrungsaustausch und konkrete Lösungsansätze.

Dr. med. Tahmine Fadai (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie)
Isabell Paasch-Elfers (M. Sc. Klinische Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Fachkunde für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie i. A.)

2-07 / 4-07 | Ein Kind unter 1.000: Besonderheiten von Höchstbegabung

Zielgruppe: alle Schulen 

In diesem Workshop werden die folgenden drei Themen behandelt:

Definition von Höchstbegabung: Welche Kinder sind betroffen? Wie häufig begegnet man diesen Kindern in der Schule? Wie ist die Verteilung dieser Kinder über Geschlecht und Bevölkerung?

Besondere Merkmale höchstbegabter Kinder im Denken, Lernen und Gefühlserleben: Denken oder fühlen höchstbegabte Kinder anders als „der Rest der Welt“ – und wenn ja, wie? 

Mögliche Probleme der klassischen Begabtenförderung für Höchstbegabte: Kann ich Höchstbegabung mit klassischen Mitteln der Begabtenförderung begegnen? Welche Mittel sind (un-)geeignet und warum? Wie kann man die Problematik der Altersdiskrepanz von radikal akzelerierten Kindern lösen und bewerten? Wo ist das Limit des Potenzials und ab wann überfordere ich Höchstbegabte?

-------------------------------------------------------------------

Material zum Download:

-------------------------------------------------------------------

Tessa Mora, Dipl.-Soz., erster Vorsitz Regionalverein Hamburg, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Veranstaltungsplanung, Mediengestaltung der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e. V. (DGhK), Mutter eines höchstbegabten Jungen
Agata Lüttges, Beraterin bei der DGhK und Mutter zweier höchstbegabter Mädchen

2-08 / 4-08 | Neurodivergenz und Hochbegabung – wie gelingt die Inklusion von Schülerinnen und Schülern?

Zielgruppe: alle Schulen

Im Workshop werden zunächst die Begriffe und der Stand der Forschung zu den Themen Hochbegabung und Neurodivergenz bei Schülerinnen und Schülern geklärt. Anschließend werden Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden gesammelt und durch die Referentin bzw. gemeinsam beantwortet. Im dritten Teil der Veranstaltung werden Erfolgsgeschichten von gelungenen Maßnahmen, Bildungsangeboten und Case Stories gesammelt, besprochen und zum Abschluss im Plenum geteilt.

Jaana Rasmussen ist ECHA-Coach und berät Erwachsene und Jugendliche mit Hochbegabung, A(D)HS, Autismus-Spektrum. Sie ist selbst neurodivergent und hat zwei hochbegabte Söhne.

2-09 / 4-09 | Horizonterweiterung hinter Gittern

Zielgruppe: Schwerpunkt weiterführende Schulen

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bilden gemeinsam mit jungen Inhaftierten des geschlossenen Vollzugs die Redaktion der Gefangenenzeitung POPSHOP. Das gemeinsame Ziel führt zu erstaunlichen Lernprozessen auf beiden Seiten. Jugendliche von drinnen und draußen wachsen über sich hinaus. Sie erleben, dass man kooperativ mehr erreicht als in Konkurrenz, sie entfalten neue Interessen und erwerben notwendige co-kognitive Fähigkeiten der Begabung. Was passiert da? – Das Projekt wird vorgestellt und in einen begabungstheoretischen Rahmen eingebettet. Eine ehemalige Schülerredakteurin und ein junger Inhaftierter (online dazugeschaltet) werden aus ihrer Perspektive berichten und Fragen beantworten.

Bettina Hahn, Begabungsförderung an der Georg-Müller-Schule Bielefeld (Gesamtschule und Gymnasium)