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Workshops

Parallele Workshops

Block I

1-01 bis 1-05 von 10.00–11.30 Uhr

1-01 bis 1-05 von 10.00–11.30 Uhr

1-01 | Bewegte Grundschule – Lernen, das in Bewegung bringt (Kl. 1–4)

Kinder lernen mit dem ganzen Körper. Wird Bewegung selbstverständlich in den Unterricht integriert, steigert das die Konzentration, die Motivation und den nachhaltigen Lernerfolg.

Im Mittelpunkt dieses Workshops stehen sofort einsetzbare, kurzweilige Bewegungsimpulse, die ohne großen Materialaufwand im Klassenraum durchführbar sind. Sie erleben die Methoden selbst aktiv und erhalten zugleich einen kompakten Einblick in die wissenschaftlichen Hintergründe bewegten Lernens. Die Beispiele reichen von fachübergreifenden Methoden wie Speed Dating, Domino oder Bingo bis hin zu konkreten Umsetzungen in Deutsch und Mathematik – etwa zur körperlichen Darstellung der Groß- und Kleinschreibung oder zur anschaulichen Umsetzung von Rechenoperationen. Bringen Sie so neue Energie in Ihren Grundschulunterricht!

Christian Andrä ist Professor für Bewegungs- und Sportpädagogik an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam. Sein Fokus liegt auf der allgemeinen Bewegungsförderung und der Gestaltung qualitativer Lehr- und Lernprozesse. Er ist Leiter der Forschungsgruppe „Bewegte Schule in Sachsen“ und bildet europaweit Lehrkräfte und Erzieher:innen zum Bewegten Lernen fort.

1-02 | Bewegten Unterricht digital planen – analog erleben (Kl. 5–13)

Wie lassen sich digitale Unterrichtsvorbereitung und bewegtes Lernen sinnvoll verbinden? In diesem kompakten Workshop erleben Sie, wie aus digitaler Planung lebendige, analoge Bewegung im Unterricht wird. Sie lernen zentrale Planungsprinzipien des Bewegten Lernens kennen, probieren ausgewählte Methoden selbst aktiv aus und reflektieren deren Einsatz im Fachunterricht. Anschließend skizzieren Sie in Kleingruppen mit einer strukturierten Planungshilfe oder einem vorbereiteten Chatbot als digitale Assistenz eine bewegte Unterrichtsstunde oder zentrale Elemente.

Lisa Blenck ist Bewegungsbeauftrage am Gymnasium Langenhorn und arbeitet im LI-Arbeitsbereich Bewegung & Sport mit dem Schwerpunkt Methoden für eine systematische Entwicklung des Bewegten Lernens in der Unterrichtspraxis.

Björn Böhling ist Fachkoordinator des LI-Arbeitsbereichs Bewegung & Sport und Fortbildner. Er betreut das Netzwerk der Bewegten und Sportbetonten Schulen in Hamburg.

1-03 | Lernwege draußen: bewegt, authentisch, nachhaltig (Kl. 3–8)

Draußenlernen bzw. Outdoor Education bietet vielfältige Zugänge zum Lernen und einen Beitrag zur Gesundheit. In diesem Workshop sind wir draußen und verbinden fachliches Lernen mit den Orten vor der Tür und ihren Gegebenheiten. Wir werden anhand von Praxisbeispielen Prinzipien des Draußenlernens erleben und nachvollziehen. Der Schwerpunkt liegt auf den Fächern Deutsch, Kunst und Sachunterricht – andere Fächer und Fächerverbindungen denken wir mit.

Julia Clausen ist Grund- und Mittelstufenlehrerin, Fortbildnerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Sie engagiert sich dafür, das Draußenlernen zu einer Selbstverständlichkeit in der Schul- und Unterrichtskultur zu machen.

1-04 | Achtsam lehren und lernen in der bewegten Grundschule (Kl. 1–4)

In diesem Workshop bekommen Lehrkräfte Impulse, wie sie ihren Unterricht mithilfe von kleinen Bewegungs- und Achtsamkeitsübungen rhythmisieren und die Aufmerksamkeitsfähigkeit der Lerngruppe fördern können. Ziel ist es, Kindern Wege zu eröffnen, wie sie ihre Emotionen und Impulse besser kontrollieren und ihre Selbstregulationsfähigkeit entwickeln können.

Regina Haß hat das LI-Referat Bewegung & Sport geleitet und führt heute die Grundlagen- und Wahlmodule der LI-Qualifizierung „Achtsamkeitsschulung und Stressprophylaxe“ durch. Sie leitet Lehrkräftefortbildungen an Grund- und weiterführenden Schulen, die das Prädikat Bewegte und Sportbetonte Schule erwerben möchten.

1-05 | Über Sportplatz oder Turnhalle hinausdenken – Bewegt durch den Tag (Kl. 1–13)

Wir leben in einer Zeit, in der wir sehr viel wissen: Wir wissen, dass Bewegung die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördert, das Lernen beflügelt und ein Leben lang zum Wohlbefinden beiträgt. Und dennoch kommen wir nicht richtig ins Tun. In diesem Workshop geht es ums Machen: Wie bekommt man mehr Bewegung in den Schulalltag? Wie fängt man an? Wie wird es einfach? Was bedeutet das konkret für die Gestaltung von Zeit, Raum und den Umgang miteinander? Wie schafft man es, über Sportplatz und Turnhalle hinauszudenken und andere Chancen im Tagesablauf für Bewegung zu eröffnen? Am Beispiel der eigenen Schule werden Bewegungsmöglichkeiten aufgezeigt, die schon am nächsten Tag vor Ort umgesetzt werden können.

Hermann Städtler hat als ehemaliger Schulleiter der Fridtjof-Nansen-Schule in Hannover gezeigt, wie eine umfassende Bewegungsorientierung in der Praxis gelingen kann. Er leitet heute das Programm „Bewegte, gesunde Schule Niedersachsen“ und ist Fortbildner. Sein Engagement für die Bewegte Schule führt ihn auch in die Schweiz, nach Osterreich und nach Italien.

Block II

3-01 bis 3-05 von 13.45–15.15 Uhr

3-01 bis 3-05 von 13.45–15.15 Uhr

3-01 | Bewegtes Lernen in der Sekundarstufe – Aktivierung mit Wirkung (Kl. 5–13)

Bewegung steigert die Konzentration, fördert die aktive Beteiligung und unterstützt nachhaltige Lernprozesse – besonders in längeren Unterrichtsphasen. Im Mittelpunkt dieses praxisorientierten Workshops stehen unkomplizierte, spontan einsetzbare Methoden, die sich ohne großen Aufwand in den Fachunterricht integrieren lassen. Ergänzend erhalten Sie kompakte wissenschaftliche Hintergründe zur Wirksamkeit bewegter Lernsettings. Die Beispiele reichen von fachübergreifenden Methoden bis zu konkreten Fachbezügen, etwa zur Reihenfolgenbildung von Brüchen im Mathematikunterricht oder einem bewegten Galerierundgang im Fach Kunst. Entdecken Sie neue Impulse für Ihren Unterricht und bringen Sie gezielt mehr Bewegung in Ihre Lerngruppen!

Christian Andrä ist Professor für Bewegungs- und Sportpädagogik an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam. Sein Fokus liegt auf der allgemeinen Bewegungsförderung und der Gestaltung qualitativer Lehr- und Lernprozesse. Er ist Leiter der Forschungsgruppe „Bewegte Schule in Sachsen“ und bildet europaweit Lehrkräfte und Erzieher:innen zum Bewegten Lernen fort.

3-02 | „Kicken & Lesen“ und andere Projektideen für einen bewegungsaktiven Schulalltag (Kl. 1–4)

Die Teilnehmer:innen lernen Konzeptideen kennen, wie Lese- oder Sprachförderung kombiniert mit Fußball oder anderen Bewegungsaktivitäten in Form von „Drehtürkursen“ in den Schulalltag integriert werden können – leicht umsetzbar, ohne dass Sie aufwendige Materialien oder finanzielle Ressourcen einsetzen müssen. Der Workshop ist zugleich ein Erfahrungsbericht der Arbeit an der Schule In der Alten Forst.

Dr. Svenja Bruse ist stellvertretende Schulleiterin an der Schule In der Alten Forst. Ihre Erfahrungen im Bereich der Bewegten Schule und des Bewegten Lernens gibt sie seit vielen Jahren in schulinternen Lehrkräftefortbildungen zum Erwerb des Prädikats Bewegte oder Sportbetonte Schule weiter.

3-03 | Bewegungspausen im Unterricht der weiterführenden Schule (Kl. 5–13)

Kurze Bewegungspausen können und sollen den Unterricht auflockern, nachlassende Konzentration wiederaufbauen und den Unterricht rhythmisieren. Eine kurze Unterbrechung, die für Bewegungspausen genutzt wird, setzt Zäsuren und erleichtert den nachfolgenden Unterricht, weil sie die Lernenden wieder aufnahmefähiger machen. Im Workshop werden verschiedene Typen von Bewegungspausen zur Aktivierung, Konzentration und Entspannung vorgestellt und ausprobiert. Die Teilnehmenden erhalten diese in Form einer Kartensammlung.

Oliver Günther ist Sportwissenschaftler und Fachberater für Prävention/Bewegungsförderung der AOK Rheinland/Hamburg. Am Thema Bewegte Schule arbeitet er mithilfe der Initiative „Fit durch die Schule“ (Förderung für Bewegungsprojekte an Schulen) und des AOK-Angebots „Bewegungspausen im Unterricht“.

3-04 | Neue „SchulSpiele“ etablieren im Schulalltag (Kl. 1–13)

Bewegtes Lernen findet nicht nur während der angeleiteten Unterrichtszeit statt – es lebt auch im selbst gestalteten Alltag unserer Schüler:innen: in den Pausen, im Ganztag, am Nachmittag und sogar am Wochenende. Überall dort, wo gespielt wird, entstehen wertvolle Lernmomente. Genau hier setzt das Konzept der „SchulSpiele“ an.

Gemeinsam werden neue, kreative Freispiel-Ideen für Schüler:innen aus Grundschule und Sekundarstufe I entwickelt, die einen echten Bildungsmehrwert schaffen. Die Leitfrage ist dabei: Wie lassen sich Spracherwerb, mathematisches Denken, künstlerischer Ausdruck und soziales Lernen mit der autonomen Spielkultur auf dem Schulhof verbinden?

Sie erfahren, wie durch klug gestaltete „SchulSpiele“-Angebote weitere Lernprozesse angestoßen werden können, um den Schulalltag zu bereichern.

Martin Legge ist selbstständiger Spielpädagoge in Hamburg. Seine Leidenschaft ist es, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten im urbanen Raum zu finden und zu nutzen. Für den LI-Arbeitsbereich Bewegung & Sport führt er seit Langem Fortbildungen zur besseren Nutzung von Schulgeländen durch und wendet sein „Stadtfinder-Prinzip“ an, um seine Idee einer urbanen Bewegungskultur zu vermitteln (https://www.stadtfinder.de/).

3-05 | Erfolgreich Lernvoraussetzungen schaffen durch Bewegung (Kl. 1–6)

Die zunehmende Heterogenität in den Klassen 1–6 zeigt sich in unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Aufmerksamkeitsleistungen, Arbeitshaltungen und motorischen Fähigkeiten. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die unterschiedlich ausgeprägte Selbstregulationsfähigkeit der Kinder – sie beeinflusst maßgeblich Lernverhalten und Leistungsentwicklung und ist eine Grundbedingung für fachliches und überfachliches Lernen. Die Fähigkeit, Impulse steuern, Aufmerksamkeit lenken und zielgerichtet arbeiten zu können, entscheidet wesentlich über den Bildungserfolg. Ihre Förderung ist daher eine Querschnittsaufgabe aller Fächer. Die Teilnehmenden erhalten praxiserprobte Übungen und Spiele für einen kognitiv aktivierenden, bewegten Unterricht, die sich direkt in den Klassen 1–6 einsetzen lassen – einfach, wirksam und alltagstauglich.

Claudia Schulz ist Lehrerin für Sport, Deutsch und Englisch an der Grundschule An der Haake und langjährige Fortbildnerin für den LI-Arbeitsbereich Bewegung & Sport. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Förderung der Selbstregulationsfähigkeit durch Bewegung. Ein Fortbildungskonzept dazu erarbeitet sie derzeit als pädagogische Mitarbeiterin des LI.