Pädagogische Werkstatt

Die Deutsche Schulakademie veranstaltet gemeinsam mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung die in Hamburg bereits erfolgreich pilotierte Werkstatt:

Pädagogische Werkstatt


"Demokratie lernen – Partizipation gemeinsam gestalten"

Pädagogische Werkstatt




Mit der Werkstatt wollen wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein pragmatisches Verständnis der Demokratiebildung näherbringen. Mehr Mitwirkung, mehr Engagement und mehr demokratische Handlungskompetenz sind die Leitgedanken dieser Werkstatt. Daher richtet sich diese Werkstatt an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen.

Zielperspektive dabei ist eine demokratiepädagogische Schulentwicklung, die auf den verschiedenen Ebenen der Schule in die Praxis umgesetzt werden soll. Die Werkstatt bietet ausreichend Raum und Zeit für die konzeptionelle und praktische Arbeit am Thema Partizipation in der Schule. Wir werden gemeinsam mit den beteiligten Schulen Wege eröffnen, wie Kinder und Jugendliche gerade auch in der Institution Schule Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform erfahren können. Dabei erhält jede Schule individuell die Gelegenheit, auf der Basis vielfältiger Anregungen eigene Lerngelegenheiten und Erfahrungsräume zu entwickeln. Die Möglichkeiten der Mitbestimmung an der eigenen Schule werden unter aktiver Mitarbeit der beteiligten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im Prozess der Werkstatt ausgelotet, in der Praxis erprobt und gemeinsam evaluiert.

Für die Werkstattarbeit sind die in der Ausschreibung des Deutschen Schulpreises (DSP) geltenden sechs Qualitätsbereiche leitende Reflexions- und Entwicklungskontexte. Zudem werden in jedem Baustein schulpraktische Beispiele und zugehöriges Handlungswissen aus dem Kreis der Preisträger und der nominierten Schulen des DSP vorgestellt.

Was?

Die Werkstatt hat einen zeitlichen Rahmen von zwei Jahren. Die individuellen Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse der teilnehmenden Schulen werden in fünf zweitägigen Bausteinen begleitet, unterstützt und reflektiert. In den fünf Bausteinen reflektieren die teilnehmenden Schulen entsprechend ihrer Ausgangslage und ihrer Entwicklungsbedürfnisse Maßnahmen demokratischer Schul- und Unterrichtsentwicklung. Sie erarbeiten schulspezifische Ideen und Modelle demokratiepädagogischer Praxis. Zwischen den Bausteinen erproben die Schulteams Formen der Partizipation und des Demokratielernens in Schule, Kommune und Politik. Sie werden kontinuierlich von den Trainern und Trainerinnen der Werkstatt beraten.

In den Bausteinen werden Angebote bedarfsbezogen für teilnehmende Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte differenziert. Folgende Bausteine, gerahmt von einer Auftakt- und einer Abschlussveranstaltung, sind vorgesehen:

  • Auftaktveranstaltung (dreistündig)
  • Wie demokratisch ist unsere Schule? Partizipationsanalyse und Grundlagen demokratischer Schul- und Unterrichtsentwicklung.
  • Schule in der Demokratie gestalten – Netzwerke und Kooperation: Wie kann Schule Demokratie als Gesellschafts- und Herrschaftsform mitgestalten?
  • Demokratie und Unterricht: Wie kann Unterricht – in allen Fächern – demokratischer gestaltet werden?
  • Demokratische Schulkultur und "democratic leadership".
  • Demokratie und Partizipation, Feedback und Leistungsbeurteilung:
  • Abschlussveranstaltung (dreistündig)

Wann?

Die Werkstatt wird in fünf Bausteinen im Zeitraum von Februar 2021 bis Juni 2022 stattfinden.

  • Auftaktveranstaltung: 05.02.2021
  • Baustein 1: 11. / 12.02.2021
  • Baustein 2: 03. / 04.06.2021
  • Baustein 3: 23. / 24.09.2021
  • Baustein 4: 13. / 14.01.2022
  • Baustein 5: 23. / 24.06.2022
  • Abschlussveranstaltung: 28.10.2022

Zwischen den Bausteinen erproben die Schulteams schulspezifische Ideen und Modelle für „Demokratie lernen“ und „Partizipation gestalten“ in der eigenen Schule.

Eine Informationsveranstaltung zur detaillierten Vorstellung der geplanten Werkstatt findet am 11. September 2020 am LI (Aula Felix-Dahn-Straße) statt.

Sollten sich mehr Schulen für die Werkstatt interessieren als Plätze vorhanden sind entscheidet das Los über die Teilnahme. Die Frist für die Abgabe endet am 22. Oktober 2020.  Motivationsschreiben schwerbehinderter Lehrkräfte und SchülerInnen werden bevorzugt berücksichtigt. Die ausgewählten Schulen werden bis zum 26. Oktober 2020 benachrichtigt. Für weitere Details zur Ausschreibung wenden Sie sich bitte an christoph.berens@li-hamburg.de.

Wer?

Teilnehmen können zwölf allgemeinbildende Schulen aus Hamburg ab Klasse 5 mit Schulteams, die jeweils aus einem Mitglied der Schulleitung, zwei Lehrkräften und zwei Schülerinnen / Schülern bestehen. Die Mitwirkung eines Mitglieds der Schulleitung ist verpflichtend, um die Implementierung der Schul- und Unterrichtsentwicklungs-maßnahmen zu unterstützen und zu sichern. Wir suchen Schulen, die Interesse daran haben, sich gemeinsam mit uns und anderen Schulen auf einen Entwicklungsweg zu machen, der Gestaltung von Demokratie in Schule und der demokratiepädagogischen Schulentwicklung ermöglicht.

Teilnahmebedingungen

  • Die kontinuierliche und verbindliche Teilnahme eines Mitgliedes der Schulleitung;
  • die kontinuierliche und verbindliche Teilnahme zweier Lehrkräfte (im Idealfall davon eine Verbindungslehrkraft);
  • die kontinuierliche und verbindliche Teilnahme von zwei delegierten Schülerinnen / Schülern;
  • ein schulisches Mandat seitens der Schulleitung, Schulentwicklungsgruppe; Steuergruppe oder der Lehrerkonferenz für die Planung und Umsetzung eines oder mehrerer Schulentwicklungsvorhaben zum Thema Partizipation und Demokratie;
  • ein kurzes Motivationsschreiben, das den aktuellen Entwicklungsstand der Schule, das besondere Interesse an oder die besondere Stärke der Schule in Demokratiepädagogik und Partizipation sichtbar macht und die bisherigen Beteiligungsformen des Kollegiums an Schulentwicklungsprozessen, die schulischen Entwicklungsvorhaben sowie das Qualifikationsprofil der Teilnehmenden in Bezug auf das Thema der Werkstatt beschreibt;
  • die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, die an der Werkstatt teilnehmen, die Ideen der Werkstatt an der eigenen Schule umzusetzen.

Weitere Informationen

Die Werkstatt wurde von der Deutschen Schulakademie, dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und mit Unterstützung des Fördervereins Demokratisch Handeln e.V. entwickelt und im Rahmen der Pilotierung bereits auf den Hamburger Kontext und den dort zur Verfügung stehenden Unterstützungssystemen etc. angepasst. Die Deutsche Schulakademie begleitet die Durchführung der Werkstatt und nimmt eine Befragung bzgl. Zufriedenheit der Teilnehmenden vor.

Die Teilnahme an der Werkstatt wird als Fortbildung vom LI anerkannt und bei verbindlicher und kontinuierlicher Mitwirkung bescheinigt. Wenn sich eine Schule für die Teilnahme an der Werkstatt entscheidet, ist eine Anmeldung über die Schulleitung erforderlich. Der schulische Personalrat muss sich nach §88 (1) 18, 19 und 26 HmPersVG mit der Durchführung und Auswahl befasst haben. Den Schulen entstehen keinerlei Kosten für die Teilnahme an der Werkstatt.

Das Trainerteam

Durchgeführt wird die Werkstatt von Martin Brück (LI Hamburg – Globales Lernen) und Christoph Berens (LI Hamburg – Demokratiepädagogik). Ergänzt und unterstützt wird das Trainertandem durch Lennart Harnischfeger (LI Hamburg – Demokratiepädagogik) und Melissa Kleist (SchülerInnen-Schule-Mitbestimmung). 

Anmeldung 

Anmeldungen zur Informationsveranstaltung am 11.09.2020 richten Sie bitte bis zum 04.09.2020 an:  Christoph Berens, Telefon: 040 428842 564 bzw. christoph.berens@li-hamburg.de oder melden Sie sich unter folgender TIS Nummer (2014D1202) an. 

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