Politische Bildung

Das Demokratielabor 3 hält Angebote zur Präventionvon gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bereit (z.B. zu Antisemitismus,Rechtsextremismus, Rassismen, Salafismus u.a.).

Politische Bildung

Das Landesinstitut bietet Seminare und Workshops für Schülerinnen / Schülern und Lehrkräfte aus Hamburg aus dem Bereich der politischen Bildung an. Grundlage für die Auswahl der einzelnen Workshops ist der Ansatz der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Workshops sind so ausgerichtet, dass sie einerseits politische Grundlagen vermitteln und andererseits politische Kontroversen in der Klasse initiieren bzw. aufgreifen und versuchen innerhalb eines anderen Settings, als des Unterrichts diese zu behandeln. 

Was die Workshops nicht leisten können, ist eine pädagogische Intervention in bestehende Konfliktlagen innerhalb einer Klasse. Wir setzen in diesen Workshop dementsprechend auf einen allgemein-präventiver Ansatz, der Jugendlichen Anerkennung und Zugehörigkeit vermitteln soll und durch Partizipation und Selbstwirksamkeitserfahrungen das demokratische Selbstverständnis stärkt. 

Die Workshops zum Thema Demokratie und Zivilcourage mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten werden von Arbeit und Leben Hamburg, think social now 2.0 und ufuq.de angeboten.

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Arbeit und Leben Hamburg

Politik betrifft alle! Und: Politik können alle! Arbeit und Leben bietet erlebnisorientierte politische Jugendbildung, die das Wissen, Engagement und die Fragen von Jugendlichen aufgreift.

Ziel der Bildungsarbeit von Arbeit und Leben ist es, gemeinsam mit jungen Menschen politische, soziale und kulturelle Themen in ihrem Alltag zu betrachten und diese dadurch zu motivieren, sich aktiv einzubringen und mitzumischen. Die Seminare bieten jungen Menschen ein Forum, um Meinungen zu äußern und Positionen zu entwickeln. Und das zu ganz unterschiedlichen Themen: zu Rassismus, Kolonialismus oder Antisemitismus genauso wie zum Thema Gender und Geschlechterverhältnisse oder Stadtteilpolitik.

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ufuq.de

Unsere kostenfreien Peer-to-Peer-orientierten Workshops schaffen Räume, um sich in Schulklassen unter der Leitfrage „Wie wollen wir leben?“ mit Fragen zu Glauben, Identität und Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Gesellschaftliche Diskurse gehen an Jugendlichen nicht spurlos vorbei. Die in den letzten Jahren gestiegene mediale Berichterstattung und hitzige politische Debatten zu Themen rund um „den” Islam werfen bei Jugendlichen Fragen auf, für deren ausführliche Besprechung im Rahmen des regulären Schulunterrichts oder alltäglichen Programms in Jugendeinrichtungen nicht immer ausreichend Zeit bleibt.

Die Workshops im Projekt „Wie wollen wir leben?“ bieten Raum für Gespräche zu Religiosität und Glauben, Identität, Zugehörigkeiten, Diskriminierung sowie zum aktuellen politischen Tagesgeschehen. Im Mittelpunkt steht nicht die Wissensvermittlung. Vielmehr regen die Teamer_innen mit Hilfe interaktiver Methoden zur Selbstreflektion und Diskussion untereinander an und machen verschiedene Perspektiven zu politischen, gesellschaftlichen oder alltagsweltlichen Fragen deutlich. Angesprochen werden dabei alle Jugendlichen, egal ob muslimisch oder nicht-muslimisch, denn die Frage „Wie wollen wir leben?“ – in der Klasse, Schule und Gesellschaft – betrifft schließlich alle.

Die Teamer_innen sind junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, sowohl mit muslimischen als auch nicht-muslimischen Bezügen. Sie treten nicht als Expert_innen oder „Islamlehrer_innen“ auf, sondern bieten mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und Biografien einen niedrigschwelligen Einstieg ins Gespräch und fungieren als Vorbilder.

Ziel des allgemein-präventiven Ansatzes ist es, Signale von Anerkennung und Zugehörigkeit zu vermitteln und die Teilhabe von Jugendlichen zu stärken. Die Workshops sensibilisieren für demokratie- und freiheitsfeindliche Einstellungen und zeigen alternative Orientierungen und Handlungsoptionen zu antimuslimischem Rassismus und islamistischen Weltbildern auf. Die Erfahrung zeigt, dass Jugendliche, die sich eigene Gedanken dazu machen, wie sie miteinander leben wollen, oft schon geschützt sind vor den einfachen Angeboten, die ihnen Ideolog_innen jeglicher Couleur machen.

Wir bieten Workshops für Jugendliche aller Schulformen ab der 5. Klasse an. Je nach Anlass, Interessen und aktueller Situation kann zwischen verschiedenen thematischen Modulen gewählt werden:

  • Glauben, Islam und ich. Über die Vielfalt von Islam und muslimischem Leben in Deutschland (ab Jahrgangsstufe 5)
  • Geschlechterrollen und Islam. Über Rollenbilder, Zuschreibungen und geschlechtliche Identität (ab Jahrgangsstufe 8)
  • Alle Muslime sind… Über Stereotypen, Diskriminierung und die Rolle von Medien (ab Jahrgangsstufe 8/9)
  • Diskriminierung und Empowerment. Über Erfahrungen, die Jugendliche mit Diskriminierungen und antimuslimischem Rassismus machen, und was man dagegen tun kann (ab Jahrgangsstufe 8)
  • Attraktivität und Funktionsweise salafistischer Ansprachen (ab Jahrgangsstufe 10).

Die Workshops dauern einen ganzen Projekttag oder können auf drei Doppelstunden verteilt werden. Lehrkräfte können sich auch kurzfristig oder nach akutem Bedarf mit Anfragen an uns wenden.

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Think Social Now 2.0 

Das Projekt „Think Social Now 2.0 – Verantwortung übernehmen im Internet“ entwickelt ein Modell, wie radikalisierungsfördernde und menschenverachtende Internetangebote wirksam begegnet werden kann. „Think Social Now 2.0“  bietet auf unterschiedlichen sozialen Plattformen wie YouTube, Facebook, Twitter, Instagram und vielen mehr, präventive und alternative Videos, Bilder und Diskussionen rund um das Thema Gesellschaft, an. So wird Aufklärung  und politische Bildungsarbeit durch innovative Ansätze und Methoden bei Jugendlichen geleistet.

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Meet a jew

Jüdinnen und Juden sind Arbeitskollegen, Mitschülerinnen, Nachbarn. Wir sitzen nebeneinander in der Bahn oder stehen gemeinsam an der Supermarktkasse. Doch selten haben wir die Möglichkeit bewusst miteinander ins Gespräch zu kommen. Deswegen gibt es Meet a Jew! In persönlichen Begegnungen geben wir ganz individuelle Einblicke in die Vielfalt des jüdischen Lebens in Deutschland. Bei uns steht nicht die Geschichte im Vordergrund, sondern der lebendige Alltag von Jüdinnen und Juden heute. So gelingt es das oft abstrakte Bild von „den Juden“ in unserer Gesellschaft aufzubrechen und eine Vielzahl von authentischen jüdischen Gesichtern und Perspektiven kennen zu lernen. Ein persönlicher Austausch bewirkt, was hundert Bücher nicht leisten können. Lassen Sie uns miteinander, statt übereinander reden!

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Türkische Gemeinde Hamburg

Das primäre Projektziel ist es, Jugendliche für Antisemitismus zu sensibilisieren und sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit manifesten wie latenten antisemitischen Inhalten in Medien und Politik anzuregen. Damit will es zum Abbau von Antisemitismus beitragen, Kritikfähigkeit und Toleranz fördern und auf diesem Wege den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft stärken. Das Projekt will innovative und jugendgerechte Ansätze und Konzepte für eine Auseinandersetzung mit historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen des Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft entwickeln und erproben. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden anderen Trägern und Institutionen zugänglich gemacht, auf die sie bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen zurückgreifen können.
Im Rahmen des Projektes werden Workshops und andere Veranstaltungen mit Jugendlichen realisiert, um ihre Medienkompetenzen auszubauen und ihre Kritikfähigkeit im Umgang mit antisemitischen Inhalten zu schärfen.

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