KREATIVPOTENTIALE HAMBURG

KREATIVPOTENTIALE HAMBURG ist ein Projekt der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien (BKM). Das Projekt wird seit 2017 von der Stiftung Mercator und der Gabriele Fink Stiftung gefördert. Ziel ist es, kulturelle Bildung in Schulen zu koordinieren, zu vernetzen und nachhaltig zu stärken: durch Kooperationen mit Hamburger Kultureinrichtungen, durch kulturelle Schul- und Unterrichtsentwicklung, durch Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte sowie durch die strukturelle Verankerung kultureller Bildung in schulischen Steuerungsinstrumenten.

KREATIVPOTENTIALE HAMBURG


Aktuelles


Was ist kulturelle Bildung?

vergrößern Was ist kulturelle Bildung? (Bild: Alexandra Calvert)

Das Hamburger Programm versteht kulturelle Bildung als wesentlichen Teil allgemeiner Bildung. Sie steht wissenschaftlichem Lernen nicht entgegen, sondern erweitert rationales Verstehen. Sie motiviert, ermöglicht Teilhabe und schafft Leistungsräume für alle. Kulturelle Bildung fördert emotionale und kognitive Kompetenzen ebenso wie kreatives „Um-die-Ecke-denken“: Schülerinnen und Schüler finden neue Wege, sich zu orientieren, und bleiben offenohrig und neugierig auf die Welt.

Wie wirkt kulturelle Bildung?

vergrößern Junge im Museum (Bild: © #821 – Colourbox.de)

Effekte kultureller Bildung sind wissenschaftlich messbar - das belegen Ergebnisse des „Forschungsfonds Kulturelle Bildung“. In sechs Forschungsprojekten wurde empirisch untersucht, welche Wirkung das Tanzen, Musizieren, Theaterspielen oder künstlerische Gestalten auf Kinder und Jugendliche hat. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur die Kreativität, sondern auch sprachliche Kompetenz, Empathiefähigkeit, Problemlösungskompetenz, Selbstwahrnehmung und -reflexion gezielt durch kulturelle Bildung gefördert werden können.
Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse finden Sie hier (direkter Download als PDF).
Der Forschungsfonds ist ein Projekt des Rates für Kulturelle Bildung e.V. und der Stiftung Mercator. Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen gehören u.a. das Max-Planck Institut für Bildungsforschung, die Universitäten Kassel, Marburg und Münster sowie das Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

Kulturelle Bildung als Querschnittaufgabe

vergrößern Blick durchs Fenster (Bild: Alexandra Calvert)

Kulturelle Bildung ist eine Querschnittsaufgabe: Sie findet nicht zusätzlich zum, sondern im jeweiligen Fachunterricht statt. In der Pilotphase des Hamburger Programms wurde dies in Kulturwerkstätten erprobt und evaluiert. Aktuell werden in einer Transferphase neue Beratungs- und Fortbildungsangebote entwickelt. Parallel dazu ermitteln Koordinatorinnen und Koordinatoren die Bedarfe der Schulen und Angebote der Kulturbetriebe. Ziel ist es, eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kulturbetrieben zu etablieren, fachübergreifende Fortbildungen und Beratung anzubieten und kulturelle Bildung im Orientierungsrahmen Schulqualität zu verankern.

Projektstruktur

vergrößern Projektstruktur (Bild: Kristina Calvert)

„KREATIVPOTENTIALE“ ist ein bundesweites Projekt, das in Hamburg im Jahr 2017 gestartet ist. Nach einer Pilotphase ist das Projekt im August 2019 in die Transferphase eingetreten. Das Organigramm umfasst zwei Säulen und verdeutlicht die verschiedenen Projektschwerpunkte: In der Säule 1 wird der Begleittext „Schulprofil Kulturelle Bildung“ entwickelt als Ergänzung zum Orientierungsrahmen Schulqualität. Federführend hierfür ist die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) . Die Säule 2 beinhaltet die Schwerpunkte Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter, Kulturbeauftragte, Kulturwerkstätten, Kooperationstag Kultur und das Netzwerk Hamburger Hospitationsschulen. Federführend für die Schwerpunkte der Säule 2 ist das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI).

Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter

vergrößern Besucher einer Kunstausstellung – Paris, Frankreich (Bild: © Knud Nielsen – Colourbox.de)

Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter haben die Aufgabe, Schulen, kulturelle Einrichtungen und Künstlerinnen und Künstler miteinander zu vernetzen. Sie können auf Anfrage beratend tätig werden, um Schulleitungen bei der Entwicklung eines kulturellen Profils und externen Kooperationen zu unterstützen. Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter verfügen über ein breites Erfahrungswissen in den Bereichen Schule und Kultur. Wer derzeit für uns als Kulturbotschafterin und Kulturbotschafter im Einsatz ist, sehen Sie hier.

Kulturbeauftragte

vergrößern Malkreise (Bild: © #5767 – Colourbox.de)

Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es an allen staatlichen allgemeinbildenden und beruflichen Hamburger Schulen Kulturbeauftragte. Sie sind an ihrer Schule Hauptansprechperson für den Bereich kulturelle Bildung und unterstützen die Schule darin, kulturelle Bildung weiterzuentwickeln. Die Benennung der oder des Kulturbeauftragten erfolgt durch die jeweilige Schulleitung. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer entsprechenden Qualifizierungsmaßnahme im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Kulturwerkstätten

vergrößern Leere Werkstatt (Bild: Alexandra Calvert)

Eine Kulturwerkstatt ist eine Kooperation von bis zu vier Schulen mit außerschulischen kulturellen Partnern. In Hamburg gibt es derzeit fünf Kulturwerkstätten, an denen 17 Schulen unterschiedlicher Schulformen teilnehmen. Jede Werkstatt arbeitet mit einem oder mehreren Kooperationspartnern an konkreten kulturellen Themen. Ziel ist es, kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe so zu strukturieren und zu gestalten, dass sie anschließend von den Schulen selbst wahrgenommen werden kann. Jede teilnehmende Schule entsendet bis zu fünf Lehrkräfte in eine Werkstatt, um sie im Bereich kultureller Schulentwicklung zu qualifizieren. Organisation und Planung der Treffen übernehmen erfahrene Koordinatorinnen und Koordinatoren. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Kulturwerkstätten werden evaluiert und dokumentiert, eine kurze Auswertung finden Sie hier. Qualitätsbereiche für Kooperationen, herausgegeben von der Bundesvereinigung Kultureller Kinder- und Jugendbildung e.V. (bkj), finden Sie hier.

Kooperationstag Kultur

vergrößern Menschenmenge von oben (Bild: © #7265 - Colourbox.de)

Der jährlich stattfindende „Kooperationstag Kultur“ dient dem Austausch und der Vernetzung aller Fachkräfte aus den Bereichen Schule und Kultur. Der letzte Kooperationstag fand am 19. März 2019 im Altonaer Museum statt. Über den Kooperationstag Kultur 2020 finden Sie hier in Kürze weitere Informationen.

Netzwerk Hamburger Hospitationsschulen

vergrößern Mindmap Netzwerk HH Hospitationsschulen (Bild: ©BKJ 2011)

Die Agentur für Schulberatung koordiniert und  unterstützt den Aufbau des "Netzwerks Hospitationsschulen": Hamburger Schulen öffnen ihre Türen und gewähren Einblicke in erprobte Lernarrangements und Projekte. Ein Netzwerk für Schulen mit kulturellem Profil ist im Aufbau. Darüber hinaus sollen Qualitätsdimensionen kultureller Bildung klar definiert werden. Hospitationsschule für eine Schule mit kulturellem Profil ist derzeit die Louise Schroeder Schule.

Kooperationen und Kontakte

vergrößern Tanz (Bild: Alexandra Calvert)

Das Hamburger Programm freut sich über die inspirierende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hamburger Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen. Zu unseren externen Partnern gehören u. a. das Altonaer Museum und das Museum für Arbeit. Es finden regelmäßig Netzwerktreffen statt, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Informationen zu den Terminen erhalten Sie über unseren Kontakt.

Fortbildungen und Beratung

Aktuelle Fortbildungen und Beratungsangebote im Landesinstitut zum Thema kulturelle Bildung finden Sie in Kürze hier.


KONTAKT

vergrößern Möwe (Bild: Alexandra Calvert)

KREATIVPOTENTIALE HAMBURG

Dr. Kristina Calvert
Operative Projektleitung Säule 2
kreativpotentiale@li-hamburg.de

Sandra Limburg
Asisstenz
kreativpotentiale@li-hamburg.de