Fortbildungen für Bildungsbündnisse

Eine Kooperation zwischen KREATIVPOTENTIALE HAMBURG und der Servicestelle „Kultur macht stark“ in der LAG Kinder- und Jugendkultur.

Fortbildungen für Bildungsbündnisse

Wie sehr wir auf unsere lokalen Netzwerke angewiesen sind, das haben wir seit Beginn der Pandemie spüren können. Nachbarschaft, berufliche Kompliz:innenschaft, Familien und Freunde – wir brauchen Gemeinschaft im privaten wie im beruflichen Umfeld.

So kam es auch zu der Kooperation zwischen KREATIVPOTENTIALE HAMBURG und der Servicestelle Kultur macht stark in der LAG Kinder- und Jugendkultur. Ausgangspunkt war die Überlegung: WAS können wir gemeinsam tun und WIE – mit dem Ziel, die Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche zu stärken. Ein Ergebnis war die Konzeption einer Fortbildungsreihe für Bildungsbündnisse, die bei der Veranstaltung „Zusammen stark“ am 24. August 2021 online vorgestellt wurde.

Eingeladen sind Akteur:innen aus dem Sozialraum sowie dem Kultur- und Bildungsbereich, pädagogische Fachkräfte und Vermittler:innen aus ganz Hamburg. Ziel ist es, die Kompetenzen im Team und damit die Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche zu stärken. Die folgenden Fortbildungen wurden auf der Veranstaltung „Zusammen stark“ vorgestellt:

Kreative Sprachbildung
Referentinnen: Ortrud Schwirz und Katja Meybohm,
Kinderkulturhaus Lohbrügge

Der Schlüssel zum Lernen und zum Erwerb von Sprachkompetenz ist für das Kinderkulturhaus KIKU der spielerisch-kreative Umgang miteinander – denn erst mit Spaß und Motivation lernt es sich gut. Zur Verbindung von Sprachbildung mit Kunst und Kultur bietet das KIKU eine aus vier Modulen bestehende Fortbildung an. Sie setzt sich aus vielen praktischen Übungen aus unterschiedlichen Kunstsparten zusammen. Theoretische Anteile werden eng an die Praxis geknüpft, um die konkrete Anwendung zu erleichtern.

 Für eine Zertifizierung durch LI und KIKU ist die aktive Teilnahme an allen vier Modulen und die Präsentation einer Praxiseinheit im vierten Modul Voraussetzung. Der vierte Workshop richtet sich an die Zertifizierungsanwärter:innen. In Eigenarbeit werden zwischen dem dritten und vierten Modul Kreativangebote mit sprachbildenden Praxisanteilen konzipiert. Der Termin bietet Gelegenheit, die Arbeitsergebnisse zu präsentieren und zu besprechen.

Künstlerische Vermittlungsformen im Museum
Referentinnen: Meike Klapprodt und Ruth Zimmer,
Kulturwerkstatt eins / Kreativpotentiale

Wir erproben künstlerische Vermittlungsformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kultureinrichtungen. Als Ort und Ausgangspunkt nutzen wir das Altonaer Museum, in dem wir Forschungs- und Aushandlungsprozesse mit kreativen Methoden und Zugängen anbieten. In der vierteiligen Workshopreihe sollen die Teilnehmenden das Museum als exemplarische Kultureinrichtung neu entdecken.

Wir wollen den Blick auf Ausstellungskonzepte und -stücke verändern und Gelegenheit bieten, den Ort über den Körper im Raum in Besitz zu nehmen. Erprobung und Austausch über diese und andere Vermittlungsformen ermöglichen den Transfer und eine eigene Anwendung.

Handlungsorientiertes Sprachtraining (HoT)
Referentinnen: Frauke Rubarth und Gesa Körner,
Gabriele Fink Stiftung

„Lava sprudeln lassen“, „Bananenmilch zubereiten“, „Klappbilder malen" und dabei aktiv Sprache üben! Alltagshandlungen, Bastelaufgaben und kleine Experimente werden durch einen abgesteckten Rahmen in Kleingruppen angeleitet. Eine klare Struktur in fünf Phasen gibt dabei Sicherheit und Orientierung für alle Beteiligten. Im Dialog zwischen den Durchführenden werden die Handlungen systematisch und wiederholend versprachlicht. Das Ordnen, Zuordnen und Kategorisieren der Zutaten, Materialien und Geräte fördert das situative Wissen sowie Wortfindung und Wortschatz (Wortfeldarbeit) und führt zum Aufbau einer altersentsprechenden Formulierungsfähigkeit.

Ganz allgemein verhilft das handlungsorientierte Sprachtraining zu einer deutlichen Steigerung der Selbstwirksamkeit und der Kreativität der Kinder. Die Veranstaltung befähigt die Teilnehmenden, die Methode selbst anzuwenden. Außerdem wird Material zur Verfügung gestellt, das die Unterrichtsvorbereitung stark unterstützt. In der Fortbildung wechseln theoretische Inputs mit praktischen Übungen, wobei der Schwerpunkt auf der Praxis liegt. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die Methode auch allgemein für sprachsensible Gestaltung von künstlerischen Einheiten hilfreich sein kann.

Die kostenlose Teilnahme wird ermöglicht durch KREATIVPOTENTIALE HAMBURG. Zur Anmeldung: https://t1p.de/4dw7