Ans Licht geholt: Eine Influenzmaschine aus dem Physikunterricht
Hochspannung pur erleben: Unsere historische Influenzmaschine zeigt, wie im 19. Jahrhundert Blitze im Schulunterricht erzeugt wurden.
Manchmal verbergen sich in den Sammlungen eines Museums Objekte, die einst zu den spektakulärsten Unterrichtsgeräten ihrer Zeit gehörten. Dazu zählt die Influenzmaschine aus unserem Bestand. Wir stellen sie ab heute in der Reihe „Ans Licht geholt“ vor und zeigen sie in unserem Raum „Große Pause“.
Um 1900 war die Influenzmaschine – häufig auch Wimshurst-Maschine genannt – ein fester Bestandteil vieler physikalischer Lehrmittelsammlungen. Mit ihr konnten Lehrkräfte elektrische Erscheinungen eindrucksvoll demonstrieren: Durch das Drehen einer Handkurbel werden zwei Ebonitscheiben in Bewegung gesetzt. Dabei trennen sich durch elektrostatische Induktion Ladungen, die sich sammeln und schließlich als sichtbarer Funke zwischen zwei Metallkugeln entladen.
Für die Schülerinnen und Schüler war dies ein faszinierendes Erlebnis: Es knisterte, funkte und plötzlich wurde sichtbar, was sonst unsichtbar blieb: elektrische Energie.
Die Influenzmaschine steht exemplarisch für einen Unterricht, der auf Beobachten und Experimentieren setzte, lange bevor moderne Laborausstattungen oder elektronische Demonstrationsgeräte zur Verfügung standen.
Mit diesem besonderen Exponat erinnern wir an die Geschichte des Physikunterrichts und daran, wie sehr wissenschaftliche Experimente schon vor mehr als hundert Jahren begeistern konnten.
Besuchen Sie uns: Die Influenzmaschine ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr im Hamburger Schulmuseum zu sehen.