Abenteuer Haus- und Nutztiere
Vorschule
VA-Beschreibung / Lernziel
Ausgehend von den Fragen „Was brauchen Tiere zum Leben?“ und „Welche Bedeutung haben Tiere für uns Menschen?“ entdecken die Kinder verschiedene Haus- und Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Meerschweinchen. Sie beobachten die Tiere mit allen Sinnen, lernen deren Bedürfnisse, Lebensweisen und Verhaltensweisen kennen und erfahren, wie Menschen Tiere halten und nutzen. Durch handlungsorientierte Aktivitäten wie das Fühlen und Bearbeiten von Wolle oder das Nachspielen von Tierpflege entwickeln sie ein grundlegendes Verständnis für Verantwortung, Fürsorge und einen achtsamen Umgang mit Tieren und Natur.
Inhaltliche Einordnung
- Tiere als Lebewesen und ihre Bedürfnisse
- Unterschiede zwischen Haus- und Nutztieren
- Verhalten und Lebensweise von Tieren (z. B. Herdentiere und Kleintiere)
- Zusammenhang von Körperbau, Ernährung und Lebensweise
- Nutzung von Tieren als Ressource (z. B. Wolle)
- Grundlagen artgerechter Tierhaltung
- Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren und Umwelt
Ausrichtung am Hamburger Bildungsplan (Vorschule)
- Im Bereich Natur-Umwelt-Technik lernen die Kinder Tiere als Lebewesen kennen, verstehen grundlegende Bedürfnisse und erkennen erste Zusammenhänge zwischen Mensch, Tier und Umwelt.
- Im Bereich Sprache und Kommunikation erweitern sie ihren Wortschatz, beschreiben Beobachtungen und tauschen sich über Erfahrungen mit Tieren aus.
- Im Bereich Denken und Problemlösen vergleichen sie Tiere, erkennen einfache Zusammenhänge und treffen erste Entscheidungen, etwa bei der Auswahl von Futter oder Gehegeausstattung.
- Im Bereich Soziale und Emotionale Entwicklung entwickeln sie Empathie für Tiere, üben Rücksichtnahme und übernehmen Verantwortung.
- Im Bereich Ästhetische Bildung setzen sie sich kreativ mit Materialien wie Wolle auseinander und stellen Tiere gestalterisch dar.
- Im Bereich Körper und Bewegung erleben sie Tiere über Bewegungsnachahmung und sammeln motorische Erfahrungen in praktischen Tätigkeiten.
Kompetenzen
- Die Kinder beobachten Tiere aufmerksam mit allen Sinnen.
- Sie beschreiben einfache Merkmale und Verhaltensweisen.
- Sie erkennen grundlegende Bedürfnisse von Tieren.
- Sie vergleichen unterschiedliche Tiere.
- Sie handeln achtsam im Umgang mit Lebewesen.
- Sie treffen einfache Entscheidungen, etwa bei der Auswahl von Nahrung.
- Sie äußern eigene Gedanken und Gefühle zu Tieren.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Die Kinder sammeln erste Erfahrungen mit Verantwortung für Tiere und entwickeln ein Verständnis für nachhaltige Nutzung von Naturressourcen, beispielsweise am Beispiel von Wolle. Sie lernen, Tiere als schützenswerte Lebewesen wahrzunehmen und entwickeln eine wertschätzende Haltung gegenüber Natur und Umwelt.
Bezug zu SDG 12 und SDG 15.
Aufgabengebiete
Umwelterziehung
Konkretisierung der Inhalte und Methoden
Zu Beginn tauschen sich die Kinder über bekannte Tiere aus und begegnen anschließend Schafen, Ziegen und Meerschweinchen. Dabei werden grundlegende Regeln im Umgang mit Tieren eingeführt.
Im nächsten Schritt erarbeiten sie die Bedürfnisse der Tiere. In spielerischen Zuordnungsaufgaben wählen sie passende Nahrung und Ausstattungen aus und gestalten ein einfaches Gehege-Modell.
In der Beobachtungsphase betrachten die Kinder die Tiere genau, nehmen Unterschiede wahr und vergleichen Merkmale wie Größe, Fell oder Verhalten.
In handlungsorientierten Phasen üben die Kinder den respektvollen Umgang mit Tieren anhand von Modellen oder Kuscheltieren. Bewegungs- und Rollenspiele greifen typische Verhaltensweisen der Tiere auf.
Zum Abschluss reflektieren die Kinder gemeinsam, was Tiere zum Wohlfühlen brauchen und wie Menschen verantwortungsvoll mit ihnen umgehen können. Ergebnisse werden im Gespräch oder durch kleine Produkte sichtbar gemacht.