Ökotarium

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Gewässerökologische Exkursion an Hamburger Fließgewässern

Sekundarstufe II

VA-Beschreibung / Lernziel

Ausgehend von der Fragestellung „Wie lässt sich der ökologische Zustand eines Fließgewässers beurteilen?“ erarbeiten sich die Schüler:innen auf einer Exkursion grundlegende Methoden des Gewässer-Monitorings. Sie führen eigenständig chemische und biologische Untersuchungen durch, erfassen strukturelle Merkmale des Gewässers und werten ihre Ergebnisse im Hinblick auf die ökologische Zustandsklasse aus. Dabei entwickeln sie ein vertieftes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen natürlichen Prozessen und menschlichen Eingriffen, insbesondere im Kontext von Renaturierungsmaßnahmen.

Übersicht

Lernort

Ökotarium

Dauer

4 Std.

Zeitraum

März – November

Zielgruppe/Schulart

Klasse 11–13, STS Gym

TN-Zahl

max. 30

Kosten

Für Hamburger Schulen ist
dieses Angebot kostenfrei.

Organisatorische Hinweise:

Für die Exkursion werden Gummistiefel bzw. robustes Schuhwerk benötigt.

Kontakt

Tel: (040) 42 88 42-950, E-Mail: oekotarium@li.hamburg.de

Inhaltliche Einordnung

  • Erfassung und Analyse biotischer und abiotischer Faktoren in einem Fließgewässer
  • Zusammenhang von Biotopstruktur und Biozönose
  • Qualitative und quantitative Erfassung von Arten als Bioindikatoren
  • Erhebung chemischer Parameter und Vergleich mit Referenzdaten
  • Bewertung der Gewässerstruktur und des ökologischen Zustands
  • Analyse von Renaturierungsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf Ökosysteme

Fächer

Biologie, ggf. Chemie, Geografie

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler…

  • führen eigenständig gewässerökologische Untersuchungen durch und wenden fachspezifische Methoden an.
  • erheben, protokollieren und analysieren Daten unter Nutzung digitaler Werkzeuge.
  • werten Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf ökologische Fragestellungen aus.
  • verknüpfen strukturelle, chemische und biologische Parameter zur Bewertung eines Ökosystems.
  • bewerten anthropogene Einflüsse sowie Maßnahmen zur Renaturierung aus ökologischer Perspektive.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Bedeutung naturnaher Gewässer und reflektieren die Auswirkungen menschlicher Eingriffe sowie Möglichkeiten nachhaltiger Gewässerentwicklung.

SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

SDG 14 – Leben unter Wasser

Leben und Lernen in einer digital geprägten Welt

Einsatz digitaler Messwerterfassung, Nutzung von Apps zur Datenerhebung und -auswertung sowie Vergleich mit Online-Messnetzdaten

Aufgabengebiete

Umwelterziehung

Konkretisierung der Inhalte und Methoden

  • Die Schüler:innen führen im Rahmen einer Exkursion gewässerökologische Untersuchungen an einem Hamburger Fließgewässer durch und nutzen dabei Untersuchungskoffer sowie digitale Messgeräte.
  • Sie erfassen chemische Parameter und biologische Indikatoren, bestimmen Organismen und führen ergänzend eine Planktonuntersuchung durch. Parallel dazu kartieren sie strukturelle Merkmale des Gewässers und bewerten diese im Hinblick auf die Gewässerstrukturqualität.
  • Die erhobenen Daten werden dokumentiert, ausgewertet und vor Ort mithilfe digitaler Anwendungen mit aktuellen Messwerten des Wassergütemessnetzes verglichen.
  • Auf dieser Grundlage leiten die Schüler:innen Aussagen zum ökologischen Zustand des Gewässers ab und setzen diese in Beziehung zu Renaturierungsmaßnahmen im Untersuchungsgebiet.
  • Abschließend reflektieren sie ihre Ergebnisse im Kontext nachhaltiger Gewässerentwicklung und menschlicher Eingriffe in Ökosysteme.