Demokratiebildung

tincon Hamburg 2022 Reeperbahn Festival
© christophberens

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Veränderte Lernkultur

Demokratische Lernkultur im Unterricht – Offenheit schafft Beteiligung

Das Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen unterstützt Schulen und Kollegien bei der Entwicklung und Umsetzung demokratischer Lernformen – durch Fortbildungen, Materialien, Beratung und Begleitung vor Ort.

Demokratiebildung beginnt nicht erst im Klassenrat oder in der Schulkonferenz – sie beginnt im Unterricht. Die Art und Weise, wie Lernen organisiert ist, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Verantwortung verteilt wird, prägt das Demokratieverständnis von Schüler:innen unmittelbar. Offene Lernformen schaffen dafür ein lernförderliches Klima: Sie eröffnen Räume für Mitgestaltung, ermutigen zur Eigenverantwortung und machen Vielfalt als Ressource erfahrbar.

In Hamburg betont das Schulgesetz die Aufgabe von Schule, junge Menschen zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft zu befähigen. Das gelingt dann besonders gut, wenn Unterricht nicht allein auf die Vermittlung von Inhalten zielt, sondern Lernprozesse gestaltet, in denen demokratische Erfahrungen möglich sind. Formate wie Projektarbeit, Lernen durch Engagement oder offene Lernlandschaften geben Schüler:innen Handlungsspielräume – sie entscheiden mit, entwickeln Ideen, diskutieren, kooperieren, reflektieren und übernehmen Verantwortung.

Fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip: Entdecken Sie hier Materialien und Angebote für einzelne Unterrichtsfächer: Fächersteckbriefe und passende Angebote der Landeszentrale für politische Bildung BW

Besonders praxisnah können sich Lehrkräfte beim jährlichen Barcamp „Kommt zum Campus“ mit Kolleg:innen zu offenen Lernformen austauschen und Inspiration für den eigenen Unterricht sammeln. Und über das Programm Lernen durch Engagement („You:ful“ der BürgerStiftung Hamburg) wird gesellschaftliches Engagement direkt mit Fachunterricht verknüpft – ein wirkungsvoller Weg, Demokratie im Schulalltag konkret erfahrbar zu machen.

Gerade in einer Stadt wie Hamburg, die von sozialer und kultureller Vielfalt geprägt ist, sind offene Lernformen ein pädagogisches Werkzeug, um Chancengleichheit zu fördern und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Das LI unterstützt Lehrkräfte mit Fortbildungsangeboten, Hospitationsformaten und Beratung bei der Entwicklung eines demokratisch orientierten Unterrichts, der junge Menschen ernst nimmt und sie auf eine komplexe, demokratische Gesellschaft vorbereitet.