Gesundheitsheitsförderung

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Katastrophenschutz in Schulen

Auf dieser Seite finden Sie Links zu Materialien, Informationsquellen und Hinweise für die Umsetzung des Themas Katastrophenschutz in der Schule

 

Katastrophenschutz Introbild
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Einführung

Der Katastrophenschutz in der Schule umfasst Maßnahmen und Vorkehrungen, um Schulen auf den Umgang mit Not- und Krisensituationen wie Naturkatastrophen, Bränden, Unfällen oder gewalttätigen Vorfällen vorzubereiten. Ziel ist es, die Sicherheit von Schülerinnen, Schülern und pädagogischem Personal zu gewährleisten und im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren. Durch präventive Maßnahmen wie Evakuierungspläne, und regelmäßige Übungen sollen Schulen in der Lage sein, Gefahren frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und wirksame Notfallmaßnahmen zu ergreifen. Im Unterricht werden Themen des Katastrophenschutzes inhaltlich eingebunden. So können Kompetenzen zur Stärkung der Selbst- und Fremdhilfe ausgebaut werden. Durch die Vermittlung von Wissen über Notfallmaßnahmen wie Erste Hilfe, Evakuierung oder das richtige Verhalten bei Feuer oder Naturkatastrophen werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, im Ernstfall schnell und verantwortungsvoll zu reagieren – sowohl für sich selbst als auch für andere. Kinder und Jugendliche setzen sich inhaltlich mit Krisensituationen und angemessenem Umgang mit diesen auseinander mit dem Ziel, Handlungsmöglichkeiten zu kennen und die emotionale und psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu stärken.

 

Übersicht Anknüpfungspunkte

Sie finden hier eine Übersichtstabelle für Anknüpfungspunkte im Unterricht und Schulalltag.

 

Vorhandene Strukturen an Hamburger Schulen

Der Krisenordner für Hamburger Schulen ist ein umfassendes Handbuch, das das Personal dabei unterstützt, auf Krisensituationen wie Gewaltvorfälle, Amokläufe, Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder den plötzlichen Tod von Schülerinnen und Schülern oder Lehrkräften vorbereitet zu sein. Dieser Ordner dient als Leitfaden und Handlungsanweisung, um in Extremsituationen schnell, strukturiert und angemessen zu reagieren.

 

Der Krisenordner

  • bietet schnell verfügbare Handlungshinweise für alle an Schule Beteiligten,
  • leistet Orientierungshilfe in der Organisation der Krisenhelfenden,
  • definiert Aufgaben der verschiedenen Personengruppen,
  • liefert Hinweise und Hilfen mit entsprechenden Hintergrundinformationen
  • stellt Musterbriefe und Dokumentationshilfen zur Verfügung.

 

Das Verhalten in Krisensituationen sollte regelmäßig eingeübt werden. Eine Möglichkeit dazu sind die jährlich durchzuführenden Brandschutzübungen.

Katastrophenschutz 2
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Eine Brandschutzübung ist auf die Evakuierung der Gebäude und die zweifelsfreie Feststellung der Vollzähligkeit der auf den Sammelplätzen angekommenen Personen fokussiert. Im Vorfeld sollen die zu übenden Szenarien und Vorsichtsmaßnahmen mit allen Beteiligten besprochen werden und nach den Übungen nachbereitet werden.

 

In allen Schulen sind regelmäßig Feueralarmproben durchzuführen. Ziel dieser Alarmproben ist es, das richtige Verhalten beim Ausbruch eines Brandes zu üben. Grundlage dazu ist die Dienstvorschrift Feuersicherheit an Schulen mit Stand vom 01.01.2017, die verbindlich umgesetzt werden muss.

 

Anknüpfungspunkte für den Unterricht

Die Hamburger Bildungspläne bieten für alle Schulformen und Jahrgangsstufen inhaltliche Anknüpfungspunkte für die Einbindung des Themas Katastrophenschutz in den Unterricht.

Im Allgemeinen Teil für die ab Schuljahr 2023/24 neu aufgelegten und für 3 Jahre zur Erprobung freigegebenen Bildungspläne ist die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Querschnittsthema ausgeführt. Ziel ist u.a. Lebensgrundlagen und Lebenschancen zu bewahren. Dazu gehört, Aktivitäten in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt an den Kategorien der Zukunftsfähigkeit und Gerechtigkeit auszurichten. In diesem Rahmen kann das Thema Katastrophenschutz im Unterricht aufgegriffen werden.

Anknüpfungspunkte für die Grundschule finden sich im Fach Sachunterricht in Jahrgang 1 beim Thema „Meine Schule – meine Klasse (räumliche Orientierung in der Schule (Gebäude und Außengelände, Fluchtwege, Brandschutzeinrichtungen). 

In Jahrgang 2 beim Thema „der menschliche Körper (Gesundheit schützen), Bezug möglich zu Erste Hilfe (Aufgabengebiet Gesundheitsförderung),

in Jahrgang 3 und 4 bei den Themen „Unser Stadtteil“, „Feuer – nützlich und gefährlich“ und „Wetter und Klima“ mit den Unterpunkten: Wasser - Stoff und Ressource (Wasserversorgung; Bedeutung  sauberen Trinkwassers, Bedeutung der Ressource Wasser; Eigenschaften des Wassers, auch Überschwemmungen, Starkregenfälle usw.), Energie und Strom (Bedeutung der Energieversorgung; unsere Abhängigkeit von der Stromversorgung, elektrische Geräte; was tun bei Stromausfall?).

In Jahrgang 4 folgt das Thema Hafenstadt Hamburg (Bewusstsein für Sturmflutgefahren; große Sturmflut 1962).

Im Bereich des Aufgabengebietes Gesundheitsförderung soll am Ende von Klasse 4 fachliche Kompetenz im Bereich ‚Miteinander gesund bleiben‘ erworben werden. Inhaltlich finden sich im Themenbereich 4 zur Hygiene- und Sicherheitserziehung Anknüpfungspunkte für Jahrgangsstufe 1–2 in den Themenfeldern „Brandschutz und Verhalten bei Feueralarm“ und „Notruf absetzen“. In Jahrgangsstufe 3–4 bieten die Bereiche „Absetzen eines Notrufs“ und „altersgemäße Erste-Hilfe-Maßnahmen“ entsprechende Anknüpfungspunkte.

Im Aufgabengebiet Globales Lernen bietet sich die Thematisierung von Katastrophenschutz bei der Bearbeitung des Themenbereiches 2: „Planet – Klimakrise und Nahrung und Wasser als Menschenrecht“ an. 

Im Aufgabengebiet Gesundheitsförderung kann der Aspekt „Lebensmittel- und Getränkevorrat“ in allen Jahrgangsstufen und Schulformen in der Ernährungsbildung im Rahmen der Gesundheitsförderung bearbeitet werden.

Anknüpfungspunkte für Stadtteilschulen und Gymnasien finden sich im Fach Geographie in Jahrgang 5 und 6 beim Thema „Orientierung: Nahraum und auf der Erde“, Jahrgang 9 und 10 beim „System Erde: Klimawandel – Ursache und Folgen“.

Im Bereich des Lernbereich Gesellschaftswissenschaften gäbe es Anknüpfungspunkte für den Jahrgang 5/6 im Modul Leben in der Stadt, in Jahrgang 7/8 Friedliches Zusammenleben und Menschenrechte und in Jahrgang 9/10 bei den Themen Internationale Konflikte, Klima im Wandel und Grundzüge des Rechts.

 

Einbindung außerschulischer Kooperationspartner

Seitens des LI wird geprüft, inwieweit außerschulische Kooperationspartner im Rahmen der Ersten Hilfe Maßnahmen des Reanimationstrainings sowie des Schulsanitätsdienstes die Thematik des Katastrophenschutzes aufgreifen können. Dieses wird im Arbeitskreis Reanimation, in der Arbeitsgruppe zum Wettbewerb Schulsanitätsdienste sowie bilateral mit einzelnen Hilfsorganisationen erörtert (siehe Pilotprojekt - Reanimationstraining an Hamburger Schulen).

 

Bundesweiter Warntag 2026

6. bundesweiter Warntag am Donnerstag,  dem 10. September 2026

Warntag 2025
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Am zweiten Donnerstag im September findet jedes Jahr der bundesweite Warntag statt – im nächsten Jahr ist das am 10. September

Um 11.00 Uhr werden deutschlandweit Probealarme ausgelöst, über Sirenen, Warn-Apps (z. B. NINA, KATWARN), Radio, Fernsehen, digitale Tafeln und per Cell Broadcast aufs Smartphone. Die Übung endet mit einer Entwarnung um etwa 11.45 Uhr. Ziel ist es, die Warninfrastruktur zu prüfen und die Bevölkerung auf mögliche Gefahren richtig vorzubereiten.

Da an 40 Hamburger Schulen Probealarm ausgelöst wird und in ganz Hamburg an vielen Stellen Warntöne zu hören sein werden, sollte der Hintergrund des bundesweiten Warntages mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht thematisiert werden, direkt am bundesweiten Warntag oder vorher. Ein besonderes Augenmerk gilt hier den geflüchteten Schülerinnen und Schülern aus Kriegsgebieten, um eine mögliche Retraumatisierung zu verhindern.

Grundsätzlich kann der bundesweite Warntag zum Anlass genommen werden, an den Schulen einen Aktionstag oder eine Unterrichtseinheit zum Thema Katastrophenschutz durchzuführen. Ein besonders zu beachtender Punkt ist hierbei der Hochwasserschutz in den Hamburger Stadtteilen, die an Elbe, Alster und Bille liegen.

Leitfragen dazu sind beispielsweise:

  • Wie kann ich mich zu Hause schützen?
  • Was gibt es zum Katastrophenschutz im Stadtteil?
  • Was gibt es zum Katastrophenschutz in Hamburg?
  • Was gibt es zum Katastrophenschutz in anderen Regionen der Welt?

In diesem Zusammenhang bzw. daran anknüpfend kann mit den Schülerinnen und Schülern der Umgang mit anderen Gefährdungssituationen, wie beispielsweise das Verhalten bei Hochwasser/ einer Sturmflut sowie bei Unwetter thematisiert werden.

Weiterführende Links direkt zum Thema, auch zu Unterrichtsmaterialien:

Katastrophenschutz 3
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Linkliste Unterrichtsmaterialien

 

Linkliste weiterführende Informationen