Interkulturelle Erziehung

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Bericht zum Fachtag "Diversität und Demokratie"

Am Dienstag, den 18. November 2025, lud die Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung (BIE) am LI dazu ein, im Rahmen eines Fachtags über Demokratiebildung in der Migrationsgesellschaft zu reflektieren.

BILD Fachtag Diversität und Demokratie Moderation
© Mangroove Films UG

In elf unterschiedlichen Praxisforen stellten Kolleginnen und Kollegen aus Hamburger Schulen den über 200 Teilnehmenden erprobte Maßnahmen vor, um die Teilhabe und den demokratischen Diskurs an Hamburger Schulen zu unterstützen.

Zu Beginn erfuhr die BIE eine Würdigung zu ihrem 25-jährigen Bestehen durch Heinz Grasmück, Direktor des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI), in der er die inhaltliche Pionierarbeit der Beratungsstelle mit ihren vielfältigen Kooperations-Angeboten für Schulen und ihren großen Netzwerken an schulischen Multiplikatorinnen hervorhob. 

Wie die Beratungsstelle im Laufe der Jahre immer wieder ihre Anpassungsfähigkeit an aktuelle Diskurse und Herausforderungen unter Beweis stellte, ließ sich einem kurzen filmischen Rückblick entnehmen.

Im darauffolgenden Vortrag illustrierte Frau Prof.in Ellen Kollender, Juniorprofessorin für Inklusion und Diversität am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik der Leuphana Universität Lüneburg anhand von Videos und Zitaten das folgende Dilemma: Zwar würde von allen Gruppen der Gesellschaft erwartet, besonders aber von der Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund erwartet, demokratische Prozesse inhaltlich zu unterstützen. Dennoch würde die Gruppe der Personen mit Migrationsgeschichte selbst nicht als selbstverständlicher Teil Deutschlands gesehen werden. Wie Studien zeigen, erlebt diese Gruppe zum Teil Ausgrenzung und Rassismus in der Gesellschaft, was sowohl demokratischen Grundprinzipien widerspricht als auch eine Beteiligung an demokratischen Prozessen eher verhindert.

BILD Fachtag Diversität und Demokratie Kollender
© Mangroove Films UG Prof.in Dr. Ellen Kollender, Leuphana Universität


Schulen können hier jedoch einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlichen Demokratiebildungsprozessen, führte Frau Prof.in Ellen Kollender aus: Es gelte daher, die Ausbildung demokratischer Reflexivität mit Rassismus-, Diversitäts- und Diskriminierungssensibilisierung zu verbinden und demokratische Schulentwicklung in der Migrationsgesellschaft als Arbeitsprinzip zu etablieren. 

Die Mitarbeitenden der BIE, die zahlreichen Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte, die in den Foren von ihrer Schulpraxis berichteten, fühlten sich durch den Vortrag darin bestärkt, sich weiterhin in den Hamburger Schulen zu engagieren, um noch mehr Schülerinnen und Schülern die Teilhabe an demokratischer Praxis zu ermöglichen und sie so für ihre Zukunft stark zu machen.

Detaillierte Informationen zum Programm erhalten Sie hier.