Beratung & Diagnostik
Einzelfallberatung
Der Auftrag der Beratungsstelle besondere Begabungen ist es, die schulische Entwicklung von leistungsstarken, besonders begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schülern zu unterstützen. Unser Beratungsangebot richtet sich an schulische Lehr- und Fachkräfte, Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern. Wir beraten zum Beispiel zu Themen wie Fördermöglichkeiten in der Schule, Enrichmentangebote, Springen oder vorzeitige Einschulung sowie zu Underachievement1. In der Regel erfolgt eine Beratung und/ oder Diagnostik in Kooperation mit der Schule
Fachkräfte für Begabtenförderung bzw. Ansprechpersonen für Begabtenförderung können per E-Mail oder telefonisch zu unseren Sprechzeiten einen Beratungstermin mit uns vereinbaren. In sehr dringenden Fällen ist eine telefonische Vorklärung möglich.
Eltern sowie Schülerinnen und Schüler
In der Regel hat jede Schule in Hamburg eine Ansprechperson, die Sie in Fragen der Begabungs- und Begabtenförderung eingehend beraten kann. Nehmen Sie als Erstes Kontakt zu dieser Person oder dem Beratungsdienst der eigenen Schule auf. Sollten vorrangig Lern- oder Integrationsschwierigkeiten einer Schülerin oder eines Schülers im Vordergrund stehen, ist das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum (ReBBZ) die geeignete Anlaufstelle. Auch dort verfügen die Kolleginnen und Kollegen über Wissen und Kompetenz im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung und stehen regelmäßig im Austausch mit der BbB. Die Ansprechperson der Schule oder die Kolleginnen und Kollegen vom ReBBZ nehmen bei Bedarf mit uns Kontakt auf. Wenn es um Fragen oder Konflikte im Bereich der schulischen Begabungsförderung geht, steht die Ombudsstelle besondere Begabung betroffenen Familien unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite.
Sollten diese Möglichkeiten ausgeschöpft sein bzw. Ansprechpersonen nicht zur Verfügung stehen, dann können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Schicken Sie bitte zur Terminvereinbarung eine E-Mail mit Ihrem Anliegen und Ihrer Telefonnummer an: beratung-bbb@li.hamburg.de
Intelligenzdiagnostik Bei einigen Fragestellungen ist die Durchführung einer Intelligenztestung sinnvoll: wenn zum Beispiel eine vorzeitige Einschulung oder das Überspringen einer Klassenstufe überlegt wird oder wenn diskrepante Einschätzungen zur Begabung des Kindes vorliegen. Fragen Sie bitte zuerst in Ihrer Schule nach, wer eine Intelligenzdiagnostik durchführen kann, zum Beispiel die Sonderpädagogin/ der Sonderpädagoge oder die Beratungslehrkraft. Auch die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) können Testungen durchführen. Sofern eine erste diagnostische Abklärung vorliegt und hierzu Fragen auftauchen, integrieren wir diese in unsere Beratung und das weitere Vorgehen. Sofern eine Testung aus nachvollziehbaren Gründen weder in der Schule noch bei dem ReBBZ erfolgen kann und eine entsprechende Fragestellung vorliegt, kann die Diagnostik auch in der BbB durchgeführt werden. Hierzu beraten wir Sie gerne.
Die Beratungsstelle (BbB) ist für Schülerinnen und Schüler in Hamburg tätig
Bitte beachten Sie, dass wir als Beratungsstelle der Hamburger Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) ausschließlich für Schülerinnen und Schüler aus Hamburg zuständig sind. Wenn Ihr Kind eine Schule in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein besucht, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpersonen vor Ort. Eine Übersicht zu allen Bundesländern finden Sie hier.
Wir beraten Sie bei Bedarf zur Schulwahl, können aber keine Schulempfehlungen aussprechen. Denn in Hamburg ist der zentrale Ort für die Förderung von leistungsstarken, besonders und hochbegabten Schülerinnen und Schülern die jeweilige Schule. Die Begabtenförderung ist eine reguläre Aufgabe jeder Lehrkraft und jeder Schule (HmbSG §3, Absatz 3). Somit haben alle Hamburger Schulen eine Ansprechperson für dieses Thema und schulinterne Förderkonzepte für leistungsstarke, besonders begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schülern entwickelt. Wenn Sie Fragen zur Schulwahl haben, dann können Sie sich über die Informationsseite des ZSJ Hamburg zu den weiterführenden Schulen informieren. Dort stellen sich die Schulen kurz vor und Sie finden Hinweise zur Begabtenförderung oder zu den Profilen der Schulen. Auch die Grundschulen und weiterführenden Schulen aus dem Projekt „Leistung macht Schule“ (LemaS) sind für hochbegabte Kinder interessant.
Wir beraten Eltern von Kindern im Kita-Alter nur bezüglich der vorzeitigen Einschulung. Wenn Ihr Kind in die Kita geht, können Sie sich – neben der regulären Beratung durch Erzieherinnen und Erzieher - an die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) wenden.
Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema der Begabungs- und Begabtenförderung finden Sie in unseren FAQ`s.
1 Man spricht von einem Underachievement, wenn eine bedeutsame negative Diskrepanz zwischen dem intellektuellen Potenzial und der gezeigten Leistung bei besonders begabten und hochbegabten Schülerinnen und Schülern über einen längeren Zeitraum vorliegt (Preckel & Vock, 2021). Ein Underachievement geht mit einem erheblichen Leidensdruck einher.
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