LEMAS

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LemaS in Hamburg

Mit der Auftaktveranstaltung zu Beginn des Schuljahres 2023/24 beginnt die fünfjährige Transferphase, die bis zum Ende des Schuljahres 2027/28 fortlaufen wird.

Die insgesamt 43 Schulen (19 Grundschulen, 11 Stadtteilschulen, 13 Gymnasien) verteilen sich auf drei regionale LemaS-Netzwerke, innerhalb derer ausgewählte, an der ersten Projektphase beteiligte Schulen als Multiplikatorschulen wirken. Thematische Schwerpunkte sind übergreifende Aspekte der begabungsförderlichen Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Potenzialerkennung und -förderung im MINT- und im sprachlichen Unterricht.

Die Multiplikatorschulen werden fortlaufend ihre Erfahrungen sowie die Ergebnisse der Teilprojekte (d. h. Erkenntnisse sowie die Konzepte, Strategien und Materialien, die sich bewährt haben) an die anderen Schulen ihres Netzwerkes transferieren. Sie werden bei dieser Aufgabe durch den neuen, zweiten wissenschaftlichen Forschungsverbund unterstützt.

Die Netzwerkarbeit selbst wird durch das Landesinstitut (LIF 26, Beratungsstelle besondere Begabungen) begleitet. Neben der Koordination aller Aktivitäten, beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BbB die schulischen Projektgruppen bei der Weiterentwicklung der schulischen Förderkonzepte und stellen das Fachwissen sowie praktische Erfahrungen aus der Umsetzung der Begabungs- und Begabtenförderung in den Fortbildungen zur Verfügung.

 

LemaS in Hamburg: Neue Impulse für die Begabungs- und Begabtenförderung an Schulen

 Das bundesweite Projekt „Leistung macht Schule“ (LemaS) entfaltet in Hamburg zunehmend seine Wirkung. Im vergangenen Schuljahr wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um begabte und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. Der Fokus lag dabei auf schulnahen, nachhaltigen und praxisorientierten Ansätzen.

Individuelle Begleitung der Schulen

Alle Projektschulen wurden durch Planungs- und Beratungsgespräche individuell begleitet. Gemeinsam mit Netzwerkkoordinatorinnen und Netzwerkkoordinatoren sowie Mitgliedern der Schulleitungen wurden Entwicklungsstände reflektiert und weitere Schritte abgestimmt. Viele Schulen nutzten diese Gespräche, um schulinterne Fortbildungen zu planen oder vertiefende Beratungsprozesse zu starten.

Transfer-AGs als Motor schulischer Entwicklung

Mit dem Start von sieben Transfer-Arbeitsgruppen erhielten die teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, erprobte Materialien und Konzepte aus dem LemaS-Forschungsverbund kennenzulernen. Vom Forschenden Lernen über Komplexe Aufgaben in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch bis hin zur pädagogischen Diagnostik decken die Transfer-AGs eine breite Themenpallette ab. Der kollegiale Austausch innerhalb dieser Gruppen wurde von den Beteiligten als sehr wertvoll beschrieben. Erste Ideen wurden bereits erprobt, und viele neue Impulse für die Unterrichtsentwicklung entstanden. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Transfer-AGs ein zentraler Bestandteil gelingender Schulentwicklung sind.

Austausch über Landesgrenzen hinweg

Ein besonderes Highlight waren die Hospitationstage am 5. und 6. November 2024. Eine Delegation aus Österreich erhielt an diesen beiden Tagen intensive Einblicke in die LemaS-Praxis Hamburger Schulen. Die Gespräche und Unterrichtsbesuche machten deutlich, wie vielfältig und innovativ die Projektarbeit an den Schulen umgesetzt wird. Sowohl Gäste als auch Gastgeberinnen und Gastgeber berichteten von durchweg positiven Erfahrungen.

Regionale Netzwerktreffen mit Praxisbezug

Nach dem großen Netzwerktreffen im September 2024 fanden in allen Regionen Hamburgs zwei weitere Treffen statt. Dabei präsentierten gastgebende Schulen ihre Konzepte und gaben Einblicke in ihre Entwicklungsprozesse. Der kollegiale Austausch stand dabei ebenso im Mittelpunkt wie praxisnahe Impulse für die eigene Schulentwicklung. Ergänzend wurden netzwerkübergreifende Fortbildungen zu zentralen Themen der Begabtenförderung (u.a. KI in der Begabtenförderung, Enrichment an der Schule gestalten und Universal Design for Learning) angeboten. 

LemaS-Impulse für ganz Hamburg

Um die Erkenntnisse aus dem Projekt auch außerhalb der Projektschulen zugänglich zu machen, wurden im Herbst 2024 und im Frühjahr 2025 zwei große Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Hierbei wurden zentrale LemaS-Konzepte (u.a. das DiFF-Projekt) vorgestellt und Wege aufgezeigt, wie diese in unterschiedlichen schulischen Kontexten wirksam werden können.

Schulleitungen im Dialog

Ein speziell entwickeltes Workshop-Format brachte Hamburger Schulleitungen zusammen, um zentrale Fragen der Projektsteuerung zu diskutieren. Im Fokus standen Themen wie Qualitätssicherung, Wirkungsmessung und interne Organisation. Der offene Austausch trug dazu bei, gemeinsame Perspektiven für die Weiterentwicklung des Projekts zu entwickeln. 

Enrichment-Kurse mit externen Expertinnen und Experten

In Kooperation mit der Claussen-Simon-Stiftung konnten an allen Projektschulen erneut hochwertige Enrichment-Kurse angeboten werden. Externe Expertinnen und Experten entwickelten gemeinsam mit den Schulen anspruchsvolle Formate zu komplexen Fragestellungen für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Angebot verdoppelt, was die hohe Nachfrage und den großen Erfolg dieses Bausteins unterstreicht.

Noch drei weitere Projektjahre

LemaS in Hamburg befindet sich auf einem gutem Weg. Die Maßnahmen zeigen, dass Begabtenförderung wirksam, praxisnah und gemeinsam gestaltet werden kann. Besonders erfreulich ist, dass nicht nur die beteiligten Schulen, sondern zunehmend auch das gesamte Hamburger Schulsystem von den Impulsen des Projekts profitiert. Im Zentrum steht dabei stets das Ziel, das Lernen für alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu gestalten.

LemaS Auftakt zweites Jahr Transferphase
© LI Hamburg
LemaS-Auftakt zweites Jahr Transferphase
© LI Hamburg