Biologie

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Handreichung zu Human Remains in Schulsammlungen

In zahlreichen Hamburger Schulsammlungen sind menschliche Überreste, sogenannte Human Remains, vorhanden. Etwa 40 Prozent der weiterführenden Schulen in Hamburg bewahren solche Überreste in ihren Biologiesammlungen auf. Die Frage, was mit diesen Überresten geschehen soll, ist komplex und erfordert eine Betrachtung aus wissenschaftlichen, juristischen und ethischen Perspektiven.

Die Handreichung bietet einen umfassenden Einblick in dieses Thema. Sie enthält Beiträge von Expert:innen aus den Bereichen Biologiedidaktik, anthropologischer Forensik, Provenienzforschung und Medizingeschichte. Diese Fachleute befassen sich mit der Herkunft und dem angemessenen Umgang mit Schulskeletten und Knochenschnitten.

Im Fokus des Leitfadens stehen vor allem verschiedene Anregungen für den konkreten Umgang mit menschlichen Überresten im Schulkontext. Unter anderem wird gezeigt, wie Schülerinnen und Schüler in die Erforschung der entsprechenden Sammlungsbestände und die Entscheidung über ihre Zukunft einbezogen werden können. Thematisiert wird zudem die Frage, wie Human Remains und der veränderte gesellschaftliche Umgang mit ihnen eine Auseinandersetzung mit den Themen „Tod“ und „Umgang mit dem toten Körper“ im Unterricht anstoßen können.  

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© LI-Hamburg | Umschlagabbildung: Totentanz Mühlebachstrasse Zürich, Harald Naegeli 2020 (© Felix Thürlemann)

Zusätzlich werden die Erfahrungen aus drei Pilotprojekten geteilt, in denen Schüler:innen, Lehrkräfte und Wissenschaftler:innen gemeinsam zu den Human Remains ihrer Schule geforscht haben. Die Handreichung reflektiert die Potenziale und Herausforderungen der Partizipation von Schüler:innen an diesem Thema.

Die Handreichung ist im Rahmen des Projekts „HUMANS” entstanden, einer Kooperation der Universität Hamburg, des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, des Medizinhistorischen Museums Hamburg, des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels und des Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen. Es wurde von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung im Rahmen der Landesinnovationsförderung „Science for Society“ unterstützt.