Mathematik

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Angebote für Schulen und Lehrkräfte-Teams (Sek I + II)

Eine schulinterne Lehrkräfte-Fortbildung („SchiLF“ ) ist eine Fortbildung mit einem abgesprochenen und zum schulischen Entwicklungsprozess passenden fachdidaktischen Fortbildungsthema für die gesamte Mathematikfachschaft vor Ort an Ihrer weiterführenden Schule. In der Regel ist eine SchiLF eine dreistündige Einzelveranstaltung, aber auch mehrteilige Veranstaltungen mit integrierten Erprobungs- und Reflexionsphasen sind möglich. Bei kleinen Fachkollegien besteht die Möglichkeit, sich mit z.B. Nachbarschulen für ein regionales Angebot zusammenzuschließen.   

 

Unsere Angebote im Schuljahr 2025/2026:

Schulinterne und regionale Angebote in Mathematik

 

Mögliche thematische Schwerpunkte

Digitalisierung

In unseren schulinternen Fortbildungen zum Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht erprobt und reflektiert Ihr Kollegium ein bis zwei besonders bewährte mediengestützte Unterrichtsvorhaben und erkundet Übertragungsmöglichkeiten auf andere Themen. Neben fach- und mediendidaktischen Aspekten wird dabei auch die technische Umsetzbarkeit an Ihrer Schule in den Blick genommen. Als ein Schwerpunkt kann auch der grundlegende Umgang mit einem digitalen Werkzeug (wie GeoGebra, Desmos Classroom, Excel, Herstellung von Lernvideos) bearbeitet werden.

Mathe sicher können – Verstehensgrundlagen fördern, inklusive Lernsettings gestalten

Mathe sicher können ist ein erprobtes Förderprogramm für die Jahrgangsstufen fünf und sechs, um Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten mit den notwendigen Verstehensgrundlagen haben, diagnose- und verstehensorientiert zu fördern. Für die grundständige Fortbildung für dieses Förderkonzept werden eine zweijährige Qualifizierung sowie Qualifizierungskurse für inklusive Angebote für die Jahrgänge 5 bis 8 angeboten (siehe Ausschreibungsunterlagen zu MSK intensiv bzw. MSK inklusiv). Zusätzlich können Schulen auch punktuelle schulinterne Fortbildungen zu Inhalten dieser Programme anfragen. Der inhaltliche Fokus liegt in den schulinternen Veranstaltungen auf einer exemplarischen Erarbeitung der in den Ausschreibungen zu MSK näher beschriebenen didaktischen Prinzipien und Themenbereiche. In begrenztem Umfang ist es auch möglich, in einer mehrteiligen schuljahresbegleitenden Fortbildungsreihe umfassender zu Mathe sicher können intensiv oder inklusiv fortzubilden.

Sprachbildender Mathematikunterricht

Dieses schulinterne Fortbildungsangebot bietet Anregungen zum Durchführen eines verstehensorientierten, kognitiv aktivierenden und sprachförderlichen Mathematikunterrichts u.a. durch Aufgabenauswahl und Gesprächsführung. Anhand der Unterrichtsplanung entlang eines sprachlichen und einen eines fachlichen Lernpfades wird in einen sprachbildenden Mathematikunterricht eingeführt. Weitere sprachliche Unterstützungsmöglichkeiten, wie Scaffolding in verschiedenen Unterrichtssituationen, können außerdem als inhaltliche Schwerpunkte abgesprochen werden.

Kognitive Aktivierung – Heterogenität und Förderung von Potentialen

Schulinterne Fortbildungen zur kognitiven Aktivierung beschäftigen sich mit der Frage, wie man alle Lernenden zur aktiven und vertieften Auseinandersetzung mit den Lerninhalten anregen kann, auf einem für sie optimalen Niveau. Welche herausfordernden Aufgaben und Lernimpulse sind geeignet, um das Denken zu fördern? Wie können Lehrkräfte einen Unterricht gestalten, der kognitive Konflikte herstellt und Freiräume eröffnet für unterschiedliche Denkwege der Schülerinnen und Schüler? Mit Blick auf die jeweiligen Voraussetzungen einer Schule können schulspezifische und fachliche Schwerpunkte festgelegt werden. Der Schwerpunkt der Fortbildung kann auch auf das Erkennen von leistungsstarken und begabten Schülerinnen und Schülern gelegt werden, die in fast jeder Lerngruppe
vertreten sind, sowie deren gezielter Förderung im regulären Unterricht.


Diversität und Wertebildung

Schulinterne Fortbildungen zur Diversität und Wertebildung im Mathematikunterricht beschäftigen sich mit der Frage, wie die Implementierung der Leitperspektive „Wertebildung und Werteorientierung“ und der Aufgabengebiete „Interkulturelle Erziehung“ sowie „Sexualerziehung“ in den mathematischen Fachunterricht vorangetrieben werden kann. Falls eine Schule einen Arbeitsschwerpunkt in diesem Bereich besitzt oder eine pädagogische (Ganztags-)Konferenz (z.B. im Bereich Diversität, Implementierung der Rahmenpläne o. Ä.) plant, ist unser Angebot auch als Baustein denkbar. Mit diesem Abrufangebot können Sie Ihre Schulentwicklungsarbeit vorantreiben und neue Impulse für die schulische Arbeit setzen. Die thematische Auseinandersetzung mit und an dieser Leitperspektive soll dabei - mit fachlichen Inhalten eng vernetzt - für eine ganzheitliche Förderung auch im Sinne von gutem Mathematikunterricht stattfinden. Dazu gehört ein Blick auf die Haltung der Lehrkräfte zu den entsprechenden Themen. Mögliche Inhalte sind z.B.: Lineare Funktionen in Auseinandersetzung mit dem Gender Pay Gap und rassistischen Stereotypen im Sport, Wahrscheinlichkeitsrechnung in Auseinandersetzung mit sexueller Vielfalt, Verhütung und Geschlechtskrankheiten.

Übergänge zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen gestalten

Dieses regionale Angebot ist als Kooperation mindestens einer Grundschule und einer weiterführenden Schule, die Lernende dieser Grundschule(n) aufnimmt, konzipiert. Gemeinsam soll der Übergang bezogen auf zentrale Inhalte wie z.B. das Stellenwertsystem oder Grundvorstellungen von Multiplikation und Division, Querschnittsthemen wie z.B. Sprachbildung, Problemlösen oder Argumentieren in den Blick genommen und aus beiden schulischen Perspektiven untersucht werden. Ziel ist, die grundlegenden Kompetenzen zu identifizieren und gemeinsam zu überlegen, wie allen Lernenden ein guter Start im neuen System ermöglicht werden kann. Für dieses Format ist eine vorbereitende Absprache zwischen den Grund- und den weiterführenden Schulen notwendig. Gern unterstützen wir bei den Absprachen zwischen Schulen in einer Region.

 

 

Professionale Lerngemeinschaften – Anliegenorientierte Unterrichtsentwicklung

Die Professionellen Lerngemeinschaften (PLG) gehen von der Idee aus, dass Lehrkräfte einer Schule sich und ihren Unterricht besonders gut weiterentwickeln, wenn sie miteinander und voneinander an eigenen Fragen lernen. Das Programm PLG vermittelt die dafür notwendigen Fähigkeiten und Strukturen und unterstützt gezielt mit fachdidaktischen Impulsen. Bei PLG-Arbeit geht es sowohl um eine Stärkung der Zusammenarbeit als auch um die gemeinsame Weiterentwicklung des Fachunterrichts. Zentral ist dabei die regelmäßige Arbeit an individuellen und gemeinsamen Anliegen zum eigenen Unterricht sowie das Etablieren von kollegialer Kooperation und Beratung z.B. in gegenseitigen Hospitationen. Diese intensive Verständigung über didaktische und methodische Fragen in einer Teilgruppe des Fachkollegiums schafft eine tragfähige Basis für die weitere gemeinsame Unterrichtsentwicklung. Begleitet werden diese schulinternen PLG-Gruppen i.d.R. zwei bis drei Jahre von ausgebildeten Mathematik-Moderatorinnen und -Moderatoren. PLG-Arbeit beruht immer auf Freiwilligkeit, benötigt verlässliche Strukturen und mindestens 4 teilnehmende Kolleginnen oder Kollegen.

 

Kontakt

Wenn Sie als Schulleitung, Fachleitung Mathematik oder Mathematiklehrkraft Interesse an mathematikbezogener schulinterner Fortbildung und an der Unterstützung mathematikbezogener Unterrichtsentwicklung an Ihrer Schule haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf mit: christine.roggatz@li.hamburg.de