13. Hamburger MehrSprachenTage 2026

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Sprachenübergreifende Angebote

Freitag, 11.09.2026, 16.30–18.00 Uhr

M 2-01 | Mehrsprachigkeit in meinem Unterricht und an meiner Schule

Lisa Marie Brinkmann, Sabrina Jonigk | Universität Hamburg

Das Projekt PEP (Promouvoir l’Education Plurilingue / Promoting Plurilingual Education) liefert empirische Ergebnisse für die Arbeit mit Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht und mehrere Materialien: ein Good-Practice-Booklet, (Online-)Enzyklopädien und ein Fortbildungsmanual. Die Produkte werden in Kleingruppen vertieft und Mehrsprachigkeitskonzepte im Unterricht sowie an Schulen können diskutiert werden.


Freitag, 11.09.2026, 18.15–19.45 Uhr

M 3-01 | Die Welt im Klassenzimmer – 22 Nationen, 14 Länder und ein Lehrer auf Weltreise

Jan Kammann | Louise-Weiss-Gymnasium, Hamburg

Unterwegs in Europa und der Welt: Welche Perspektiven können wir als Lehrende im Klassenzimmer von unseren Schüler:innen gewinnen? Der Lehrer und Autor Jan Kammann berichtet von seinen Reisen. Als Lehrer für Englisch und Geographie unterrichtet er Jugendliche aus einer Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer – und aus Lebenswelten, die kaum kontrastreicher sein könnten. Um die Geschichten und Hintergründe seiner Klassen besser zu verstehen, nimmt Jan Kammann ein Sabbatjahr und begibt sich auf eine Reise zu den Herkunftsorten seiner Schüler:innen.

M 3-02 | Deutsche Gebärdensprache verstehen lernen – erste Schritte in eine sichtbare Kommunikation

Asha Rajashekhar, Christian Borgwardt | Elbschule Bildungszentrum Hören und Kommunikation, Hamburg

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist eine eigenständige Sprache der Deaf Community (Taubengemeinschaft). In diesem Workshop erhalten Sie einen ersten Einblick in DGS, lernen grundlegende Gebärden kennen und erfahren mehr über die Deaf Community sowie interessante sprachliche und kulturelle Aspekte der DGS. Der Workshop ist praxisnah und für Anfänger:innen geeignet.


Samstag, 12.09.2026, 10.00–11.30 Uhr

M 5-01 | Arbeit mit dem Film in HSU und Fremdsprachenunterricht

Alona Vilhelm | Albrecht-Thaer-Gymnasium, Hamburg

Im Workshop wird am Beispiel des erfolgreichsten ukrainischen Animationsfilms „Mavka – Hüterin des Waldes“, der in 32 Sprachen übersetzt wurde, eine erprobte Unterrichtsreihe für den direkten Einsatz vorgestellt. Danach gibt es Raum für Austausch und das gemeinsame Entwickeln neuer Unterrichtsideen für Sek I und Sek II in zwei Gruppen.

M 5-02 | Let‘s write! Schreibrahmen für sachfachtypische Textsorten im bilingualen Unterricht nutzen

Lisa Marie Lehmann | Gymnasium Rahlstedt, Hamburg

Sachfachtypische Textsorten zu produzieren, stellt unsere Schüler:innen vor Herausforderungen. Der Workshop zeigt, wie Schreibrahmen als Output-Scaffolding Lernende entlasten und wie KI-Werkzeuge gewinnbringend eingesetzt werden können, um die Erstellung derselben zu erleichtern. Anhand konkreter Beispiele entstehen sofort einsetzbare Ideen für den eigenen Unterricht.

M 5-03 | Individualisierte, KI-gestützte Lernsettings im virtuellen, mehrsprachigen Klassenzimmer am Beispiel der Plattform eTwinning

Dr. Melinda Veggian | Aachen

Fremdsprachenlehrkräfte unterrichten faktisch in einem mehrsprachigen, transkulturellen Klassenzimmer, in dem Schüler:innen ganz unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen. Um dieser Vielfalt an Lernerbiographien gerecht zu werden, erscheint ein formatives, prozessorientiertes Assessment notwendig, in dessen Rahmen unterschiedliche, funktionale, kommunikative Kompetenzen individuell weiterentwickelt werden können. Dabei kann ein virtuelles, weltweit vernetztes Klassenzimmer zu einem echten Gamechanger werden. In diesem praxisorientierten Workshop erhalten Teilnehmende konkrete, praxisnahe Einblicke, wie ein derartiges Klassenzimmer mit KI-gestützten Lernsettings in Standardsituationen des Fremdsprachenunterrichts aussehen kann. Eine entsprechende Materialsammlung wird angemeldeten Kolleg:innen zur Verfügung gestellt.


Samstag, 12.09.2026, 12.00–13.30 Uhr

M 6-01 | Besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben beim Fremdsprachenlernen begegnen

Dr. Sophie Engelen | Ruhr-Universität Bochum

Lernende mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und/oder Rechtschreiben begegnen oftmals auch im Fremdsprachenunterricht größeren Schwierigkeiten, z. B. wenn zusammenhängende Texte verfasst oder Leseverstehensaufgaben bearbeitet werden sollen. Der Workshop geht den Fragen nach, welche Symptomatik sich beim Fremdsprachenlernen zeigt, wie betroffene Lernende konkret unterstützt und gefördert und wie Verfahren der Leistungsüberprüfung adaptiert werden können (z. B. Nachteilsausgleich, Notenschutz). 

M 6-02 | Für den Sprachunterricht von morgen neue Wege wagen

Dr. Jule Böhmer | Universität Hamburg, Humboldt-Universität zu Berlin

Das 21. Jahrhundert stellt den Unterricht in den zweiten und dritten Fremdsprachen grundlegend infrage. Wir diskutieren in der Veranstaltung, wie der Ansatz der kritischen Fremdsprachendidaktik und des Deimplementierens hilft, Sprachunterricht neu zu denken. Ziel ist Sprachunterricht, der Sprachkenntnisse vermittelt, Expertise für den jeweiligen Sprach- und Kulturraum aufbaut und Medien- und Demokratiebildung fördert.