5. Auswahl der Methode / des Vorgehens
Die Entscheidung, mit welchem Instrument oder Verfahren die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen erfolgen soll, liegt bei der Schulleitung. So hat diese die Möglichkeit, sich für ein Verfahren zu entscheiden, das zum aktuellen Schulentwicklungsprozess und zur Schule (z. B. zur Größe des Kollegiums) passt. Die Schulleitung kann das Kollegium bei der Wahl des Instrumentes einbeziehen. Das Referat Gesundheit bietet Beratung bezüglich der Wahl des passenden Instruments bzw. Verfahrens an. Eine Kurzbeschreibung verschiedener Befragungsinstrumente findet sich in den Anlagen.
Befragungsinstrumente zur Durchführung einer GBPsych sollten grundsätzlich standardisiert und wissenschaftlich validiert sein sowie die spezifischen Belastungen der Arbeit an Schulen erfassen können. Der Einsatz eines Fragebogens ist ein grobanalytisches Verfahren, an das ein Beteiligungsprozess mit dem Kollegium anschließen muss, um die Ergebnisse des Fragebogens daraufhin zu prüfen, welche spezifischen Beanspruchungen dahinterstehen, und um konkrete entlastende Maßnahmen entwickeln zu können. Eine schulexterne Prozessmoderation wird daher dringend empfohlen.
Es ist auch möglich, die Erhebung der Belastungen ausschließlich im Zuge eines Workshopverfahrens im Rahmen einer Ganztageskonferenz durchzuführen. Für kleine Kollegien bis zu etwa 45 Personen ist beispielsweise das Moderationsverfahren mittels der WINWIN-Box der Unfallkasse Nord (6) empfehlenswert.