Sexualerziehung

Sexualerziehung

Folgende Angebote haben wir für Sie:

  • Beratung in methodischen Fragen, auch vor Ort
  • Beratung zur Einbeziehung von Eltern
  • Beratung zur Prävention von sexueller Gewalt und Aids
  • Vermittlung von Fachleuten und Betroffenen, die in den Unterricht kommen
  • Informationen über Beratungseinrichtungen in Hamburg
  • Präsenz- und Leihbücherei (siehe Literaturlisten)
  • Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Handreichungen zur Sexualpädagogik
  • Ausleihe von Verhütungsmittelkoffern (Inhalt) und Spielen 

 

Aktuelles

Präventionsprojekt zu Partnerschaftsgewalt

vergrößern „Die war nicht so!“ - Plakat zum Theaterstück gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen (Bild: Olaf Bublay) „Die war nicht so!“ ist ein professionelles Theaterstück zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit traditionellen Geschlechterrollen und sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen. In dem Stück wird die Diskussion um traditionelle Geschlechterrollen und kulturelle Werte unter multikulturellen Jugendlichen eröffnet. Hier wird z.B. die Frage gestellt, ob es die Ehre eines muslimischen Mannes an sich gibt. Denn auf der Bühne zeigen die Schauspieler:innen wie es ist, wenn junge Männer das Sagen haben und diesen Anspruch aus einem umstrittenen Ehrbegriff ableiten. Empfohlen ab Jahrgang 9, die Dauer des Stückes beträgt zirka 35-40 Minuten, es folgt ein moderiertes Nachgespräch. Buchung über die Spielleitung Olaf Bublay.

vergrößern Kampala-Hamburg (Bild: © Querverlag )

„Kampala – Hamburg. Roman einer Flucht“von Lutz van Dijk
Lutz van Dijk erzählt in seinem Roman „Kampala – Hamburg. Roman einer Flucht“  die bewegende Geschichte des 16-jährigen David aus Kampala, der Hauptstadt Ugandas in Afrika, und dem 18-jährigen David aus Hamburg. Beide lernen sich im Internet über das Dating-Portal Planet Romeo kennen. David aus Kampala wird aufmerksam auf das Profil von David aus Hamburg, denn in diesem steht, dass er die Rechte sexueller Minderheiten in Afrika unterstützt. Dies kann in Uganda zu sieben Jahren Haft führen, wo das Parlament darum bemüht ist, die Todesstrafe für Homosexuelle einzuführen. David aus Kampala muss fliehen und hofft, dass David aus Hamburg sein Wort hält. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Roman schildert einfühlsam und eindringlich, wie zwei Jugendliche für ihr Recht auf Anerkennung kämpfen.  Empfehlenswert ab Jahrgangsstufe 9/10.
Zum Buch gibt es Unterrichtsanregungen (Sek I + II aller Schularten) von Petra Reichel aus Hannover, ehemalige Deutsch- und Biologielehrerin mit viel Erfahrungen in der Sexualerziehung.

Hamburg International Queer Film Festival
Auch dieses Jahr bietet das Hamburg International Queer Film Festival eine Schulvorstellung an, und zwar endlich wieder in Präsenz. Für Klassenstufen 10 und älter wird der Film LES MEILLEURES (BESTIES) in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. In dem Film geht es um lesbische Liebe und Rivalitäten zweier Jugendgangs. Der Film wird am Donnerstag 27.10.2022, ab 10 Uhr im Metropolis Kino gezeigt und kostet 3 € pro Schüler:in. Mehr Informationen zum Film und zur Anmeldung finden sich auf dem Flyer.

Queerienprogramm
In den Herbstferien 2022 geht das Queerienprogramm wieder mit drei Kursen an den Start. Queere Geschichte, Drag Make-up und Zeichnen stehen auf dem Programm. Anmeldung unter www.queerienprogramm.de.

Jung und schwanger
Die BZgA informiert minderjährige bzw. volljährige junge Frauen und junge Männer bei vermuteter, gewollter und ungewollter Schwangerschaft. Die Seite ermutigt sie Unterstützung in der neuen Lebenssituation in anerkannten Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen um alle wichtige Fragen zu klären.

  vergrößern SINUS-Jugendstudie 2020 (Bild: pict rider / stock.adobe.com) SINUS-Jugendstudie 2020

„Wie ticken Jugendliche?“ – Das SINUS-Institut hat gerade die vierte Untersuchung veröffentlicht. Die Untersuchung hat den Anspruch, neben Befunden, die für die Jugend insgesamt gelten, Unterschiede zwischen den verschiedenen Lebenswelten herauszuarbeiten. Das wertebasierte Modell (Sinus-Milieus) erfasst neben Geschlecht, Alter, angestrebten Schulabschluss (zum Beispiel Abitur, Mittlere Reife), Wohnort (Stadt versus Land) und Lebenswelt auch das Merkmal „Migrationshintergrund“. Ein wachsender Widerstand gegen Vereinzelung und gesellschaftliche Polarisierung zeigt sich in der Renaissance klassischer Tugenden und sozialer Werte wie Anstand, Hilfsbereitschaft und Loyalität.  

Jugendsexualität - die 9. BZgA-Studie 

Für die sexuelle Bildung ist auch die Schule ein zentraler Ort: Bei beiden Geschlechtern und unabhängig von der kulturellen Herkunft sind Lehrerinnen und Lehrer für die Jugendlichen wichtige Ansprechpersonen der Sexualaufklärung. Für Jungen mit Migrationshintergrund sind sie – nach dem besten Freund oder der besten Freundin – sogar die wichtigsten Ansprechpersonen. Knapp 70 Prozent der Jugendlichen geben an, dass ihr Wissen vorrangig aus dem Schulunterricht stammt.“ In der bundesweiten Repräsentativbefragung der BZgA zur "Jugendsexualität" wurden 6032 Personen zwischen 14 bis 25 Jahren zu ersten sexuellen Erfahrungen, Verhütungswissen und -verhalten sowie die Sexualaufklärung in Schule, Internet und Elternhaus befragt. Annahmen, wonach immer mehr junge Menschen immer früher sexuell aktiv werden, bestätigen sich nicht. Der Einstieg ins Geschlechtsleben ist später und kulturell unterschiedlich. Zentrale Ergebnisse der bundesweiten Befragung wurden in interaktiven Grafiken veröffentlicht.

 

vergrößern Logo: Zu nah dran Mit freundlicher Genehmigung des JIZ (Bild: © JIZ Hamburg)

„Zu nah‘ dran“ ist ein Internetportal des JIZ (Jugendinformationszentrum) und des Hamburger Landesinstitutes für Lehrerbildung und Schulentwicklung.
Es richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren, die Hilfe zum Thema  „sexuelle Übergriffe“  benötigen.
www.zu-nah-dran.de

 

vergrößern JIZ Notfallkontakte Faltblatt (Bild: JIZ)

Die Notfallnummern der Broschüre im Handyformat wurden vom JIZ (Jugendinformationszentrum) zusammengestellt, damit Jugendliche Zugang zu Hilfsangeboten finden können. Es sind Fachberatungsstellen zu vielen Themenbereichen gelistet.

Die Sexualerziehung ist eine Aufgabe von Elternhaus und Schule. Schulische Sexualerziehung muss deshalb an die Sexualerziehung des Elternhauses anknüpfen, diese ergänzen und gegebenenfalls erweitern.

In der mehrsprachigen Publikation Elternratgeber: Vielfalt in der Schule  werden auch Fragen zu Sexualerziehung  beantwortet. Sorgeberechtigte finden auf der Internetseite Elterninfo viele weitere nützliche Infos über die psychosexuelle Entwicklung ihrer Kindern, um diese darin möglichst gut zu begleiten.

 

 

 

 
Projekte


 Flyer: Starke Infos für Jungs Portal Jungensprechstunde: Informationen für Jungen in der Pubertät
Mit dem Portal Jungensprechstunden richten sich der Bundesverband der Deutschen Urologen e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Urologie an Jungen in der Pubertät. Es werden fachlich korrekte Informationen zu Fragen wie z.B. „Was passiert mit mir und meinem Körper?“ vermittelt, denn dazu stehen im Internet auch gehäuft falsche Informationen. Neben diesen Fragen geht es außerdem darum, was der Urologe/die Urologin tun kann, um Vorurteile zu beseitigen. Weiter Information finden Sie unter https://www.urologenportal.de/jungensprechstunde

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It Gets Better vergrößern it gets better project (Bild: © http:/itsgetbetter.org)

Das Projekt „It Gets Better“ wurde von dem offen homosexuellen amerikanischen Kolumnisten Dan Savage ins Leben gerufen, nachdem sich in den USA mehrere Jugendliche das Leben genommen hatten, da sie wegen ihrer sexuellen Orientierung gemobbt worden waren. Die weltweite Kampagne „It Gets Better“ hat das Ziel, LGBTI -Jugendlichen, die aus Angst vor Mobbing ihre sexuellen Orientierungen geheim halten, Hoffnung zu schenken, ihnen zu sagen, dass sie nicht alleine sind und sie wissen zu lassen, dass es nach der Pubertät besser wird. Dies geschieht mit kurzen Videos, in denen Erwachsene erzählen, welche Erfahrungen sie in ihrer Jugend gemacht haben.
Auch Sie können Teil des Projekts werden oder sich die zahlreichen Videos ansehen unter: http://www.itgetsbetter.org

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HOKISAHome for Kids in South Africa

Im Jahr 2001 gründete der Autor Dr. Lutz van Dijk zusammen mit der Südafrikanerin Karin Chubb die Hilfsorganisation HOKISA. Diese Organisation hilft Kindern und Jugendlichen in Südafrika, die durch AIDS ihre Eltern verloren haben oder selbst an AIDS erkrankt sind.
Zur besseren Betreuung der betroffenen Kinder wurde 2002 in der Nähe von Kapstadt in einem Township das erste HOKISA-Kinderheim gebaut und von Desmond Tutu eröffnet. Die Kinder leben dort in familienähnlichen Gruppen, lernen mit ihrer Krankheit umzugehen und werden entsprechend versorgt.
AIDS und HIV betrifft besonders die ärmste Bevölkerungsgruppe; Information und Aufklärung sind darum weitere wichtige Aufgaben von HOKISA.
Mehr Informationen und wie auch Sie helfen können unter hokisa.co.za