Gesundheit

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Body, Beauty, Challenge!

Wie beeinflussen Social Media und Gewichtsdiskriminierung Körperbilder und Schönheitsideale von Kindern und Jugendlichen?

Bild Body Beauty Challenge rück
© iStock - Johnny Greig I iStock - Artem Ermilov

Fachnachmittag des SuchtPräventionsZentrums (SPZ) und des Referats Gesundheit am Dienstag, den 16.4.2024, 15.30-19.00 Uhr
mit Vorträgen sowie einem anschließenden Podiumsgespräch mit den Vortragenden sowie weiteren spannenden Gästen aus Schule und Social Media!
 


Körperbezogene Bilder, ernährungs- und gewichtsbezogener Content auf Instagram & Co., Gewichtsdiskriminierung und Kommentare zum Körper im „real life“ - Fat Talk, Body Shaming und Lookismus, all das ist Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Häufig ist es eher unterschwellig präsent… fällt nicht so auf… ist nicht „akut“. Dennoch kann es zu Verunsicherung mit sich und dem eigenen Körper führen, sowie zu Verletzungen des Selbstwerts und ungesundem Schönheitshandeln wie beispielsweise exzessivem Diät- oder Trainingsverhalten.

Mit dem Fachnachmittag und der darauffolgenden Veranstaltungsreihe möchten wir diesem im Alltag häufig „leise“ mitlaufenden Thema mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Wir erfahren den wissenschaftlichen Stand zur Thematik, hören Stimmen aus Social Media und Schule und beschäftigen uns mit der Frage, welche pädagogischen Möglichkeiten Schule hat, Kinder und Jugendliche in der Entwicklung eines positiven Körperbilds zu unterstützen.

Wir laden Sie herzlich ein, bei uns zu Gast zu sein und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Thema stärker in die Schule zu bringen! Wir freuen uns auf Sie und einen interessanten Austausch.

Ergänzend zum Fachnachmittag ist eine Fortbildungsreihe in Planung, die ersten Termine stehen bereits fest s.u.

Kontakt für Fragen:
nicola.vogel@li.hamburg.de I nina.kamp@li.hamburg.de

Veranstaltungsort: LI, Felix-Dahn-Str. 3

Diese Seite wird laufend aktualisiert!

Infos und Anmeldung

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Beyond Filters:
Ein kritischer Blick auf die Entwicklung des Körperbildes von Jugendlichen im Zeitalter von Social Media

Ein Vortrag von Dr. Julia Tanck

Der Impulsvortrag behandelt die Entstehung des Körperbildes bei Jugendlichen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu relevanten Einflussfaktoren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der möglichen Auswirkungen von körperbezogenen Botschaften aus Social Media Kanälen auf das Körperbild bei Jugendlichen. Darüber hinaus sollen aktuelle Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen einem negativen Körperbild und dem erhöhten Risiko der Entwicklung von Essstörungen beleuchtet werden. Zudem werden pädagogische Möglichkeiten von Schulen, Jugendliche bei der Entwicklung eines positiven Körperbilds zu unterstützen, aufgezeigt. Gleichzeitig werden die Grenzen dieser pädagogischen Bemühungen kritisch betrachtet, um ein umfassendes Verständnis der Herausforderungen zu vermitteln.
Der Vortrag bietet eine Auseinandersetzung mit den psychologischen Aspekten des Körperbildes und präsentiert praxisnahe Anregungen für pädagogische Fachkräfte zur Prävention eines schädlichen Social Media Gebrauchs bei Jugendlichen.

Bild Julia Tanck
© Constanze Wenig www.fraeulein-fotograf.de

Dr. Julia Tanck, M. Sc. Psych., ist Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Hamburg-Winterhude. Sie ist beteiligt an diversen Forschungsprojekten der Universität Osnabrück und hat ihre Doktorarbeit zu Körperbildtherapie bei Essstörungen (Anorexia und Bulimia nervosa) verfasst. Sie ist Dozentin und Referentin für Themen rund um Körperbild, Social Media und Essstörungen und leistet ehrenamtliche Aufklärungsarbeit auf Social Media (Instagram) rund um das Thema Körperbild, körperbezogene Social Media Trends, Gewichtsdiskriminierung, Diätkultur und Essstörungen. (@psychotherapie.essstoerungen)


Dicksein als Stigma
Gewichtsdiskriminierung und ihre Folgen für Kinder und Jugendliche

Ein Vortrag von Dr. Friedrich Schorb

Kinder und Jugendliche stehen im Fokus der Aufmerksamkeit, wenn es um die gesundheitlichen Gefahren eines hohen Körpergewichts geht. Gleichzeitig nimmt Gewichtsdiskriminierung bei Kindern und Jugendlichen bedenkliche Ausmaße an. Studien aus verschiedenen Ländern zeigen, dass Schüler*innen Gewichtsdiskriminierung regelmäßig als häufigste Form der Diskriminierung an ihrer Schule bezeichnen.

Dicke Kinder und Jugendliche werden in unserer Gesellschaft hyper(un)sichtbar gemacht. Das bedeutet: ihr Dicksein wird einerseits permanent öffentlich thematisiert, andererseits kommen sie anders als Problemträger*innen in den Medien kaum vor. Positive dicke Identifikationsfiguren verschwinden zunehmend aus kindlichen Lebenswelten. In Unterhaltungsformaten, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene richten, bleibt ihnen meist nur die Rolle der dicken Freund*in der Hauptperson, oder gleich die der Witzfigur.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ursachen und Folgen von Gewichtsdiskriminierung bei Kindern und Jugendlichen und plädiert für einen alternativen Umgang mit Gewichtsvielfalt.

Bild Friedrich Schorb
© Marcus Wiechmann

Friedrich Schorb (Dr. phil), Soziologe, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Soziale Ungleichheit und Gesundheit, Soziologie der Gesundheit, Gewichtsdiskriminierung und Fat Studies.




Unsere Gäste beim Podiumsgespräch im Anschluss an die Vorträge:

Dr. Julia Tanck

Dr. Friedrich Schorb

Bild Melodie
© Melina Mörsdorf Photography

Melodie Michelberger
Melodie Michelberger, geboren 1976, ist Körperaktivistin und Influencerin. Sie hat viele Jahre als Redakteurin für Frauenmagazine gearbeitet und war PR-Beraterin für verschiedene Modelabels. Im Januar 2021 erschien ihr erstes Buch »Body Politics«, in dem sie über ihren Weg aus Essstörungen und Selbsthass schreibt. Michelberger setzt sich gegen Bodyshaming und für mehr Körperakzeptanz ein. Sie lebt mit ihrem Sohn in Hamburg.


Bild Natalie BBC
© privat

Natalie Kim Starke
Natalie Kim Starke ist Lehrerin und Teil der Diversity-Steuerungsgruppe am Margaretha-Rothe-Gymnasium. Im Rahmen eines an der Schule etablierten Diversity-Tages hat sie mit ihrer Kollegin Judith Ritonnale ein Pilotprojekt zum Thema Körperbilder und Lookismus entworfen, um Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, Selbstwahrnehmung, Empathie und eigenes Körperbewusstsein zu stärken.


Bild Stevie Schmiedel
© Miguel Ferraz

Stevie Schmiedel
Stevie Schmiedel ist promovierte Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Genderforschung, Autorin und Campaignerin. 2012 gründete sie die feministische Organisation Pinkstinks, der sie 10 Jahre als Kreativleitung und Pressesprecherin vorstand. In dieser Zeit entwickelte sie verschiedene Medienformate und Schultheaterprojekte, um auf die Gefahren von Sexismus in den Medien für Mädchen und Frauen hinzuweisen. Mit dem von der Pädagogin Blanca Fernandéz entwickelten Suchtpräventions-Theaterstück „Vielfalt ist Schönheit“ tourte Pinkstinks bundesweit durch Schulen, das Youtube-Video „Not Heidi’s Girl“ wird heute noch in der Präventionsarbeit eingesetzt, ebenso Materialien der von ihr entwickelten „Schule gegen Sexismus“. Im Februar 2024 launcht Stevie Schmiedel ihre neue Organisation „wokidoki“, ein gemeinnütziges Kommunikationsbüro für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt.